Motive die man im Frühling fotografieren kann

Der Frühling beginnt laut Kalender am 20.3.  wenn die Tag und Nacht gleiche ist. Dies ist der Zeitpunkt,  wenn  der Tag genau so lang ist wie die Nacht. Man kann sich dann allmählich von dem Winter verabschieden und sich auf die neuen vielen Motive freuen, die man wieder fotografieren kann. Jede Jahreszeit bietet ihre eigen Motive bzw. hat ihre Reize, aber der Frühling ist neben dem Herbst eines der farbenprächtigen Zeiten. Die ganzen Pflanzen wie Blumen und Bäume beginnen in den unterschiedlichsten Farben zu blühen. Es ähnelt ja schon einen Wettbewerb, in welcher Pracht die verschiedenen Pflanzen leuchten um Insekten für die Bestäubung anzulocken. Bei den Tieren ist die Winterruhe vorüber, das heißt die Tiere werden wieder aktiver und die anderen kehren wieder aus ihrem Winterquartier zurück. Für jeden Natur und Tierfotografen eine sehr tolle Zeit um all die verschiedenen Impressionen festhalten zu können.

Die Zeit zwischen Februar und März ist meines Erachtens immer wieder eine fotografische Durststrecke. Wenn ich auf mein Bilderarchive blicke, bestätigt sich das auch immer wieder aufs neuste. Diese Zeit bietet in der Natur die wenigsten Motive und durch das kalte, nasse Wetter ist man doch eher unmotivierter hinaus zu gehen um welche zu suchen. Dies soll jetzt nicht heißen, dass es gar keine Motive gibt die man fotografieren könnte, doch sind sie eher rarer. Im März fängt es allmählich an, dass die Natur so langsam erwacht. Aus diesem Grund möchte ich jetzt ein paar Tipps zu den Motiven geben, die man im Frühling fotografieren kann und welches Objektiv dafür geeignet ist.

Bäume, Blumen,  Blüten

Fotografieren bedeutet auch oftmals kreativ zu sein und man sollte sich seine  Bild Kompositionen gut überlegen. Einfaches “knipsen” kann jeder und wirkt auch für die meisten eher langweilig. Denn dann kommt dieser Effekt zum Vorschein, das man dies ja schon zu oft gesehen hat und die Bilder nicht wirklich Beachtung finden, wenn man sie veröffentlicht. So sollte man, wenn man die ersten Blumen fotografiert darauf achten, dass man eine andere Perspektive einnimmt. Gerade Motive wie Schneeglöckchen,Krokus oder Osterglocken wirken von oben nach unten Fotografiert nicht wirklich spannend.  Meine Empfehlung ist diese, dass man diese Motive einfach von einem anderen Blickwinkel fotografierten sollte. Nicht wie schon erwähnt schräg von oben herab, sondern eher tief und flach, so dass man auf einer

Krokus im Frühling - die ersten Blüten
Krokus im Frühling – die ersten Blüten

horizontalen Linie zu den diese Blumen bzw. Blüten ist. Die Bildwirkung ist dadurch eine ganz andere und diese wirkt für den Betrachter wieder ganz anders  Für die Aufnahmen kann man entweder ein Makro Objektiv verwenden oder ein Teleobjektiv  verwenden, um so die Blumen von dem Hintergrund besser freistellen zu können. Experimentierfreudige können aber auch zu einem Weitwinkel Objektiv greifen und sich so mal austoben. Für solche Aufnahmen gibt es eigentlich keine Einschränkungen. Es kommt darauf an wie experimentier Freudig und kreativ man selber ist.

Aber nicht nur Blumen sind die ersten Frühjahrs-Motive sondern auch die ersten Blüten von  Bäumen wie Schlehen oder Kirsche. Auch hier kann man seiner eigenen Kreativität freien Lauf lassen. Ob man mit einem Weitwinkelobjektiv den ganzen Baum in die Bildszene setzen möchte (Landschaftsfotografie) oder nur die Blüte mit einer Nahaufnahme (Makrofotografie) ablichten möchte, es sollte für jeden etwas dabei sein.

Rapsfeld mit freigestelltem Hintergrund. Einzelne Wolken geben dem Hintergrund eine Dynamik
Beispiel Rapsfeld mit freigestelltem Hintergrund. Einzelne Wolken geben dem Hintergrund eine  zusätzliche Dynamik

Meine Empfehlung für Bäume ist diese, dass man sich einen schönen sonnigen Tag heraussucht, weil durch das Blau in dem Himmel sich die Blüten der Bäume besser hervorheben. Vereinzelte Wolken bieten ebenso ein gutes Hintergrundmotiv, wobei diese dann nicht mit dem Baum schneiden sollte. Die Blüten würden durch den hohen Weissanteil der Wolken an Kontrast verlieren und sich nicht mehr von Hintergrund hervorheben. Gerde in der Landschaftsfotografie ist es wichtig das man einen guten Kontrast zu dem fotografierten Objekt und dem Hintergrund erhält. Zudem empfiehlt sich auch der Einsatz eines Polfilters um den Hintergrund und die Farben Kontrastreicher darstellen zu können.

Empfohlene Objektive für Bäume, Blumen, Blüte

  • Teleobjektiv
  • Makroobjektiv
  • Weitwinkel

Tiere, Insekten, Amphibien

Auch Tiere bzw. auch die Insekten erwachen nun aus ihrem Winterschlaf/ Winterruhe und Zugvögel kehren wieder aus ihrem Winterquartier zurück. So langsam füllt sich wieder die Flora und Fauna und man findet neben den ersten Blumen auch schon Insekten wie Bienen und Schmetterlinge, die den Nektar sammeln. Aber so richtig los geht es dann, wenn dann alles blüht. Daher sollte bzw. muss man sich doch etwas gedulden bis man diese Motive fotografieren kann. Bei den Schmetterlingen dauert es im Allgemeinen eh  immer etwas länger, bis die meisten wieder aus dem Süden zurück gekommen sind. Die ersten sind eigentlich fast immer die Zitronenfalter, die man herumflattern sieht. Kurz danach kommen dann nach und nach auch die restlichen Falter.

Aber nicht nur Insekten kann man im Frühjahr fotografieren, sondern auch Jungtiere. Gerade im Frühjahr gibt es immer viel Nachwuchs. Sei es bei Ziegen, Schafen, Pferde, Eseln oder auch Vögeln, die Liste kann man

erster Graugänse Nachwuchs Frühling 2016 am Max Eyth See Stuttgart
Graugänse Nachwuchs im Frühling

noch weiter führen. Anfang Mitte April gibt es den ersten Graugänse Nachwuchs. Diesen fotografiere ich seit seit ein paar Jahren immer im Frühjahr. Das Gute daran ist, dass die Tiere(an dem Ort wo ich sie immer fotografiere) an Menschen gewöhnt sind und man daher doch etwas näher an sie heran kann. Natürlich sollte man Allgemein immer einen gebührenden Abstand einhalten und die Eltern nicht in unnötige Panik versetzen. Denn dies kann sich auch schnell in Aggressionen umschlagen, denn die Eltern verteidigen ihren Nachwuchs. Ein Teleobjektiv mit einer höheren Brennweite, ist in diesem Fall immer die Bessere und vernünftigere Wahl.

Erdkröten Paarung im Frühling
Erdkröten Paarung im Frühling

Im Frühjahr ist auch Laichzeit, sprich die Amphibien gehen auf Wanderschaft. Daher ist die Chance gut, Kröten, Frösche, Salamander zu sehen und diese dann abzulichten. Auch hier kann man zum Beispiel eine Nahaufnahme von dem Laich machen, oder von den Kröten die Huckepack durch die Landschaft hüpfen oder im Teich schwimmen. Aber hier sollte man darauf achten die Tiere nicht zu stören oder gar auf sie drauf zu treten.

Empfohlene Objektive für Tiere, Insekten, Amphibien

  • Teleobjektiv
  • Makroobjektiv

Weiter unzählige Ideen die man mit Frühling verbinden kann

Wer kreativ ist, der findet sicherlich noch unzählige andere Ideen, die er zum fotografieren verwenden kann. Zu Ostern könnte man eine Bildkomposition mit Ostereiern oder einem “Osterhasen” erstellen oder man geht raus in die Natur und macht ein normales Fotoshooting mit einem Model. Es wird sich sicherlich die eine oder andere Idee geben, die man umsetzen kann. Allgemein sollte aber auch darauf achten, das man seine Ausrüstung stehts trocken und sauber hält. Der Frühling ist alles andere als ein schöner, warmer Frühjahrstag. Es gibt oft verschiedene Wetterlagen von Schnee bis Eis, von Hitze bis Gewitter und selbst sogar Sahara Sand. Aus diesem Grund sollte man, wie auch im Herbst, darauf achten, das die Kamera und das Objektiv nicht diesen Witterungen direkt ausgesetzt ist. Verpackt es am Besten in einen wasserabweisenden Rucksack oder nehmt eine Fototasche und schützt so diese so vor Schäden. und Verschmutzung. Was immer nützlich ist, ist ein Mikrofasertuch um die Linse am Objektiv und die Kamera zu reinigen. Denn jeder kennt es und Allergiker freut sich über diese Ereignis im Frühjahr – den Pollenflug. Diese können sich auch wunderbar über die Linse absetzen und einen ungewollten Film darauf bilden. 

Ansonsten raus aus der Bude, die Beine wieder bewegen, den Kreislauf in Schwung bringen und fotografieren was das Zeug hält – der Winterschlaf ist nun vorüber!

Gute Bilder und gutes Licht!

 

Eichhörnchen auf dem Pragfriedhof Stuttgart – Herbst 2015

Alle Jahre wieder…so könnte man diesen  Blog Eintrag wohl beginnen. Ja auch diesen Herbst gibt es wieder Eichhörnchen Bilder von mir zu sehen. Bis jetzt war ich zweimal auf dem Pragfriedhof in Stuttgart, einer meiner “Hotspots” wenn es um das Fotografieren dieser Tierchen geht.

Die Blätter färben sich nun endlich, das Laub fällt von den Bäumen und die Tiere bekommen ihre “Ohrenhaare” oder auch  Püschel genannt. Also perfekt um die possierlichen kleinen Tierchen wieder fotografieren zu können. Wie jedes Jahr ist es doch immer wieder eine Herausforderung auf dem Pragfriedhof zu fotografieren. Denn dort gibt es viele Bäume, was wiederum viel Schatten bedeutet. Aber dies ist ja mittlerweile schon bekannt und stellt auch keine größeren Probleme mehr dar.

Dieses hatte ich eher das Problem, die Eichhörnchen zu finden. Wenn ich an die vergangen Jahre zurückdenke hatte ich keine Probleme, sofort welche zu finden. So musste ich bei meiner zweiten Foto-Session den halben Friedhof absuchen, bis ich überhaupt einmal ein Eichhörnchen entdeckt hatte. Ja, mein erster Gedanke war dieser, dass sie es gewusst haben, das ich komme und sich so versteckt hielten! Aber, quatscht nach einer Weile fand ich dann doch einige Eichhörnchen und konnte die Bilder anfertigen.

An dieser Stelle möchte ich auch schon ankündigen, dass ich für mein neues Projekt https://naturbilder-magazin.de, welches ich zusammen mit Matthias Gröner betreiben werde, verschiedene Tutorials über Eichhörnchen Fotografie erstelle.  Die Seite ist aber noch im Aufbau und dürfte aber demnächst an den Start gehen. Auch in meinem kommenden E-Book – Fotografieren im Herbst, werde ich das Thema Eichhörnchen ansprechen und ein paar Informationen dazu schreiben. Bis dahin könnt ihr ja hier meine aktuellen Eichhörnchen Bilder anschauen oder schaut euch auf meinem Blog einfach um.

 

Wildparadies Tripsdrill 2014 – Wölfe, Luchse, Füchse Teil 2

Hier ist nun der versprochene Teil 2 von meinen Ausflug in das Wildparadies Tripsdrill vom Dezember 2014. Im ersten Teil gab es ja schon die eine Vielzahl von verschiedenen Tieren, die man in diesem Tierpark vorfindet.

Die restlichen Bilder sind von den Wölfen, Luchsen und weitere Aufnahmen von dem Fuchs. Gerade bei den Luchsen sticht der kleine Oskar hervor, der erst ein paar Monate alt ist. Es sieht zwar ziemlich niedlich aus, aber wenn man einmal die Fütterung miterlebt hat, der weiß was das für ein kleiner Kampftiger er sein kann. Aber trotzdem ist dieser ein wunderbares Motiv zum fotografieren!

Was ich im ersten Teil noch nicht erwähnt habe, was die Thematik der Fotografie betrifft, ist das Problem mit den Zäunen in den Tierparks oder in den Zoos. Das Problem an sich ist folgendes. Viele dieser Tierparks verwenden Maschendrahtzäune für das Gehege. Wenn man nun eine normal Fotografie machen möchte, wird man unweigerlich das Muster des Maschendraht Zauns mit im Bild haben. Eigentlich wäre es schon fast Zeitverschwendung, wenn man dieses versucht, später mit einem Bildbearbeitungsprogramm wie Photoshop zu retuschieren. Der Erfolg spricht nicht für ein gutes Ergebnis und da spreche ich aus leidiger Erfahrung.

Daher nehmt immer ein Teleobjektiv mit und schaut, dass ihr entweder nah am Zaun heran kommt. Wenn das nicht gehen sollte, so  schaut, dass ihr einen weiten Abstand zu dem Objekt bekommt. Sprich Zoom voll aufziehen und darauf achten, dass das Tier weit genug vom Zaun entfernt ist. Wenn das Tier direkt am Zaun ist oder ca. 1. Meter entfernt ist, so bekommt ihr auch noch den Zaun mit auf die Aufnahme. Daher schaut das ihr eine lange Brennweite verwendet und dass das Objekt bzw. in dem Fall das Tier sich weit genug von dem Zaun befindet.

Bei den Brennweiten hab ich einmal das Canon EF 70-200 USM 4.0 getestet und bei den jetzigen Bildern das Canon EF 70-300mm USM IS 4-5.6 Objektiv. Subjektiv betrachtet, würde ich sagen, dass man mit dem 300er den Zaun besser verschwimmen lassen kann, als es mit dem 200er der Fall war. Dies hat sich auch deutlich bei der Nachbearbeitung bemerkbar gemacht. Mit den aktuellen Aufnahmen hatte ich weniger Abbildungen von dem Zaun mit auf den Aufnahmen (Schatten von dem Maschendraht Muster) als ich Aufnahmen mit dem 200mm Teleobjektiv gemacht habe.  Daher kann man sagen, das ab ca. 300mm schon mal auf der sicheren Seite ist.

Hier sind nun die restlichen Bilder von dem Wildparadies Tripsdrill vom Dezember 2014.

 

Wildpark Pforzheim April 2013

Auch dieses Jahr habe ich wieder dem Wildpark Pforzheim im April einen Besuch abgestattet. Das Wetter war ja endlich wieder Besser und es hatte zum Glück gutes Licht.

Leider habe ich die Otter diesmal nicht zu Gesicht und leider ist die Schneeeule verstorben 🙁 Die Luchse hatten sich bei dem warmen Wetter auch eher verzogen und schliefen lieber, was auch verständlich war. Ein Besuch lohnt sich aber trotzdem für Jung und Alt, da der Eintritt an sich  frei ist!

Hier sind nun die ersten Bilder von dem Wildpark Pforzheim. Die restlichen müssen noch bearbeitet werden, aber werden noch hier nachgereicht!