digital Compositing: the Mountain Tower

Seine Photoshop Künste im Bereich digital Compositing sollte man einfach nicht vernachlässigen. Ständiges üben ist doch recht wichtig, dass man seien Fähigkeiten im Umgang mit diesem Programm behält. Viel zu schnell vergisst man doch was und man muss sich dann erst wieder mühevoll wieder einarbeiten. Daher empfehle ich, dass man immer mit dem Programm üben soll. Nur so perfektioniert man seine Techniken!

Mein letztes Compositing ist auch schon wieder einen guten Monat her und daher entschloss ich mich wieder eins zu erstellen. Diesmal wollte ich etwas düsteres, ausdrucksvolleres erstellen.  Schwarzweiß, was mit Bergen und Nebel. Das war mein erster Gedanken für das Projekt. Danach ging es dann auf die Suche nach geeigneten “Stock” Bildern. Fündig wurde ich dann bei der Plattform Deviantart, die auch sonst meine Quelle der Stockbilder, für meine digital Compositings, ist.

Das Bild ging eigentlich recht schnell. Berge bzw. Felsen freistellen und sie vorab in die richtige Position bringen. Für den Hintergrund verwendete ich zwei Wolkenbilder, die ich paar Tage vorher noch fotografiert habe. Diese legte ich dann übereinander und lies sie ineinanderkopieren. Da ich das Bild ja monochromatisch haben wollte, entsättigte ich das Ganze mit einer Schwarzweiß Einstellungsebene. Also Die Wolken wie auch die Felsen bzw. Berge.

Bei dem Turm wählte ich ein eigenes Stockbild, das ich vor paar Jahren in Geißlingen fotografiert habe. Der Turm wurde freigestellt und danach habe ich den unteren Bereich des Turms verlängert. Eine schnelle und einfache Methode ist dies, das man ein Stuck der Turmmauer mit dem Rechteckauswahlwerkzeug auswählt, diese dann kopiert und unten als separate Ebene an den Turm einfügt. Den Übergang maskiert man dann noch mit einem weichen Pinsel mit einer geringen Deckkraft. So kann man dann Schritt für Schritt den Übergang richtig hin modellieren.

Wenn die Felsen zu kurz sind oder wie es hier der Fall war, dass Bäume im Bild mit dabei waren, so kann man den Kopierstempel benutzen. Damit lässt sich auch eine Struktur auftragen, wenn z.B. das Bild schon selbst unscharfe Bereich sind, die nicht schön wirken. So könnt ihr auch ohne Probleme den Felsen auch verlängern. Wie schon oben genannt, maskiert ihr dann die Übergange aus, um so einen sauberen Übergang zu bekommen.

making of Mountain Tower
making of Mountain Tower

Die maskieren Technik wendete ich auch noch an den ganzen Kanten von dem Turm Felsen an, um so einen feineren Übergang in den Nebel zu schaffen. So integrieren sich die Objekte besser in den Hintergrund. Der Rest ist dann nur noch Dodge & Burn Technik, Kanten abdunkeln und mittels Einstellungsebenen den richtigen Kontrast einstellen.

Den Lichtkegel kann man mittels einer Füllfläche mit weißer Farbe, Bewegungsunschärfe und Gauscher Weichzeichner Filter erstellen. Diesen positioniert man dann so hin, wie es einem persönlich gefällt. Mit den Einstellungsebenen weiches Licht und strahlenden Licht kann man diesen Effekt noch verstärken. In meinem Bild habe ich den Lichtstrahl dupliziert und dann mit den Einstellungsebenen und mit der Deckkraft die Stärke des Lichts angepasst.

Zeitlich gesehen saß ich an dem Bild einen Abend lang. Es war jetzt auch kein aufwendiges digital Compositing, aber es war mal wieder etwas anderes. Viel Spaß mit euren Bildern, vielleicht konnte ich euch ein wenig für Eure Werke inspirieren.

digital Compositing- the Mountain Tower
digital Compositing- the Mountain Tower

Digitale Komposition: Nachts im Wald

Nachts im Wald sieht die Welt wieder anders aus. Man denkt es würde alles schlafen und ruhen aber weit gefehlt. Wenn die Dunkelheit hereinbricht erwacht, so erwacht der Wald in einem ganz anderen Form die man sonst so kennt. Wer vielleicht einmal Nachts tief im Wald unterwegs war, der hat vielleicht schon einmal Lichter in weiter Ferne gesehen? Sind es vielleicht  Kobolde?  Feen? oder gar Waldgeister die ihr Unwesen dort treiben? Nein es sind Schnecken die mit ihren Scheinwerfern sich den Weg über den Waldboden bahnen!

Natürlich ist das Quatsch was ich da schreibe. Es war nur die Idee die ich hinter dem neusten digitalen Compositing verfolgt habe. Vor kurzem habe ich eine Schnecke fotografiert und eines dieser Bilder als ein Stock-Bild  veröffentlicht. Dabei kam mir schon der Gedanke,  dieses Schnecken Bild selber für ein Projekt zu verwenden. Die anderen Bilder für das Projekt waren auch schnell zusammen gesucht. Ein Wald Hintergrund und ein Bild von einem  Pilz, fertig. Bei dem zusammenstellen der Bilder kam mir dann immer weitere Ideen, was ich machen möchte. Das ist bei mir immer so, dass sich die Ideen mit der Bearbeitung des Bildes mit entwickelt. Daher kann es auch sein, dass ich Vorstellungen die ich am Anfang hatte, wieder verwerfe und neue Ideen ausprobiere und integriere.

Aus einem eher psychodelischen Look ala Alice im Wunderland, dass ich am Anfang des Projektes geplant habe, entschied ich mich dann doch um. Das Ganze sollte eine Nachtszene ergeben mit dem Schwerpunkt der Illumination. In ein paar wenigen Schritten wandelte ich den Hintergrund, mittels Photoshop, in eine Nachtszene um. Dies geht wunderbar mittels einer Tonwert-, Schwarzweiß, und der Color Lookup Ebene. So kann man mit wenigen Handgriffen eine Tag-Szene in eine Nacht-Szene umwandeln. Das Folgende Bild zeigt den vorher und Nachher Unterschied.

Umwandlung von einer Tagszene in eine Nachtszene
Umwandlung von einer Tagszene in eine Nachtszene

Auf dieser Grundlage baute ich dann das gesamte Bild auf. Aus meiner eigenen Stockbilder Sammlung verwendete ich noch einen Pilz, welchen ich dann  freigestellt habe und in dem Bild platziere. Die Schnecke hatte ich schon vorher freigestellt und so konnte ich sie ohne weiteres auf dem Pilz in das Bild integrieren. Der Rest war dann nur noch Fleißarbeit. Masken verbessern, Farbeinstellungen vornehmen, Schatten und Schattierungen reinmalen um die Objekte in das Bild zu integrieren. Wer wissen will wie das geht, der kann gerne mal auf meinem YouTube Kanals vorbei schauen. Dort habe ich einige Videos zu diesem Thema produziert.

Als dies erledigte wurde habe ich die FX, also die Effekte, in das Bild hineingemalt. Wie ich schon erwähnte habe, kamen mir während der Bearbeitung,  verschiedenen Ideen zu dem Bild. Da das Projekt im Themenbereich Fantasie bzw. Surreales lag, entschied ich mich, dass die Schnecke Scheinwerfer bekommen sollte. Also malte ich diese in das Bild hinein. Bei dem Vorher Nachher Vergleich, kam mir eine andere Idee, dass man die Scheinwerfer auch an und aus schalten könnte. Daher bastelte ich dazu ein animiertes Gif, welches auch gut den Unterschied zeigt, wie gemaltes Licht auf das Bild wirken kann.

Animiertes Gif von den Scheinwerfern der Schnecke
Animiertes Gif von den Scheinwerfern der Schnecke

Manchmal muss auch sowas sein um nicht zu sehr verkrampft an der Arbeit zu sitzen. Ach ja, das Dach auf dem Schneckenhaus hatte ich auch noch drauf gesetzt, um dem Flair von Fantasie / Surrealem noch etwas mehr Ausdruck zu geben. Das eigentlich schwierigste an dem ganzen Bild, war das Dach. Dies richtig auf das Schneckenhaus zu setzen, so das es auch von der Flucht her passt, war doch etwas mühseliger als gedacht . Dem restlichen Schneckenhaus verpasste ich dann noch eine Steintextur, damit es doch etwas Struktur bekam. Die glatte Oberfläche von dem originalen Schneckenhaus sah dann mit dem Dach doch etwas komisch aus.  So wurde das Dach dann auch richtig richtig in das Bild integriert und der etwas komisch wirkenden Übergang verschwand. Wenn schon ein Haus dann ein richtiges aus Stein!

Der Rest war dann nur noch eine Effekt Sache wie Schattierung, D&B, Weichzeichner und vieles mehr, damit es dann den finalen Look bekam. An diesem digitalen Compositing saß ich ungefähr 8h-9h, über ein Wochenende verteilt. Wie ich schon im vorherigen Absatz geschrieben habe, war die größte Herausforderung, das Dach mit dem Fenster (was auch am meisten Zeit in Anspruch genommen hatte). Wenn euch das Bild gefallen hat, so könnt ich auch gerne mal meine andere digitalen Compositionen mit Photoshop, hier auf meinem Blog, anschauen. Zu guter Letzt gibt es natürlich noch das finale Resultat “Nachts im Wald” zu bewundern.

Digitale Kompositing: Nachts im Wald
Digitale Kompositing: Nachts im Wald

Photoshop Time – digital Compositing Winter

Es ist doch schon wieder eine Weile her, dass ich ein digital Compositing mit Photoshop erstellt habe. Aus diesem Grund wurde es doch mal wieder höchste Zeit mich an den Rechner zu setzen und ein neues digitales Bild zu erstellen. Momentan sieht es im fotografischen Bereich doch etwas mau. Es gibt nicht wirklich viele Motive und es regnet ständig.  Daher kann man diese Zeit nutzen um seine Bildbearbeitungsskills in Photoshop zu verbessern.

Passend zur der jetzigen Jahreszeit habe ich mich für ein Wintermotiv entschieden. Berge, Tannen und Schnee waren der Grundgedanke, den ich in dem Bild verarbeiten wollte. Manche machen sich skizzen wie was aussehen sollte, aber bei meinen Arbeiten habe ich die Vorstellung immer im Kopf. Ab und zu mache ich mir aber auch ein paar Skizzen, gerade dann wenn mehrere Motive mit in das Bild sollen. Allgemein kann ich aber empfehlen, dass ihr ein Scribble (Skizze) anfertigt. Es gibt euch eine grobe Vorstellung wie das Bild aussehen könnte, wo die Motive gesetzt werden, wie die Perspektive ist und wo das Licht herkommt. Wenn ihr einen Kundenauftrag habt, also keine freie Arbeit, so solltest ihr immer ein Scribble anfertigen. Denn so könnt ihr mit eurem Kunden besprechen wie etwas auszusehen hat und was von vornherein nicht gewünscht ist. So besteht auch nicht die Gefahr, dass man völlig andere Vorstellungen verfolgt als es gewünscht ist. Bei freien Arbeiten ist, wie schon geschrieben, es euch selber überlassen wie ihr das macht.

Die Verwendung von Stock Bilder

Für diese Arbeit, mit dem gewählten Titel “Winter”, habe ich auf der Deviantart Plattform nach Stock Bildern gesucht. Klar gibt es noch genug andere Stock Agenturen, bei denen ihr Bilder suchen könnt. Bei der Deviantart Community bin ich aber ein aktives Mitglied und habe dort auch einen Künstler Account wie auch einen Stock Account. Wenn ihr von solchen Plattformen oder Bilder Agenturen (z.B. Fotolia, Getty usw.) verwendet, so achtet auch auf die Regeln, Lizenzen und AGBs. Nicht das ihr irgendwelche Urheberrechte verletzt und gegebenenfalls abgemahnt werdet. Bei meinen verwendeten Bildern wurde ich bei sogenannte freie Bilder fündig. Das bedeutet, dass die Fotografen ihre Bilder frei zur Verfügung stellen, mit der Bedingung, dass man sie dann erwähnt und verlinkt.

Um das gleich mal vorweg zu nehmen, verweise ich an dieser Stelle den “Stock Use” auf meine Deviantart Seite mit dem Bild. Dort verweise ich auf die jeweiligen Fotografen und man kann dort auch die Stock Bilder finden, die ich für dieses Compositing verwendet habe.

Ein kurzes Wort zur Bearbeitung

So ein Bild, in diesem Stil, zu erstellen sollte eigentlich für jeden nicht die große Herausforderung darstellen. Wichtig ist nur, dass man weiß wie Bilder freistellt und maskiert werden. Wenn man dies beherrscht, so hat man bei digitalen Compositings schon mal einen wichtigen Teil geschafft. Wer das noch nicht kann oder gerne wissen möchte wie das funktioniert, der kann gerne meinen YouTube Kanal besuchen. Dort habe ich ein paar Video Tutorials zum Thema Bildbearbeitung hochgeladen. Ansonsten verwendetet ich für das Bild, in Photoshop, ein paar Pinsel (selber gemachte und in Photoshop vorhandene) und Einstellungsebenen. Zum finalisieren habe ich noch die NikCollection verwendet. Aber diese haben in diesem Bild eine eher untergeordnete Rolle gespielt. Diese wurden nur zur Feinjustierung der Farben und Sättigung eingesetzt. Die Bearbeitungszeit lag bei ca. 10h. Ganz genau habe ich nicht auf die Zeit geachtet, daher könnten es auch 1-2h mehr gewesen sein.

Wichtig ist nur das ihr sauber freistellt und am Ende auch nochmals reinzoomt und mögliche Bearbeitungsfehler verbessert. Die Übergänge sind immer die anfälligsten Fehlerquellen! Markiert dies am Besten mit einer markanten Farbe auf einer leeren Ebene. So könnt ich die Fehler auch noch später verbessern oder am anderen Tag. Ein kleiner aber sehr guter Tipp zum Schluss. Wenn ihr das Bild fertig habt, speichert es, geht vom Rechner weg, macht was anderes, lasst es ruhen. Schlaft eine Nacht darüber und schaut es dann wieder an! Es ist immer wieder fatal, wenn man stundenlang vor dem Rechner hockt und diese “Bildschirm-Blindheit” anfängt. Die Konzentration lässt nach, die objektive Sicht und ganz schnell kann es sein, dass man an dem Bild zuviel macht. Daher macht immer wieder eine Pause.

Das digital Compositing – Winter

Das meiste habe ich ja schon geschrieben und viel mehr fällt mir auch gerade nicht mehr ein, was ich noch dazu schreiben kann. Daher habe ich ein “Making of” Video erstellt, bei denen man die groben Einzelschritte sehen kann.

Zuguter Letzt gibt es noch das finale Bild, welches ich in einem 16:9 Format geschnitten habe. Wenn ihr mehr Bilder zum Thema digital Compositing sehen wollt, so schaut doch hier auf meinem Blog vorbei oder schaut doch bei meiner Facebook Seite die Alben an.

Winter digital Compositing mit Photoshop erstellt
Winter digital Compositing mit Photoshop erstellt

Nachtrag

Bei dem erstellen des “Making of” Videos fand ein Zwischenschritt  (bevor die Effekte reingemalt wurden) meine Beachtung. Diese Szene fand bzw. finde ich auch recht gut. Es wirkt natürlich anders als das fertige Bild, eher wie ein kalter, grauer Wintertag. Auch in seiner Weise atmosphärisch aber eben anders. Daher möchte ich diese Bild an dieser Stelle noch nachreichen. Jeder kann selbe entscheiden, welches von den beiden Bildern er nun besser findet. Meiner Meinung nach sind beide Bilder auf ihre Weise gut. Das eine dramatischer, das andere atmosphärischer. Man sieht hier an diesem Beispiel recht gut, wie gut man durch einfache Bildbearbeitung bzw. hinzufügen von Effekten, das Bild in seiner Bildsprache verändern kann.

 

Winter - ohne FX digital Compositing mit Photoshop
Winter – ohne FX digital Compositing mit Photoshop

 

Neujahr – im Nebelwald Kappelberg

Das Jahr 2015 ist so zu Ende gegangen, wie das neue Jahr 2016 begonnen hat. Eine Nebelsuppe mit unter 50m Sichtweite was ja nach Nebelwald Bildern förmlich schreit. Für Feuerwerks Aufnahmen war diese Situation also richtig bescheiden, man konnte gar nichts sehen. Die obligatorischen Feuerwerks-Bilder spare ich mir an dieser Stelle. Man kann getrost die alten Bilder anschauen, die ich hier auf meinem Blog schon veröffentliche. Die jetzigen Bilder werde ich als Stock Images dann zur Verfügung stellen, sobald die Seite hier umgebaut wurde.

Das neue Jahr war also geprägt von einem dichten Nebel. Eigentlich perfektes Wetter um Bilder zu machen. Aber mir kamen dann doch die ersten Zweifel ob man bei so einer Sichtweite überhaupt was fotografieren kann. Ein so dichter Nebel war schon lange nicht mehr und ich konnte auch nicht abschätzen, wie es dann im Wald sein wird. Nichtsdestotrotz habe ich mich doch noch entschieden, auf den Kappelberg zu fahren um im Wald zu fotografieren. Die Entscheidung doch zu gehen, habe ich dann definitiv nicht bereut.

Den Richtigen Zeitpunkt habe ich, zu meinem Glück, auch erwischt. Genau zu dem Zeitpunkt als ich oben auf dem Kappelberg war, riss eine Lücke im Nebel auf und die Sonne konnte so durchstrahlen. Wer meine Bilder schon kennt oder vielleicht selber schon einmal dieses Spektakel gesehen hat, der weiß wie toll dieses Naturereignis sein kann. Wenn die Sonnenstrahlen sich im Geäst der Bäume bricht und die Strahlen dann durch den Nebel scheinen. Dies erinnert mich immer wieder zurück an meine Anfänge der Fotografie, als ich damals genau so eine Situation auf dem Kappelberg erlebt habe.

Seit diesem Erlebnis, das ich damals natürlich auch fotografisch dokumentiert habe, freue ich mich jedes mal auf solche Situationen. Jeden Herbst und Winter, warte ich genau auf solche Situationen um diese zu fotografieren. Diesmal am Neujahrstag habe ich mich auch eher für Panorama Aufnahmen entscheiden. Der Grund ist der, dass man dadurch die ganze Licht- und Nebelstimmung im Wald besser einfangen kann. Mit normalem Weitwinkelobjektiven ist man dann doch etwas beschränkt, durch den Blickwinkel, des jeweils verwendeten Objektivs.

Wenn man in so einem Nebelwald fotografieren möchte, so gibt es aber auch immer einiges zu beachten. Dieses werde ich in meinem kommenden Buch “Fotografieren im Herbst” ausführlich beschreiben. Dieses E-Book kann man dann bei Amazon zu erwerben. Neben meine Erfahrungen gebe ich auch verschiedene Ideen weiter, was man alles im Herbst fotografieren kann. Der Schwerpunkt dieses Buch liegt dabei auf der Fotografie im Nebel. Das Buch wird in kürze erscheinen und werde es hier auf meinem Blog verkünden. Schaut doch einfach einmal wieder hier vorbei.

Auf meinem YouTube Kanal kann man noch einen Workshop von mir anschauen, wie man Panorama Aufnahmen mittels Adobe Photoshop zu einem Bild  zusammenfasst. Auch auf die Bearbeitung, also Entzerrung des Bildes, gehe ich in diesem Workshop genau darauf ein.

 

Das Jahr 2015 – Ein Rückblick

Heute ist der 30.12.2015 und morgen ist der letzte Tag in diesem Jahr 2015.

Milchstraße bei 28mm Brennweite
Milchstraße bei 28mm Brennweite

Daher ist es doch Zeit, rückblickend auf das Jahr zu schauen, was alles bei mir so los war. Dieses Jahr habe ich vermutlich die meisten Aufnahmen, seit ich fotografiere, gemacht. Grund dafür ist, dass ich mit der Astrofotografie angefangen habe. Das Deep Sky Stacking Verfahren hat doch etwas mehr Bilder gekostet als ich gedacht habe. Aber nicht desto trotz werde ich auch im kommenden Jahr vermehrt auf die Astrofotografie setzen.

Dieses Thema interessiert mich doch sehr und ich will endlich einmal die Andromeda Galaxie fotografieren. Leider hatte ich diese Jahr, mit dem Teleobjektiv, etwas weit verfehlt…. Aber dafür ich konnte noch einen Teil der Milchstraße fotografieren.

Blutmond Zenit Phase
Blutmond Zenit Phase

Aber nicht nur Galaxien, Sternenhaufen oder die Milchstraße stand dieses Jahr auf den Programm, nein diese Jahr hatte es im Bereich der Astrofotografie in sich. So gab es im Frühjahr eine partielle Sonnenfinsternis, einen Blutmond, einen blauen Mond und sogar einen seltenen Weihnachtsmond. Man sieht, dass der Mond im Jahr 2015 eine zentrale Rolle gespielt hat. Natürlich habe ich dies alles fotografisch dokumentiert und ihr könnt gerne die Bilder auf meinen Blog anschauen.

Aber nicht nur die Astrofotografie war diese Jahr ein Schwerpunkt meiner Fotografie, nein, denn dieses Jahr habe ich zum ersten mal einen Steinkauz gesichtet. Dieser wurde dann, mit gebührenden Abstand, auch fotografiert. Die meisten Bilder werden aber noch im kommenden Jahr veröffentlicht auf meinem neuen Projekt  https://naturbilder-magazin.de. Diese Seite werde ich zusammen mit meinem Fotografen Kollegen Matthias Gröner betreiben. Dort werden wir ausführlichere Artikel zu verschiedenen Themen rund um das Thema Naturfotografie veröffentlichen.

Wer meine Herbstbilder kennt und auch mal wissen will, wie man solche Bilder fotografiert und was man alles beachten muss, der kann sich freuen. Ab nächsten Jahr (2016) werde ich ein E-Book auf Amazon mit dem Titel “Fotografieren im Herbst” veröffentlichen. Dort gebe ich wichtige Tipps und Tricks auf was man alles achten muss, wenn man im Herbst fotografieren möchte. Der Schwerpunkt diese Buches liegt dann im Bereich der Nebelfotografie, welches auch den größten Teil des Buches einnehmen wird. Zudem gibt es am Ende zwei Workshops, wie man seine Bilder mit Photoshop bearbeiten kann und wie man ein Makro Fokus-Stack erstellt. Mehr Informationen findet man dann unter fotografie.training , aber die Seite befindet sich momentan auch noch im Aufbau. Von daher bitte ich noch um etwas Geduld.

Aber um noch einmal rekapitulierend auf das vergangen Jahr  2015 einzugehen, würde ich einfach sagen Bilder sagen mehr als Worte und daher werde an dieser Stelle noch ein paar meiner “Best of 2015” nun posten. In diesem Sinne wünsche ich allen ein hoffentlich gutes Jahr 2016!

Herr der Ringe Fan Art – Totensümpfe

Letztes Jahr hatte ich ein Fan Art Projekt  im Bereich des Herr der Ringe Universums gestartet. Dies blieb in den letzten Monaten auf der Strecke, da ich zeitlich mit anderen Dingen beschäftigt war. Inspiriert durch einen kleinen Flecken, den es an dem Fluss Rems bei Waiblingen gibt, kam ich auf den Gedanken, die Totensümpfe als Fan-Art Vorlage zu verwenden.

Es war in der Gesamtkonzeption  doch etwas schwerer als Anfangs gedacht, so eine Sumpflandschaft zu gestallten. Wie soll die  Vegetation aussehen und wie der Weg, den die Hobbits genommen haben, hat mich doch die meiste Zeit an dem Bild gekostet. Gegen Ende ging es dann recht flott.Zudem kamen mir och sehr viele Ideen, was ich noch alles mit in das Bild integrieren könnte.

So habe ich noch Details wie die Kerzen, eine Elben “Sumpf”-Leiche und ein Crebain  in das Bild mit eingebaut. Dies verstärkte die Bildstimmung und die dort herrschende Atmosphäre der Totensümpfe. Die Details sind mit Absicht eher  unscharf gehalten, weil ich zwei Dinge mit dem Bild realisieren wollte. Ersten die schon genannte Atmosphäre in dem Sumpf und zweitens einen stilistischen malerischen Look.

Herr der Ringe Fanart - Totensümpfe
Herr der Ringe Fan-Art – Totensümpfe

Bei dem Nebel hatte ich sehr lange überlegt wie ich diesen umsetzen sollte. im Prinzip wollte ich Nebelschwaden und kein dichten Nebel wo man etwas sieht. Wenn, sollte es eine Mischen zwischen beiden sein. Daher sind einige Layer an Nebeleffekten für das Bild hinzugefügt worden. Ansonsten wurden die üblichen Filter angewendet, die ich sonst in meine anderen Bildern verwendet habe.

Die Bearbeitungszeit lag ungefähr bei 6-8h. So genau habe ich bei diesem Bild nicht auf die Uhr geschaut, da ich diese auf mehrer Tage verteilt bearbeitet habe. Den Schnitt habe ich auf ein 2:3 Format beschränkt, da es ursprünglicher im 16:9 Format war. Das 2:3 Format wirkt doch mit dem Weg, auf der linken Seite, etwas besser, als mit dem anderen Format. Zum Schluss möchte ich euch noch das Ausgangsbild zeigen, das ich unten an der Rems aufgenommen hatte.

Ausgangsbild - Totensümpfe Herr der Ringe Fan Art Projekt
Ausgangsbild – Totensümpfe Herr der Ringe Fan Art Projekt
Herr der Ringe Fanart - Totensümpfe - Breitbild
Herr der Ringe Fanart – Totensümpfe – Breitbild

 

Matte Painting – Das vergessene Königreich

Mein erstes Matte Painting Projekt an der Küste,  hatte ich Ende Februar, Anfang März fertiggestellt und veröffentlicht. Um jetzt nicht wieder lange zu warten, bis ich ein weiteres Matte Painting Projekt zu beginnen, war das nächste schon in Planung. Dieses sollte sich auch in dem Bereich Fantasy bewegen und eine Bergige Landschaft beinhalten. Die Idee schwirrte mir schon lange in meinem Hinterkopf herum und so entschied ich mich jetzt dieses endlich zu manifestieren und mittels Photoshop zu verwirklichen.

Das Konzept war schnell erstellt und ich fand auch, für die Landschaft, sehr schnell die notwendigen Stock Bildern bei  http://burtn.deviantart.com/. Dieser Fotograf bietet einfach sehr tolle Landschaftsaufnahmen von den Alpen an, in einer sehr guten Qualität. Die Bilder konnte ich auch schon in einem anderen Compositing verwenden, wie zum Beispiel bei dem Projekt “Caradhras Pass – Photoshop Fanart Composing“.

Aus dem Nähkästchen geplaudert: Matte Painting Techniken bei dem Bild

Da ich nicht wirklich der große Fan von Speedart Videos bin, erkläre ich meine Techniken lieber mit Schritt für Schritt Beispielen oder gebe einzelne Tipps, wie ich meine Matte Painting Bilder erstelle. Bei dem Hintergrund habe ich zwei gleiche Bilder genommen und diese dann einfach gespiegelt. das sieht man deutlich, wenn man bei der Burg den Berg mal genauer anschaut.

das vergessene Königreich Fantasy Matte Painting
Ausschnitt für die Spiegelung des Landschaftsbild | Matte Painting

Dadurch hatte ich zwei Effekte zu gleich. Auf  der einen Seite konnte ich kurzerhand das Landschaftsbild in der Breite zu vergrößern, ohne jetzt mehr einzelne Landschaftsbilder mit in das Bild einzufügen. Auf der andere Seite konnte ich diese angedeuteten Gesichter, in der Steinformation, als doppelter Wasserfall verwenden. Das verleiht dem Gazen einen gewissen Fantasy “Touch”, den ich bei diesem Matte Painting Projekt mehr in den Vordergrund stellen wollte.

Ansonsten sind wieder alle Techniken zum Einsatz gekommen, die man auch von meinem anderen Projekten her kennt. Der Hintergrund und der Himmel sollte man immer voneinander trennen und freistellen. Damit tut man sich wirklich einen großen Gefallen bei der weiteren Bearbeitung. Der Himmel lässt dich dann auch sehr einfach durch dramatischere Wolken ersetzen oder man malt einen Sonnenuntergang hinein. Man  kann die Berge besser zueinander composen, farblich besser anpassen und vieles mehr.  Folgendes Beispiel soll auch dne Vorteil zeigen, den man hat, wenn man einen Hintergrund und Himmel hat. Bei diesem  Bild habe ich eine Mondfotografie, von meinen eigenen Stock Bildern (die als Photoshop Brush gibt), hinein gesetzt. Wenn man jetzt die Mond Ebene in Photoshop unter die freigestellten Berge zieht und über die Himmel Ebene, so erspart man sich mühevolles maskieren des Mondes, damit dieser in die Landschaft bzw sauber in das Bild passt.

Daher sollte man (als weiterer Tipp) darauf achten, alle Ebenenmasken zu behalten. Gerade dann, wenn man etwas mühselig frei gestellt hat. Das Grundprinzip für nicht destruktives Arbeiten! Wenn man alle Ebenen in Photoshop z.B. mit dem Tastaturkurzbefehl STRG + Alt + Shift und E als eine Ebenen zusammenfügt, verstößt man gegen diese Grundprinzip. Das Resulatur ist, dass all die Freistell-Arbeit umsonst war . Also sollte man währen der Compositing Phase, immer nicht destruktiv arbeiten. Am Ende, wenn man das Bild soweit fertig hat und es finalisieren möchte, kann man dann die “Ebenen zusammenfügen Methode” ohne weiters verwenden. In dieser Phase der Bildbearbeitung arbeite ich genau so und fasse alle Ebnen zu einer zusammen. Nur sollte man sich sicher sein, nichts mehr verändern zu wollen.

Daher als letzte Tipp von mir. Wenn man die Phase der Komposition fertig hat, dann sollte man diese, separat als PDS Datei, speichern. Weiter arbeitet man dann mit einer neuen Datei, in derer alle Ebenen als eine Ebene zusammengefügt sind. Wenn man dann noch merken sollte, dass man doch noch etwas ändern möchte, so ist nicht alles kaputt und verloren. Man kann schnell den Fehler korrigieren oder Änderungen an dem Bild vornehmen. So erspart man sich viel Frust und fängt nicht wieder von vorne an.

Ein paar letzte Worte zu diesem Matte Painting Projekt

Projekte können sich während ihrer Bearbeitungsphase doch immer wieder ändern. Sei es, der Kunde will doch etwas anderes, oder man merkt, dass die Lichtstimmung doch nicht so passend ist. Es wird sicherlich immer einen Punkt geben, bei dem man was an seinem Bild verändern muss oder möchte. Daher ist es immer wichtig, dass man sich am Anfang ein Konzept überlegt, so dass man eine Art Grundgerüst hat, mit der man arbeiten kann. Effekte wie Lichtstimmung und Effekte würde ich eh immer am Ende eines Compositings hineinmalen, wenn alles steht. Die Position der Lichtquelle würde ich schon in der Anfangsphase der Konzeption mit rein machen. So tut man sich später beim malen der Effekte wie zum Beispiel der Schatten einfacher.

Ansonsten sollte man immer auf die Perspektive achten, schauen ob die Schatten passen und ob sich die ganzen Objekte und Personen in das Bild intigrieren. Es gibt immer wieder Bilder, die ich sehe, wo dies nicht der Fall ist. Personen die einfach nur ausgeschnitten wurden und ohne weitere Bearbeitung in das Bild hinein gesetzt wurden. Man vergibt seinen Bild dadurch so viel an Potential, wenn man dieses nicht richtig umsetzt. Ach die Lichter und Schatten spielen oft eine große Rolle, wenn man diese vernachlässigt. Es muss nicht immer Perfekt sein, aber sollte man sich doch etwas mühe geben dieses zu beachten. Ihr belohnt euch selber damit, wenn ihr das Richtig macht! Auf meinem YouTube Kanal geben ich immer wieder ein paar Tipps und Tricks zu diesem Thema. Schaut doch einfach mal vorbei und wenn ihr es mögt, abonniert mich doch. Würde mich sehr freuen.

das vergessene Königreich Fantasy Matte Painting mit Photoshop erstelltFantasy Matte Painting Projekt – das vergessene Königreich
das vergessene Königreich Fantasy Matte Painting mit Photoshop erstellt

 

Stock Use zu Das vergessene Königreich

Bat Brushes radroachmeat http://radroachmeat.deviantart.com/art/Bat-Brushes-88731192

all Landscapes-, Rocks-, Waterfall-Stockpictures by burnt http://burtn.deviantart.com/

Person by Faestock http://faestock.deviantart.com/art/Rhian7-469834226

Mont Saint-Michel IV by http://somadjinn.deviantart.com/http://www.deviantart.com/users/outgoing…

Bat Brushes radroachmeat http://radroachmeat.deviantart.com/art/Bat-Brushes-88731192

Moon and Sky von mir selbst http://at-stock.deviantart.com/

Matte Painting – An der Küste

Matte Painting wollte ich schon immer mal probieren. Einige Photoshop Compositings hatte ich ja schon erstellt, aber so ein richtiges Matte Painting schob ich immer vor mir her. Nach nun gut drei konsumierten Video Trainings zu diesem Thema, setze ich mich nun endlich mal hin und versuchte so ein Bild mit Photoshop zu erstellen.

Die Idee hinter dem Matte Painting Projekt

Nicht nur der Wille ist wichtig um ein Bild zu erstellen, sondern auch die Idee und auch die richtigen Stock Ressourcen dafür. Am schwersten finde ich immer, für eine Idee die richtigen Bilder zu finden. Meine Vorgehensweise dabei diese, dass ich mir erst ein grobes Konzept erarbeite und danach mir verschiedene Stock Bilder anschaue. Während des durchschauen bastel ich mir dann gedanklich die Szene zusammen. Klar sollte man sich auch vorher ein Thema ausdenken. Ob man nun Themen aus den Kategorien Dark Art, Science Fiktion, Fantasy usw. nimmt,  es gibt genug Bereiche die man dann für sein Matte Painting Projekt benutzen kann. Für mein Projekt hatte ich mich für den Bereich Fantasy und Mittelalter entschieden.

Ganz klassisch und kitschig, hatte ich mir grob eine Szene am Meer überlegt, mit einer tiefstehender Sonne. Wer sich jetzt fragt, ob dies nun eine aufgehende oder untergehende Sonne ist, der soll es einfach seiner Fantasie überlassen. Auf alle Fälle sollte viel weiches und helles Licht die Szene beleuchten.

Die Techniken hinter dem Matte Painting Projekt

Wer die Erklärung auf Wikipedia zu dem Matte Painting gelesen hat, der weiß ja jetzt um was für eine Technik es hier nun geht. Im Prinzip ist es nichts anders als ein Compositing, wie man es sonst so kennt. Der Unterschied ist aber in  der Verwendung und in der Darstellung. Matte Painting Bilder nimmt man  für Hintergrunds Szenen wie zum Beispiel bei Filmen oder wie auch bei Kinoplakaten. Bei Filmen setzt man man oft ein, wie bei der Blue Screen oder Green Screen Technik wo in den “gemalten” Hintergrund beispielsweise Menschen integriert werden. Also im Prinzip ist alles gleich (zu einem Compositing), nur der Verwendungszweck ist manchmal doch ein anderer.

Für diese Projekt habe ich mir, wie bei meinen anderen Compositings auch, verschiedene Stock Bilder heraus gesucht. Meine Wahl, wo ich gerne Bilder heraussuche, fiel auf die Seiten CGTextures und natürlich Deviantart. Bei Deviantart bin ich selber selber als Stock Image Provider aktiv und ein Blick auf meine Seite wär sicherlich nicht falsch. Wenn man alle Bilder gefunden hat, sollte man diese in einen eigens angelegten Ordner hinein verschieben, so dass man ein gute Übersicht hat, was man alles vielleicht verwenden möchte. Danach geht die Standard Prozedur weiter. Die Bilder in Photoshop laden, freistellen, ein großes leeres Dokument in Photoshop erstellen und dann die einzelnen Stock Bilder zu einem Werk zusammenführen. Im Prinzip eigentlich ganz einfach.

Die Tücken bei einer Matte Painting Composition der einzelnen Bildern

Die Tücken liegen in den Details. Man muss also immer aufpassen, dass

  • die Perspektive und Proportionen stimmen
  • Lichter und Schatten korrekt gesetzt sind
  • die Übergange der einzelnen Bilder sauber gestaltet sind
  • sich keine Texturen sich offensichtlich wiederholen

Daher sollte man sich gleich am Anfang einen Plan machen und genau festlegen, woher das Licht kommt. Fluchtlinien helfen dabei einem sehr gut, um   die Perspektive  der einzelnen Elemente korrekt dar stellen zu können. Diese zeichnet  man am Besten auf eine leere Ebene und diese positioniert man immer ganz oben von den einzelnen Ebenen in Photoshop. Mit dem Augen Symbol kann man immer wieder diese Ebene einblenden und wieder ausblenden lassen, So kann man immer wieder kontrollieren, ob die Perspektive noch stimmt.

Die korrekte Perspektive zu finden, ist in manchen Fällen immer eine kleine Herausforderung und man kann sich sehr schnell vertun. Daher sollte man auch mal das Bild ruhen lassen und später nochmals drauf schauen, ob es wirklich passt. Falls dann was nicht stimmt, kann man es immer noch korrigieren. Man wird nach einer gewissen Zeit einfach Blind für sowas und verliert den Überblick. Man starrt zu lange auf den Monitor die Augen werden zu sehr angestrengt und dann lässt auch die Konzentration nach. Daher sind Pause zwischen den Arbeiten sehr zu empfehlen.

Die Verwendung von Dodge ‘n Burn ist auch ein gutes Mittel um Lichter und Schatten besser steuern zu können. Mit dieser Methode kann man doch recht schnell und einfach Schatten erzeugen oder eine gewisse Plastizität durch Helligkeit und Tiefe erzeugen. Wer schon Beauty Retusche kennt, der wird auch sicherlich mit der Dodge ‘n Burn Technik vertraut sein. Im Prinzip kann man diese Technik in jedem Bild (auch Fotografien) einsetzen und die Tiefen und Lichter besser zu gestallten.

Eine Retusche sollte man auch immer dann einsetzen wenn gewisse Dinge schnell korrigiert werden sollen, als wenn man das über eine Ebenen Maske erreichen könnte. In diesem Projekt habe ich auch bereich retuschiert, die mich gestört haben. Bei der Brücke gab es zum Beispiel Treppen die ich entfernt habe, weil sie nicht in das Bild hinein gepasst haben. Dafür habe ich eine leere Ebene genommen und das Stempel Werkzeug. Eigentlich war das Stempel Werkzeug nicht wirklich meine erste Wahl, wenn es um das Retuschieren geht, aber gerade bei Texturen (die Turmmauer) eignet sich diese Werkzeug sehr gut. Bei dem Stempelwerkzeug sollte man aber aufpassen, dass man keine ständige Wiederholungen in den Texturen bekommt. Daher sollte man immer einen anderen Bereichen mit aufnehmen, den man klonen will. Eine unregelmäßige Textur wirkt natürlicher als ein sich ständig wiederholendes Muster.

Um die Übergänge der einzelnen Bilder sauber hin zubekommen, empfiehlt sich es sich als aller erstes, die verwendeten Stock Bildern erstmals sauber frei zu stellen. Man erspart sich dann sehr viel Mühe und Nacharbeitung um saubere Kanten hin zu bekommen. Der Rest sollte man dann mittels Ebenen Maske so überblenden, das es einen harmonischen Übergang gibt. Auf meinem YouTube Kanal zeige ich in verschiedenen Tutorials, wie man solche Techniken in Photoshop anwendet. Schaut einfach mal hinein und abonniert mich doch, es werden noch weiter Themen zum Thema Bildbearbeitung erscheinen.

FX – Die Effekte beim Matte Painting

Nichts geht über spektakuläre Effekte. Sei es im Film oder auf Bildern. Es muss immer einen “AHA” Effekt geben um eine Wirkung in dem Bild zu erzeugen (oder auch Film). Was wäre Star Wars ohne Special Effekts? Genau langweilig. Was wäre ein Sonnenuntergang ohne die ganzen Farben? Wenn nur der gelbe Feuerball (wissenschaftlich auch genannt Sonne oder Sol) nur einfach so untergeht? Genau auch langweilig!  Daher sollte man doch immer schauen, eine gewisse Stimmung in das Bild hinein zu bekommen. Wie macht man Besten eine Stimmung? Logisch, mit Licht und Schatten. Daher sollte man sich schon vorab für sein Projekt überlegen, was man nun machen will.  Man sollte sich  vorab schon einen Plan machen,  indem man zum Beispiel festlegt, ob man vielleicht einen Sonnenaufgang will,  normales Tageslicht, eine Abendstimmung oder eine Vollmondnacht darstellen möchte. Damit bekommt ihr einfach eine bessere Vorstellung was ich da genau machen wollt. Aber glaubt mir, man entscheidet sich oft noch währen der Bearbeitung um. Das macht aber nichts, wenn es am Ende dann  besser ausschaut, dann macht ändert es einfach anders.

Die Effekte macht man Besten immer am Schluss, genau dann wenn man auch all die Farbanpassung des Bildes vornimmt. Damit erreicht ihr eine Bessere Abstimmung der jeweiligen Farben. Bei meinem Bild habe ich die Sonne im letzten Bearbeitungsblock reingemalt. Nachdem ich im Vorfeld schon festgelegt habe, wie der Lichteinfall nun sein wird, konnte ich auch dann auch die verschiedenen Tonwerte richtig an anpassen. Also die Töne abdunkeln die im Schatten liegen und  die aufhellen die im Licht sind. So könnt ihr auch euer Bild recht gut “steuern” und den Betrachter auf eine Szene lenken. Was hell ist wird vom Auge eher wahr genommen, als das was im Schatten liegt. Als kleiner Tipp von mir. Wenn mann Schatten erzeugt sollte man auf einen weichen Verlauf schauen, denn dies fügt sich immer besser in ein Bild ein, als wenn man harten Kanten hat und nur reines Schwarz als Schatten.

Dynamik – verhilft dem Matte Painting Bild zu einer gewissen Lebendigkeit

Als ich mit dem Composting und dem ganzen Effekten fertig war, stand ich vor einem Problem. Das Bild fühlte sich nicht wirklich lebendig an, es fehlte einfach die Dynamik. Bei manchen Bildern kann man diese zum Beispiel mit einer Bewegungsunschärfe an einem Objekt kompensieren oder wenn man eine Person mit in das Bild bringt.  Die erste Überlegung war diese, ein Schiff links von dem Schloss zu platzieren. Das Grundsätzliche Problem war dieses, ein geeignetes Schiff zu finden. Nachdem ich ein Bild gefunden hatte und dieses um Test in das Bild platzierte, hatte ich diese Idee sofort wieder verworfen. Das Schiff wirkte jetzt nicht wirklich so toll und es war auch es hat nicht in die Szene gepasst. Dann kam mit die Idee, dass man ja an der Küste ist. Was gibt es an der Küste? Genau, Vögel! Lösung gefunden – Problem gelöst. Die Vögel haben dem Bild die nötige Dynamik verliehen, die ich noch darin haben wollte. Die Vögel waren ein  Photoshop Brush und haben sich daher auch sehr schnell in das Bild integrieren lassen, ohne freistellen oder Anpassung der Farben. Manchmal kann eine Lösung doch sehr einfach sein. Man muss einfach nur in die Szene hineindenken und überlegen was es dort alles geben kann. Ein gewisser Grad von Fantasie und Kreativität gehört einfach bei solchen Bildern dazu.

Wie heißt es so schön? Übung macht den Meister. Genau das muss man immer wieder verinnerlichen. Mit meinem ersten Matte Painting Projekt bin ich eigentlich so recht zu frieden. Es gibt paar Dinge die mich noch stören, gerade im Bereich Perspektive und in der Anpassung der einzelnen Bildern. Aber dies ist alles nur eine Übungssache. Man muss es einfach nur probieren und auch ausprobieren. Rückschläge gibt es immer und wenn es nicht passt, sollte man auch keine Scheu davor haben, ein Bild nicht zu verwenden. Vielleicht findet man noch andere Bilder die besser passen. In diesem Sinne, viel Spaß bei euren Matte Painting Projekten!

Die Küste – Matte Painting
Die Küste – Matte Painting

Folgende Bilder Ressourcen wurden dafür benutzt:
Flesen: CGTextures http://www.cgtextures.com/
Meer und Hintergrund: simboreshttp://simbores.deviantart.com/art/Peace-501389184
Wolken, Wellen im Wasse, hinterer Schlossturm: vom Marleeensche http://malleni-stock.deviantart.com/
Brücke: HermitCrabStock http://hermitcrabstock.deviantart.com/…/Medieval-bridge-Pon…
Vögel Brushset: thiselectricheart http://www.deviantart.com/art/Bird-Brushes-28021187
Schloss: von meinem Stock Archive
Rest mit Photoshop reingesudelt.

 

Photoshop Compositing – Der Seelenwanderer

Wieder einmal ist Photoshop Compositing Zeit angesagt. Vor ein paar Wochen hatte ich bei einem Nutzer von Deviantart, ein Stock Bild entdeckt. Dies war eine Figur die wohl mittels 3D Technik erstellt wurde. Gleich kamen mir viele Ideen, wie ich diese Figur bearbeiten und in welche Szene ich sie setzen könnte. Der Erste Gedanke war eine Szene aus Dantes Inferno darzustellen oder etwas aus der Griechischen Mythologie, wie den Fährmann im Hades.

Der Grundgedanke behielt ich aber trotz allem bei, aber ich entschied mich doch eher für ein düsteres Szenario. Ich wollte mehr Lichteffekte in dieses digitale Photoshop Compositing mit einbringen. Im Prinzip war alles nicht so schwer wie gedacht. Die Effekte haben sich einfach mit Photoshop eigenen Werkzeugen herstellen lassen. Dies war auch der eigentliche Schwerpunkt für dieses Photoshop Compositing, diverse Effekte mit Photoshop zu erstellen. Wer an ein Paar Tipps und Ticks zum Thema Photoshop interessiert ist, der kann auch gerne mal auf meinem YouTube Kanal gehen sich dort mal meine Videos zu diesem Thema anschauen.

Das Bild entstand in einem Zeitraum von ca. 5-6h wobei die meiste Zeit bei den ganzen Effekten drauf ging. Wie es einmal so ist, probiert man doch verschiedene Ideen mal aus, ändert das eine und andere. Wichtig ist nur das man am Ende zu frieden mit dem Werk ist. Einen Tipp am Rande möchte ich euch noch hier mitgeben. Probiert einfach mal verschiedene Format aus. Hochkant oder Querkant, 2:3 oder 4:10 Formate, probiert es einfach mal aus. Bei diesem Bild wollte ich erst ein Hochkant Format nehmen. Aber dann gefiel mir der Boden nicht mehr so recht, weil es einen zu harten Kontrast zu dem Gesamtbild gab. Daher probierte ich, wie oben in diesem Abschnitt schon beschrieben, verschiedene Formate aus und landete dann bei einem 2:3 Hochkant Format. Also wenn ihr mal unzufrieden seid mit dem Resultat eures digitalen Photoshop Compositing, dann probiert es mal mit diesem Tipp.

Der Wanderer
Der Wanderer
Der Wanderer vorher nachher
Der Wanderer vorher nachher

Stockbilder:

Figur: http://roys-art.deviantart.com/

Hintergrund: http://at-stock.deviantart.com/

Der Rest mit Photoshop erstellt und digital gemalt.

Lohnt es sich alte Bilder neu zu bearbeiten ?

Die Frage ob sich es lohnt, seine alten Bilder neu zu überarbeiten, ist eine Frage die man sich doch irgendwann mal stellen sollte. Für mich war es eigentlich der Zeitpunkt gekommen, wo ich meinen Blog hier auf Vordermann bringen wollte. Grund dafür war das Google Speedpage Tool gemeckert hatte, dass meine Bilder zu groß wären und nicht für das Internet optimiert wären. Also habe ich mir kurzerhand alle Bilder von meinem Server herunter geladen und diese mal mir genauer angeschaut. Was mich doch erstaut hat war dies, dass es doch über 8000 Bilder sind, die auf meinem Server liegen. Faszinierend war da mein erster Gedanke, was sich für eine erstaunliche Menge im Laufe der Zeit so ansammelt.

Alte Bilder sollte man ruhig wieder anschauen

Bei der Durchsicht der Bildern habe ich einige Dinge bei der Bearbeitung bemerkt, die mich heute doch sehr stören. Konkret meine ich, wie ich die Bilder in RAW entwickelt und anschließend in Photoshop bearbeitet hatte. Sei es, dass das Bild zum Beispiel zu übersättigt war, zu dunkel oder die optimale Schärfe gefehlt hat. Daher hab ich mir kurzerhand den Entschluss gefasst, die ganzen Bilder zu überarbeiten und diese gleich für die Darstellung für das Web zu optimieren.

Über die Jahre hinweg verbessern sich nicht nur die Programme die man nutzt, sondern auch (hoffentlich) die Technik um Bilder zu bearbeiten. Falls nicht, sollte man doch mal ein bisschen Zeit investieren und ein paar Tipps und Trick im Internet suchen, Bücher zu kaufen oder Lern-Videos zu erwerben. Die Auswahl an Lernmaterial war noch nie so groß, wie auch das Angebot an den unterschiedlichen Medialen Plattformen. Auch ich habe einen YouTube Kanal erstellt, wo ich mein Know zu dem Thema Bildbearbeitung und Fotografie den Leuten teile. Wer Interesse hat, der kann doch vorbei schauen und darf mich gerne abonnieren. Man sollte daher seine Chance nutzen und so seine Fähigkeiten verbessern.

Aber nun zurück zum eigentlichen Thema. Ja, es lohnt sich wenn man seine alten Bilder nochmals anschaut und sich einfach nochmals dran setzt um diese zu bearbeiten. Man wird erstaunt sein, wie man anders an ein Bild herangeht und dieses dann bearbeite. Für den größten Teil meiner Bilder, die ich hier auf dem Blog veröffentlicht habe und die ich optimiere, nutze ich die Nik Collection speziell den Viveza Filter. Mit diesem lassen sich, ähnlich wie mit Camera Raw, die verschiedenen Tonwerte optimieren. Zum Nachschärfen der Bilder benutze ich noch den “Unscharf Maskieren” Filter, da dieser nicht so starkt auf das Bild wirkt, wie andere Schärfefilter. Manche Bilder erfordern eher eine intensivere Bearbeitung und dazu greife ich dann immer auf die Original RAW Datei zurück. Gerade im Bereich von Personen Fotografie, bearbeit ich diese Bilder von Grund auf neu. Wenn man viel Beauty Retusche geübt hat, lohnt es sich diese Bilder neu zu bearbeiten.

Grundsätzliche Überlegung: Was stört mich an den alten Bildern?

Daher möchte ich an dieser Stelle mal zeigen, wie ich vor gut 2 1/2 Jahren ein Bild bearbeitet habe und wie ich heute nun an die Sache gehe. Im Bereich Beauty Retusche bin ich noch nicht der Profi und mir fehlt da auch einfach die die Übung. Wer meine Bilder kennt weiß, das mein Schwerpunkt eher im anderen Fotografischen Bereich liegt. Aber trotzdem ist es ein Teilbereich, den ich mit in meinem fotografischen Portfolio integriert habe.

Shooting-Swaantje
Shooting-Swaantje

Das Bild ist die Version die ich 2013 bearbeitet und so veröffentlicht hatte. Nach dem durchschauen der Ganzen Bilder, empfand ich die Ganze Serie, als unpassend entwickelt und bearbeitet. Viel zu viele gesättigte Farben, zu viel Kontrast, zu viele Flecken durch die Dodg  and Burn Technik, keine Strukturen mehr im Gesicht. Das obere Bild ist das erste, welches ich dann von Grund auf neu bearbeitet hatte. Also also nahm ich die Original RAW Datei und setzt alle Werte auf Standard. Nach der optimalen Einstellung, wurde das Bild dann weiter in Photoshop bearbeitet. Frequenztrennung, Dodge and Burn,Stilisierung Aktion für die Haare, Gradation Kurven, Weichzeichnungsfilter und fertig war die neue Retusche. Natürlich noch etwas scharf gezeichnet mit dem Unscharf Maskieren filter um die richtig Schärfe in die Aufnahme zu bekommen. Das Ganze dauerte ca. 1 1/2h was recht ist für eine Bildretusche.

Vergleich RAW Aufnahme mit retuschiertem Bild von Swaantje
Vergleich RAW Aufnahme mit retuschiertem Bild von Swaantje

 

Shooting mit Swaantje im Kurpark Bad Cannstatt
neu retuschiertes Bild 2015

Man kann sich jetzt streiten welches nun besser oder schlechter ausschaut. Fakt ist aber, dass mehr Details durch die neue Bearbeitung heraus gearbeitet wurde und es kam weniger Weichzeichner zum Einsatz. Das Bild soll auch nur als Beispiel dienen, was man alles besser machen könnte oder einfach anders. Man kann die Bearbeitung des linken Bildes von 2013 eher dem “Glamour, Fashion ” Look zu ordnen und das aktuelle einer normalen Personen Retusche. Im Endeffekt muss es euch gefallen und euren Kunden, für den ihr die Bilder gemacht habt.  Aktuell  gehe ich immer mehr dazu über, das ich Bilder von Personen natürlicher bearbeite, als ich es früher gemacht habe. Für mich hat eine total weich gezeichnete Haut, ohne Struktur, einfach nichts mehr mit der Natürlichkeit zu tun und verfälscht einfach die wirkliche Sicht auf die Person. Deswegen hatte ich mich auch dazu entschieden, dass Bild von der Swaantje neu zu retuschieren. Man sieht aber auch, wie stark man mit Photoshop Bilder beeinflussen kann. Es ist immer wieder genial zu sehen, wie einfach man die Menschliche Wahrnehmung mit einfachen Methoden, beeinflussen kann.

Fazit

Es lohnt sich immer mal seine alten Bilder mal anzuschauen und sie mal auf zu polieren. Mit der Zeit bekommt man doch immer mehr ein besseres Gefühl für ein Bild, wie man es besser bearbeiten kann. Manchmal hilft es auch einem, wenn man es einfach mal ruhen lässt und dann wieder darauf schaut um es endgültig zu finalisieren. Man muss oder sollte die Zeit schon investieren um seine alten Bilder nochmals einen optimalen Schliff zu verleihen. Niemand ist perfekt und man lernt auch nie aus. Also probiert es doch einfach einmal aus!