Uracher Wasserfall und Hohenurach im Winter

Der Winter ist nun endlich da und dies bedeutet, dass frostige Temperaturen und  Schnee dominieren die Landschaft. Die bedeutet, das  es  das perfekte Wetter ist, um raus zu gehen und im Winter zu fotografieren. Mein Plan war es, den gefrorenen Uracher Wasserfall bei Bad Urach zu fotografieren.  Im meinem letzten Blog Eintrag, hatte ich ja schon einige Tipps und Tricks zum Thema fotografieren im Winter aufgeschrieben. In diesem Beitrag kann man nachlesen, auf was man alles achten sollte, wenn man bei Schnee und Eis fotografiert.

Gerade ein Mikrofaser Tuch kann Goldwert sein. Dieses kam jetzt am Uracher Wasserfall doch öfters zum Einsatz als ich gedacht hatte. Nicht nur wegen dem Spritzwasser von dem Wasserfall, das war ich ja schon gewohnt, sondern weil sich zusätzlich meine Linse sehr schnell beschlagen hatte. Mein eigener Atmen war Schuld an dieser Miesere.

Aufnahme mit beschlagener Linse
Aufnahme mit beschlagener Linse

Zudem hatte ich dies noch recht spät bemerkt und wunderte mich Anfangs über etwas komische Aufnahmen, die dann entstanden sind. Diese sahen dann eher wie Nebelbilder unter 50m Sichtweite aus. Auf dem Bild sieht man so eine Aufnahme.  Zuerst dachte ich an eine Überbelichtung aber die Tonwertkurve war ok. Erst danach bemerkte ich, dass sich die Linse  beschlagen hatte. Passiert leider im Winter. Also sollte man sich im Hinterkopf immer behalten, die Linse vor jeder Aufnahme kurz zu kontrollieren oder einfach so nochmals zur Sicherheit darüberwischen.

Für die Winterbilder habe ich mir , wie Anfangs schon geschrieben, den Uracher Wasserfall ausgesucht. Diesen hatte ich zwar schön öfters fotografiert, aber nicht im Winter. Auf verschiedenen Seiten im Internet sah ich schon, wie dieser zu dieser Jahreszeit aussehen kann. Im letzten Winter hatte ich den Zeitpunkt verpasst, diesen gefroren fotografieren zu können. Dieses Jahr war das Zeitfenster auch wieder sehr knapp bemessen, da es wieder einmal nur kurz Minusgrade hat. Jeder weiß, das Wasser seine Zeit braucht um zu gefrieren. So ist es auch bei fließendem Wasser, dass es doch einen längeren Zeitraum braucht, bis es zufiert und sich Eis und Eiszapfen bilden können. Das heißt soviel, das man nicht sofort losziehen um solche Eis-Kaskaden fotografieren zu können. Nein, es braucht dann doch noch einen gewissen Zeitraum bis sich diese Eisstrukturen sich bilden. Wenn es anhaltender Forst gibt, so dürfte es vielleicht schon nach einer Woche die ersten Strukturen sich bilden. Die ist aber auch immer immer Lage- und Gebietsabhängig.

Wenn man die Geduld aufbringen kann, das Wetter mitspielt und auch den richtigen Zeitpunkt erwischt, so sollte eigentlich nichts mehr im Weg stehen um solche Bilder zu fertigen. Ok, man braucht dann noch so einen Wasserfall oder so gefrorene Wasserkaskaden. Aber da muss man entweder das Glück haben, in der Nähe zu wohnen oder doch sich auf den Weg machen dort hinzufahren wo es so etwas gibt.

Uracher Wasserfall im Winter

Bei meinen Bildern vom Uracher Wasserfall habe ich mich für eine Langzeitbelichtung entschieden. Da im Gegensatz zum Herbst (als ich 2015 dort war) diesmal mehr Wasser floss und der Wasserfall nicht ganz gefroren war, entschied ich mich für diese Methode. Sie lässt das Wasser einfach weicher aussehen und es ergibt eine schönere Bildwirkung. Für die Langzeitbelichtung habe ich meinen bewährten und oft benutzen Haida PRO II MC ND3.0 1000x Filter benutzt. Durch den Schnee war es sogar möglich unter 30sek zu belichten. Dieser hat , trotz bewölktem Himmel genügen Licht reflektiert, so dass ich ohne weiteres auch über den LiveView scharf stellen konnte (bei den meisten Aufnahmen). Normalerweise ist das nicht unbedingt der Fall, wenn ich mit diesem Filter Bilder mache. Aber man lernt ja nie aus und es war dann auch bequemer. So musste ich nicht immer den Filter abschrauben, scharfstellen, wieder auf das Objektiv drauf schrauben und hoffen, dass sich nicht der Fokus verstellt hat.

Natürlich wurden wieder für die Bilder ein stabiles Stativ  und ein Kabelauslöser verwendet. Dies sollte einfach selbstverständlich sein, dass wenn man solche Langzeitbelichtungs Aufnahmen macht,  man  auch das richtige Equipment verwendet. Als Objektiv habe ich das Standard Zoom Canon 18-55mm STM verwendet, das ganz ok ist. Es hat zwar seine Schwächen in der Abbildungsleistung, aber man kann trotzdem gut damit arbeiten. Nachteilig ist der Crop Faktor, den man bei eine ASP-C Kamera im Weitwinkel Bereich hat.  So kommt man umgerechnet auf das Kleinbild Format auf eine Brennweite (bei 18mm) von ca. 28mm. Mit so etwas muss man leben oder man kauft sich eine anderes Objektiv oder eine Vollformat Kamera. Die Qual der Wahl sozusagen. Aber nun zu den Bildern von dem gefrorenen Uracher Wasserfall.  Aufgenommen im Winter 20.01. 2016 bei Bad Urach.

Burgruine Hohenurach

Nachdem die Bilder von dem Uracher Wasserfall gefertigt wurden, entschied ich mich noch für einen Abstecher zur Ruine Hohenurach. Diese war in den vergangen Jahren immer wieder geplant, aber Zeitlich reichte es nie. Denn der Weg ging immer vom Gütersteiner Wasserfall über das Hochplateau der schwäbischen Alb hinunter zum Uracher Wasserfall. Da ich diese mal den Gütersteiner Wasserfall ausgelassen hatte (es war doch recht glatt), war also genug Zeit für einen Abstecher auf die Ruine Hohenurach. Dort hatte ich ja schon früher einige Bilder gemacht, aber auch noch nie im Winter. Der Aufstieg im Schnee war doch recht mühselig und forderte doch etwas mehr an Kondition als ich dachte. Die Mühe hatte sich dennoch gelohnt, es gab einen tollen Ausblick auf den Rutschen, den Uracher Wasserfall und auf die Stadt Bad Urach.

Die Ruine ist momentan teilweise gesperrt, denn  sie wird instant gehalten. Der Forst schadet dem Gemäuer und daher besteht die Gefahr, dass sich Teile der Mauer lösen können. Dies ist nicht nur eine Gefahr für Wanderer und Besucher der Ruine, sondern würde auch einen weiteren Verfall dieser bedeuten. Daher sieht man auch auf meinen Bilder die “Baustellen” auf der Ruine. Bei diesen Bildern habe ich mich für Panorama Aufnahmen entscheiden. Diese geben einfach den besten Überblick in der Ruine selbst und  natürlich von der Ruine in die Umgebende Landschaft. Als kleine Spielerei habe ich noch mittels Photoshop Bad Urach als Miniatur Welt dargestellt. Dies geht ja recht schnell mit dem Tilt-Shift Filter in Photoshop.

Makro Objektiv vs. normales Objektiv – Ein Vergleich der beiden Objektiven bei der Makrofotografie

Vor ein paar Tagen war ich wieder einmal im Wald  unterwegs um herbstliche Bilder zu fotografieren. Eigentlich wollte ich Nebelbilder fotografieren, aber da war ich dann doch etwas zu spät dran. Der Nebel hatte sich schon weitgehend verzogen. Aber trotzdem fand ich doch noch ein paar andere Dinge, die ich fotografieren konnte. Denn diesmal fand ich doch etwas mehr Pilze als in den letzten Wochen. Das Problem war nur dieses, dass ich vergessen hatte mein Makroobjektiv mit ein zupacken.

Normalerweise habe ich immer alle Arten von Objektiven mit auf meinen Foto-touren. Doch diesmal wollte ich doch Gewicht sparen und mich rein auf die Landschaftsfotografie konzentrieren. Man sieht, die Natur ist unberechenbar und daher sollte immer dafür ausgerüstet sein. Es kommt öfters anders als man denkt. Aber alles kein Problem, denn ich hatte ja noch mein Zoom und mein Teleobjektiv mit dabei.

Mit dem Canon EF-S 18-55 STM  (KIT Objektiv) hatte ich bis jetzt noch keine Nahaufnahmen gemacht. Also dachte ich, dass ich die Aufnahmen mit diesem probieren sollte. Zudem war die gegebene Situation doch etwas ungeschickter um das Teleobjektiv zu verwenden. Wer meinen Blog schon kennt der weiß, dass ich  ja schon öfters mit diesem Objektiv Pilze fotografiert habe. Das Kit Objektiv hat zudem ja auch  einen Makro Bereich und von daher probierte ich das einfach einmal aus.

Um es gleich von Vorne weg zu nehmen, ich bin mit der Abbildungsleistung dieses Objektiv nicht zu frieden. Es ist ok, aber es gibt doch deutlich bessere Objektive. Für den Preis, ist aber ok, was es leistet und zum Filmen ist es auch völlig in Ordnung. Nur das man wirklich keine Spitzenqualität erwarten. Dies hat sich dann auch in den Nahaufnahmen bestätigt.

Die Problematik ist nicht unbedingt die Schärfe, die ich eh durch das Fokus Stacking Verfahren verbessert habe, nein es geht um das Bokeh. Also um den  Hintergrund. Als ich die Bilder erst mal durchgeschaut hatte, staunte ich nicht schlecht. Wenn man von dem Makro verwöhnt ist oder von den Teleobjektiv Aufnahmen, dann fehlen einem erst einmal die Worte. Der Hintergrund ist nicht schön weich gezeichnet oder  besser gesagt weich verzeichnet, nein es schaut eher aus wie ein harter, rauschender Pixelbrei. Man erkennt einfach  dadurch, die  geringere Abbildungsleistung des Kit Objektivs, im direkten Vergleich zu einem Makro Objektiv.

Pilz Makro Aufnahme mit dem Kit Objektiv.
Pilz Makro Aufnahme mit dem Kit Objektiv.

Ok, man kann bei dem Bild sagen, dass dieser nicht im Telebereich fotografiert wurde und es dadurch zu diesen Hintergrund kam. Wenn man aber trotzdem in einer 100 Prozentigen Ansicht das Bild anschaut, so erkennt man doch den “härteren” Hintergrund. Dies würde auch bei einer 55mm Telestellung genau so der Fall sein. Die Pilze an sich sind relativ  gut und scharf abgebildet. Vergleicht man aber das Bild mit einem Makro Objektiv, so sieht man schon deutlich den Unterschied in der Abbildungsleistung.

Pilz Focus Stack
Der direkte Vergleich mit einem Makro Objektiv

Der Hintergrund ist deutlich feiner und weicher als mit der Aufnahme von dem Kit Objektiv. Die nachfolgenden Bildern zeigen noch einmal im Detail den Unterschied zwischen den beiden Objektiven und dessen Abbildungsleistung im Nahbereich.

Vergrößerung der Makroaufnahme mit dem Kit Objektiv.
Vergrößerung der Makroaufnahme mit dem Kit Objektiv.
Vergrößerung der Makroaufnahme mit dem Makro-Objektiv.
Vergrößerung der Makroaufnahme mit dem Makro-Objektiv.

 

Auf der linken Seite sieht man einen vergrößerten Bildausschnitt einer Aufnahme, die mit dem Kit Objektiv erstellt wurde. Man sieht in der Vergrößerung nun deutlich, wie unschön das Bokeh ist. Vergleicht man dies jetzt mit der rechten Aufnahme, die mit einem Makro Objektiv erstellt wurde, so kann man doch einen weicheren Hintergrund erkennen.

Die Vorteile eines Makro Objektivs gegenüber eines Zoom liegen eigentlich auf der Hand. Dies sind:

  • Lichtstärker
  • besitzt eine höhere Abbildungsleistung
  • deutlich bessere Schärfe
  • feineres Bokeh
  • höherer Abbildungsmaßstab
  • geringere Naheinstellungsgrenze

Es sollte ja auch klar sein, das ein Makro Objektiv für Nahaufnahmen konstruiert wurde. Zoom Objektive sind dann doch die Allrounder, die viel können aber doch keine Experten sind. In der Not kann man aber trotzdem Bilder damit machen. Nur sollte man keine hohen Qualitätsansprüche, wie bei einem Makro Objektiv, haben. Man muss eben diese Abstriche doch in Kauf nehmen. Mit etwas Aufwand lässt sich aber so ein Hintergrund auch noch bearbeiten und weicher zeichnen. Wenn man dies getan hat, so kann man auch noch eine gute Aufnahme als Resultat heraus bekommen. Doch sollte man hier doch sehr sorgfältig arbeiten um so ein zufriedenstellendes Resultat zu erhalten.

Ein weich gezeichneter Hintergrund kann die Bildqualität noch deutlich verbessern und die harten Pixeln verschwinden lassen.
Ein weich gezeichneter Hintergrund kann die Bildqualität noch deutlich verbessern und die harten Pixeln verschwinden lassen.

 

 

Blauer Mond 2015

Zwei mal Vollmond im selben Monat? Ja dieses Ereignis wird blauer Mond genannt. Dies ist aber eher selten und kommt nur alle paar Jahre mal wieder vor. Dieses Jahr war es am 31 Juli 2015 wieder soweit, dass neben dem offiziellen Vollmond 2 Juli 2015 auch es einen zweiten gab. Das nächste mal kann man dieses seltene Ereignis erst am Januar 2018 wieder betrachten.

Mir persönlich war dieses Ereignis bis jetzt nicht bekannt. Zudem hatte ich auch nie wirklich darauf geachtet, dass es es zwei mal in einem Monat es zu einer Vollmondphase kommen kann. Im August 2012 gab es die letzte  Phase wo man einen  so genanten blauen Mond (Blue Moon im Englischen) sehen kann.

Man sollte aber jetzt bitte nicht denken, das der Mond blau erscheint. Es gibt zwar einen Blutmond, wo der Mond dann auch in einem richtig satten rot scheint, aber blau wird er nicht.

Die Bezeichnung Blauer Mond kommt aus dem englischen Sprachraum das im Jahr 1528 erste mal schriftlich erwähnt wurde und beschreibt ein sehr selten auftretendes Ereignis. Es gab also noch keine direkt Verbindung zu dem heutigen Gebrauch diese Begriffes.  Erst im 19 Jahrhundert wurde dieses Sprachgebrauch in Verbindung mit diesem Ereignis gebracht.

Wer mehr darüber lesen möchte der kann mal einen Blick auf diesen Wikipedia Artikel werden. Dort steht alles kompakt geschrieben, wie es zu dem Namen Blue Moon (Blauer Mond)  kam und die Mathematische Berechnung für die aufrentende Häufigkeit dieses Ereignisses.

Auf der Seite der-mond.org kann man sich auch nähre Informationen zu diesem Thema einholen. Vor allem wird dort ein Kalender gezeigt, wann es einen Blauen Mond bis in Jahr 2039 zu sehen gibt.

Bei meinen Aufnahmen hatte ich doch etwas Glück, da sich ein Wolkenband am Horizont breit gemacht hatte. Die Aufgehende Phase konnte ich dadurch nicht fotografieren. Erst gegen 21:30 drängte sich der Mond durch die Wolken durch, so das  man ihn doch noch fotografieren konnte. Der positive Nebeneffekt war der, das der Vollmond dank den Wolken viel mystischer wirkte. So konnte ich dann doch mal wieder eine sehr stimmungsvolle Aufnahme des Monds machen.

Eine weitere Aufnahme wurde mittels Photoshop in eine Schwarz Weiß Aufnahme umgewandelt und diese dazu noch etwas bearbeitet. Dieses Bild geht doch mehr in Richtung Dark Art, was ich auch schon lange nicht mehr gemacht habe.

Blauer Mond 2015

Blauer Mond 2015

Blauer Mond Dark Art
Blauer Mond Dark Art – Bearbeitet mit Photoshop

Die Trauerschwäne am Neckar

Am Neckar gibt es ein Brutpaar von Trauerschwäne, also schwarze Schwäne, die eigentlich hier in Deutschland gar nicht vorkommen. Meine Recherche ergab, dass es sich um aus der Gefangenschaft entflohene Tier handelt, die Ursprünglich nur in Australien lebten. Insgesamt gibt es wohl ca. 50 Brutpaare, die in ganz Deutschland verstreut leben. Weiter Informationen könnt ihr auf dem Wikipedia Artikel “Trauerschwan” nachlesen.

Da ich ja schon öfters Schwäne fotografiert habe und Tierfotografie zu meinem festen Portfolio in der Fotografie gehört, machte ich mich auf die Suche nach diesen Trauerschwäne. Nach einer Weile suchen fand ich dann diese Schwäne, Fluss abwärts schwimmend. Was mich doch recht verwunderte war, dass die Schwäne sofort an das Ufer kamen, als sie mich und meiner Begleitung gesehen hatten. Sie waren doch recht zutraulich und hatten wenig scheu, was auf der einen Seite toll war. Auf der anderen, könnte dies auch recht schnell zu ihrem Verhängnis werden. Nichts desto trotz waren sie recht friedlich und entspannt, nur das Männchen plusterte sich gegen Ende mal etwas auf. Bis auf meinen Daumen, der wohl mit Futter verwechselt wurde, passierte mit diesen Tieren nichts. Also perfekt zum fotografieren!

Leider war das Licht mehr als bescheiden…dicker Hochnebel. Blitzen wollte ich nicht, einfach um den Tieren nicht zu schaden oder sie zu erschrecken. Daher habe ich mich für höhere ISO Werte entscheiden zwischen ISO 800-1000. Den Qualitätsverlust nahm ich in kauf (bzw. sollte das meine Canon 70D abkönnen), da ich das Canon EF 70-300mm für die Aufnahmen verwendete und ich auch eine dementsprechende Belichtungszeit brauchte um eine Bewegungsunschärfe zu vermeiden. Gerade bei Tieren ist es einfach wichtig, das man diese Regel (1/Brennweite) * Cropfaktor   = Belichtungszeit doch einhalten sollte. Tiere sind keine Modelle und in der Regel bewegen sie sich genau dann, wenn man den Auslöser drückt…

Trotz allem gab es wie erwartet einige Bilder an Ausschuss, aber trotzdem konnte ich doch noch ein paar Aufnahmen verwenden. Es war ein tolles Erlebnis diese Trauerschwäne so nah sehen zu dürfen/können. Zwar kannte ich das schon von Schwänen, die mich sogar recht nah an ihre Jungtiere heran gelassen hatten, aber das war im Stuttgarter Schlossgarten. Die Tiere sind dort an Menschen eher gewohnt, als jetzt in freier Wildbahn. Zudem, die weißen Schwäne kennt ja schon jeder, da sind doch solche Exoten wie die Trauerschwäne eine willkommene Abwechslung, vor allem für Fotografen.

 

Der Herbst – Nebel

Der Herbst ist da und auch die Zeit, in der Nebel wieder die morgendliche Landschaft flutet. Dieses Naturspektakel mag ich am Herbst am Liebsten, gerade wenn sich die Bäume verfärbt haben. So ein Herbstwald im Nebel kann unterschiedlicher nicht sein. Entweder man hat richtig dichten Nebel, mit einer sehr geringen Sichtweite oder man sieht die Sonnenstrahlen, die durch den Nebel strahlen. Genau so ein Ereignis war der Antrieb für mich, mit die Fotografie zu intensivieren und mich weiter damit zu beschäftigen. Das Spannende daran ist, das man nie das selbe vorfinden wird. Egal ob es ein Tag später ist oder ein Jahr später, es ergibt sich immer neue Konstellationen. Man kann fast schon sagen, dass es eine Art “Jagdtrieb” geworden ist, solche Aufnahmen im Herbst zu erstellen.

Natürlich ist alles von dem Wetter abhängig und  das Glück spielt  eine entscheidende Rolle bei der ganzen Sache. Erst vor kurzem harrte ich fast eine Stunde im Wald aus, um eine Aufnahmen von Sonnenstrahlen durch den Nebel scheinen zu machen. Anfangs war ich mir schon Siegessicher, das dies auch passieren würde. Das Ende vom Lied war aber, dass der Nebel sich einfach so verzogen hatte. Im Herbst 2013 war es sogar so, dass es so gut wie keinen Nebel gab und ich die Bilder erst im Dezember machen konnte. Ab und zu gibt es auch mitten im Dezember Nebeltage, die man dafür nutzen kann. Dies kann auch sehr spannend wirken, wenn die Bäume ihre Blätter verloren haben und nur die kahlen Äste im dichten Nebel schemenhaft zu sehen sind.

Ein kleiner Tipp zum fotografieren

Man sollte daher immer auf das Wetter achten und schauen ob ggf. eine Unwetterwarnung vom deutschen Wetterdienst, für sein Landkreis, heraus gegeben wurde. Die Besten Aufnahmen entstehen entweder bei Sonnenaufgang bzw. kurz vor der Mittagszeit oder bei Sonnenuntergang. Zu diesem Zeitpunkt ist das Licht auch nicht zu hart und der Nebel hält sich in den Tälern und in den Hängen bzw. Wäldern. Man sollte auch, wie immer bei der Fotografie auch, Zeit mit einplanen. Man hat zum Beispiel bei den Bildern im Wald, wo die Sonnenstrahlen durch den Nebel strahlen, ein recht beschränktes Zeitfenster von ca. 30 min. Daher sollte man Zeit einplanen für den Aufbaue und die Einstellung und sich eine Route überlegen. Mein Tipp ist es zu erst in Richtung Süd-West zu fotografieren und sich dann Richtung Norden bewegen. Man folgt also dem Sonnenverlauf und fotografiert dann immer in Richtung der Sonne.

Hier möchte ich euch eine Zusammenfassung bzw. Auswahl meiner Nebel Bilder zeigen, die ich im Laufe der Jahre im Herbst bzw. auch im Winter fotografiert habe. Die ersten Nebelbilder, die unten zu sehen sind, wurden am 3.10.2014  auf dem Kappelberg bei Fellbach aufgenommen. Diese zwei Bilder sind meine aktuellsten Fotografien aus dem Herbst 2014.

Herbst 2014

 

Herbst & Winter 2013-2014

 

Herbst 2012 und davor

 

Im Nebelwald – Timelapse Video

Endlich hatte es geklappt und ich konnte ein Timelapse Video erstellen, wie die Sonne durch den Nebelwald scheint und dieses mystische Landschaftsbild erzeugt. Die letzte Sequenz der Aufnahme ist mir etwas zu kurz geraten, da ich doch die Bilder-Anzahl, mit der tatsächlichen Länge unterschätz habe bzw. die Wirkung der Länge dieser Sequenz. Im Nachhinein hätte sie deutlich länger ausfallen können.

Das Timelapse Video besteht aus  445 Einzelbildern die im RAW Format aufgenommen wurde . Die Bildern wurden dann in das JPG Format exportiert,  mit Photoshop PS 6  bearbeitet und mit 23FPS als 720p Video gerendert. Aufgenommen wurden die Bilder auf dem Kappelberg bei Fellbach am 12.12.2013.

Als nächstes werde ich mal den Video eine musikalische (selbst komponiert) Klangnote versehen, damit die Wirkung der bewegten Bildsprache besser zur Geltung kommt.

Weitere Timelapse Videos von mir, findet ihr hier unter diesem link oder auf meinem Youtube Channel.

zur blauen Stunde am Max Eyth See

Eigentlich wollte ich gestern am Max Eyth See eine Timelapse von dem Sonnenuntergang machen.  Aber gestern lief etwas schief bei der Aufnahme, so das es jetzt nur für eine Aufnahme zur “blauen Stunde” gereicht hat.

Aufname vom Max Eyth See in Stuttgart nach Sonnenuntergang zur blauen Stunde
Aufname vom Max Eyth See in Stuttgart nach Sonnenuntergang zur blauen Stunde

 

Pilz – Makro Bild Stacking

Heute habe ich zum ersten mal ein Makro Foto im Stacking verfahren fotografiert. Aus 11 Einzelbildern habe ich dann ein per Photoshop freistellen lassen.

So ein Makro Bild ist recht simpel, wenn man verschiedene Dinge beachtet und etwas Zeit und Geduld bei der Aufnahme mit bringt. Herausgekommen ist nun ein Makro mit einer guten und selbst bestimmten Tiefenschärfe.

Wie man so ein Focus oder Makro Stacking erstellt, beschreibe ich in meinen Workshop:Focus Stacking mit Photoshop

Pilz - Makro Aufnahme mit Hilfe des Stacking Verfahrens.
Pilz – Makro Aufnahme mit Hilfe des Stacking Verfahrens.

Das Eichhörnchen im Spätsommer

Am Wochenende machte ich mich mal wieder auf die Jagd nach Eichhörnchen (also mit der Kamera!). Leider sind die Kleinen zur Zeit etwas “scheu” und es war recht schwer sie mal richtig vor die Linse zu bekommen. Durch die schlechten Lichtverhältnisse und die ständige “ich bin lieber im Schatten und im Gegenlicht” Situation, machten viele Aufnahmen unbrauchbar. Ein Paar Bilder sind trotzdem etwas geworden. Zum Einsatz kam das Canon EF 70-300mm 4-5.6 USM L Teleobjektiv. Die Aufnahmen entstanden auf dem Pragfriedhof Stuttgart und dem Hoppenlaufriedhof in Stuttgart.

Neben hier vorgestellten Bilder Galerie “Eichhörnchen im Spätsommer” findet ihr noch weitere Bilder von Eichhörnchen, hier auf meinem Blog.

Wespenspinne

Zufällig habe ich heute eine weibliche Wespenspinne (Argiope bruennichi) entdeckt. Leider hatte ich nur das 50mm Objektiv dabei aber habe trotzdem versucht das Beste draus zu machen.

Hier sind die Aufnahmen von dieser tollen Radnetz-Spinne.