Motive die man im Frühling fotografieren kann

Der Frühling beginnt laut Kalender am 20.3.  wenn die Tag und Nacht gleiche ist. Dies ist der Zeitpunkt,  wenn  der Tag genau so lang ist wie die Nacht. Man kann sich dann allmählich von dem Winter verabschieden und sich auf die neuen vielen Motive freuen, die man wieder fotografieren kann. Jede Jahreszeit bietet ihre eigen Motive bzw. hat ihre Reize, aber der Frühling ist neben dem Herbst eines der farbenprächtigen Zeiten. Die ganzen Pflanzen wie Blumen und Bäume beginnen in den unterschiedlichsten Farben zu blühen. Es ähnelt ja schon einen Wettbewerb, in welcher Pracht die verschiedenen Pflanzen leuchten um Insekten für die Bestäubung anzulocken. Bei den Tieren ist die Winterruhe vorüber, das heißt die Tiere werden wieder aktiver und die anderen kehren wieder aus ihrem Winterquartier zurück. Für jeden Natur und Tierfotografen eine sehr tolle Zeit um all die verschiedenen Impressionen festhalten zu können.

Die Zeit zwischen Februar und März ist meines Erachtens immer wieder eine fotografische Durststrecke. Wenn ich auf mein Bilderarchive blicke, bestätigt sich das auch immer wieder aufs neuste. Diese Zeit bietet in der Natur die wenigsten Motive und durch das kalte, nasse Wetter ist man doch eher unmotivierter hinaus zu gehen um welche zu suchen. Dies soll jetzt nicht heißen, dass es gar keine Motive gibt die man fotografieren könnte, doch sind sie eher rarer. Im März fängt es allmählich an, dass die Natur so langsam erwacht. Aus diesem Grund möchte ich jetzt ein paar Tipps zu den Motiven geben, die man im Frühling fotografieren kann und welches Objektiv dafür geeignet ist.

Bäume, Blumen,  Blüten

Fotografieren bedeutet auch oftmals kreativ zu sein und man sollte sich seine  Bild Kompositionen gut überlegen. Einfaches “knipsen” kann jeder und wirkt auch für die meisten eher langweilig. Denn dann kommt dieser Effekt zum Vorschein, das man dies ja schon zu oft gesehen hat und die Bilder nicht wirklich Beachtung finden, wenn man sie veröffentlicht. So sollte man, wenn man die ersten Blumen fotografiert darauf achten, dass man eine andere Perspektive einnimmt. Gerade Motive wie Schneeglöckchen,Krokus oder Osterglocken wirken von oben nach unten Fotografiert nicht wirklich spannend.  Meine Empfehlung ist diese, dass man diese Motive einfach von einem anderen Blickwinkel fotografierten sollte. Nicht wie schon erwähnt schräg von oben herab, sondern eher tief und flach, so dass man auf einer

Krokus im Frühling - die ersten Blüten
Krokus im Frühling – die ersten Blüten

horizontalen Linie zu den diese Blumen bzw. Blüten ist. Die Bildwirkung ist dadurch eine ganz andere und diese wirkt für den Betrachter wieder ganz anders  Für die Aufnahmen kann man entweder ein Makro Objektiv verwenden oder ein Teleobjektiv  verwenden, um so die Blumen von dem Hintergrund besser freistellen zu können. Experimentierfreudige können aber auch zu einem Weitwinkel Objektiv greifen und sich so mal austoben. Für solche Aufnahmen gibt es eigentlich keine Einschränkungen. Es kommt darauf an wie experimentier Freudig und kreativ man selber ist.

Aber nicht nur Blumen sind die ersten Frühjahrs-Motive sondern auch die ersten Blüten von  Bäumen wie Schlehen oder Kirsche. Auch hier kann man seiner eigenen Kreativität freien Lauf lassen. Ob man mit einem Weitwinkelobjektiv den ganzen Baum in die Bildszene setzen möchte (Landschaftsfotografie) oder nur die Blüte mit einer Nahaufnahme (Makrofotografie) ablichten möchte, es sollte für jeden etwas dabei sein.

Rapsfeld mit freigestelltem Hintergrund. Einzelne Wolken geben dem Hintergrund eine Dynamik
Beispiel Rapsfeld mit freigestelltem Hintergrund. Einzelne Wolken geben dem Hintergrund eine  zusätzliche Dynamik

Meine Empfehlung für Bäume ist diese, dass man sich einen schönen sonnigen Tag heraussucht, weil durch das Blau in dem Himmel sich die Blüten der Bäume besser hervorheben. Vereinzelte Wolken bieten ebenso ein gutes Hintergrundmotiv, wobei diese dann nicht mit dem Baum schneiden sollte. Die Blüten würden durch den hohen Weissanteil der Wolken an Kontrast verlieren und sich nicht mehr von Hintergrund hervorheben. Gerde in der Landschaftsfotografie ist es wichtig das man einen guten Kontrast zu dem fotografierten Objekt und dem Hintergrund erhält. Zudem empfiehlt sich auch der Einsatz eines Polfilters um den Hintergrund und die Farben Kontrastreicher darstellen zu können.

Empfohlene Objektive für Bäume, Blumen, Blüte

  • Teleobjektiv
  • Makroobjektiv
  • Weitwinkel

Tiere, Insekten, Amphibien

Auch Tiere bzw. auch die Insekten erwachen nun aus ihrem Winterschlaf/ Winterruhe und Zugvögel kehren wieder aus ihrem Winterquartier zurück. So langsam füllt sich wieder die Flora und Fauna und man findet neben den ersten Blumen auch schon Insekten wie Bienen und Schmetterlinge, die den Nektar sammeln. Aber so richtig los geht es dann, wenn dann alles blüht. Daher sollte bzw. muss man sich doch etwas gedulden bis man diese Motive fotografieren kann. Bei den Schmetterlingen dauert es im Allgemeinen eh  immer etwas länger, bis die meisten wieder aus dem Süden zurück gekommen sind. Die ersten sind eigentlich fast immer die Zitronenfalter, die man herumflattern sieht. Kurz danach kommen dann nach und nach auch die restlichen Falter.

Aber nicht nur Insekten kann man im Frühjahr fotografieren, sondern auch Jungtiere. Gerade im Frühjahr gibt es immer viel Nachwuchs. Sei es bei Ziegen, Schafen, Pferde, Eseln oder auch Vögeln, die Liste kann man

erster Graugänse Nachwuchs Frühling 2016 am Max Eyth See Stuttgart
Graugänse Nachwuchs im Frühling

noch weiter führen. Anfang Mitte April gibt es den ersten Graugänse Nachwuchs. Diesen fotografiere ich seit seit ein paar Jahren immer im Frühjahr. Das Gute daran ist, dass die Tiere(an dem Ort wo ich sie immer fotografiere) an Menschen gewöhnt sind und man daher doch etwas näher an sie heran kann. Natürlich sollte man Allgemein immer einen gebührenden Abstand einhalten und die Eltern nicht in unnötige Panik versetzen. Denn dies kann sich auch schnell in Aggressionen umschlagen, denn die Eltern verteidigen ihren Nachwuchs. Ein Teleobjektiv mit einer höheren Brennweite, ist in diesem Fall immer die Bessere und vernünftigere Wahl.

Erdkröten Paarung im Frühling
Erdkröten Paarung im Frühling

Im Frühjahr ist auch Laichzeit, sprich die Amphibien gehen auf Wanderschaft. Daher ist die Chance gut, Kröten, Frösche, Salamander zu sehen und diese dann abzulichten. Auch hier kann man zum Beispiel eine Nahaufnahme von dem Laich machen, oder von den Kröten die Huckepack durch die Landschaft hüpfen oder im Teich schwimmen. Aber hier sollte man darauf achten die Tiere nicht zu stören oder gar auf sie drauf zu treten.

Empfohlene Objektive für Tiere, Insekten, Amphibien

  • Teleobjektiv
  • Makroobjektiv

Weiter unzählige Ideen die man mit Frühling verbinden kann

Wer kreativ ist, der findet sicherlich noch unzählige andere Ideen, die er zum fotografieren verwenden kann. Zu Ostern könnte man eine Bildkomposition mit Ostereiern oder einem “Osterhasen” erstellen oder man geht raus in die Natur und macht ein normales Fotoshooting mit einem Model. Es wird sich sicherlich die eine oder andere Idee geben, die man umsetzen kann. Allgemein sollte aber auch darauf achten, das man seine Ausrüstung stehts trocken und sauber hält. Der Frühling ist alles andere als ein schöner, warmer Frühjahrstag. Es gibt oft verschiedene Wetterlagen von Schnee bis Eis, von Hitze bis Gewitter und selbst sogar Sahara Sand. Aus diesem Grund sollte man, wie auch im Herbst, darauf achten, das die Kamera und das Objektiv nicht diesen Witterungen direkt ausgesetzt ist. Verpackt es am Besten in einen wasserabweisenden Rucksack oder nehmt eine Fototasche und schützt so diese so vor Schäden. und Verschmutzung. Was immer nützlich ist, ist ein Mikrofasertuch um die Linse am Objektiv und die Kamera zu reinigen. Denn jeder kennt es und Allergiker freut sich über diese Ereignis im Frühjahr – den Pollenflug. Diese können sich auch wunderbar über die Linse absetzen und einen ungewollten Film darauf bilden. 

Ansonsten raus aus der Bude, die Beine wieder bewegen, den Kreislauf in Schwung bringen und fotografieren was das Zeug hält – der Winterschlaf ist nun vorüber!

Gute Bilder und gutes Licht!

 

Makro Objektiv vs. normales Objektiv – Ein Vergleich der beiden Objektiven bei der Makrofotografie

Vor ein paar Tagen war ich wieder einmal im Wald  unterwegs um herbstliche Bilder zu fotografieren. Eigentlich wollte ich Nebelbilder fotografieren, aber da war ich dann doch etwas zu spät dran. Der Nebel hatte sich schon weitgehend verzogen. Aber trotzdem fand ich doch noch ein paar andere Dinge, die ich fotografieren konnte. Denn diesmal fand ich doch etwas mehr Pilze als in den letzten Wochen. Das Problem war nur dieses, dass ich vergessen hatte mein Makroobjektiv mit ein zupacken.

Normalerweise habe ich immer alle Arten von Objektiven mit auf meinen Foto-touren. Doch diesmal wollte ich doch Gewicht sparen und mich rein auf die Landschaftsfotografie konzentrieren. Man sieht, die Natur ist unberechenbar und daher sollte immer dafür ausgerüstet sein. Es kommt öfters anders als man denkt. Aber alles kein Problem, denn ich hatte ja noch mein Zoom und mein Teleobjektiv mit dabei.

Mit dem Canon EF-S 18-55 STM  (KIT Objektiv) hatte ich bis jetzt noch keine Nahaufnahmen gemacht. Also dachte ich, dass ich die Aufnahmen mit diesem probieren sollte. Zudem war die gegebene Situation doch etwas ungeschickter um das Teleobjektiv zu verwenden. Wer meinen Blog schon kennt der weiß, dass ich  ja schon öfters mit diesem Objektiv Pilze fotografiert habe. Das Kit Objektiv hat zudem ja auch  einen Makro Bereich und von daher probierte ich das einfach einmal aus.

Um es gleich von Vorne weg zu nehmen, ich bin mit der Abbildungsleistung dieses Objektiv nicht zu frieden. Es ist ok, aber es gibt doch deutlich bessere Objektive. Für den Preis, ist aber ok, was es leistet und zum Filmen ist es auch völlig in Ordnung. Nur das man wirklich keine Spitzenqualität erwarten. Dies hat sich dann auch in den Nahaufnahmen bestätigt.

Die Problematik ist nicht unbedingt die Schärfe, die ich eh durch das Fokus Stacking Verfahren verbessert habe, nein es geht um das Bokeh. Also um den  Hintergrund. Als ich die Bilder erst mal durchgeschaut hatte, staunte ich nicht schlecht. Wenn man von dem Makro verwöhnt ist oder von den Teleobjektiv Aufnahmen, dann fehlen einem erst einmal die Worte. Der Hintergrund ist nicht schön weich gezeichnet oder  besser gesagt weich verzeichnet, nein es schaut eher aus wie ein harter, rauschender Pixelbrei. Man erkennt einfach  dadurch, die  geringere Abbildungsleistung des Kit Objektivs, im direkten Vergleich zu einem Makro Objektiv.

Pilz Makro Aufnahme mit dem Kit Objektiv.
Pilz Makro Aufnahme mit dem Kit Objektiv.

Ok, man kann bei dem Bild sagen, dass dieser nicht im Telebereich fotografiert wurde und es dadurch zu diesen Hintergrund kam. Wenn man aber trotzdem in einer 100 Prozentigen Ansicht das Bild anschaut, so erkennt man doch den “härteren” Hintergrund. Dies würde auch bei einer 55mm Telestellung genau so der Fall sein. Die Pilze an sich sind relativ  gut und scharf abgebildet. Vergleicht man aber das Bild mit einem Makro Objektiv, so sieht man schon deutlich den Unterschied in der Abbildungsleistung.

Pilz Focus Stack
Der direkte Vergleich mit einem Makro Objektiv

Der Hintergrund ist deutlich feiner und weicher als mit der Aufnahme von dem Kit Objektiv. Die nachfolgenden Bildern zeigen noch einmal im Detail den Unterschied zwischen den beiden Objektiven und dessen Abbildungsleistung im Nahbereich.

Vergrößerung der Makroaufnahme mit dem Kit Objektiv.
Vergrößerung der Makroaufnahme mit dem Kit Objektiv.
Vergrößerung der Makroaufnahme mit dem Makro-Objektiv.
Vergrößerung der Makroaufnahme mit dem Makro-Objektiv.

 

Auf der linken Seite sieht man einen vergrößerten Bildausschnitt einer Aufnahme, die mit dem Kit Objektiv erstellt wurde. Man sieht in der Vergrößerung nun deutlich, wie unschön das Bokeh ist. Vergleicht man dies jetzt mit der rechten Aufnahme, die mit einem Makro Objektiv erstellt wurde, so kann man doch einen weicheren Hintergrund erkennen.

Die Vorteile eines Makro Objektivs gegenüber eines Zoom liegen eigentlich auf der Hand. Dies sind:

  • Lichtstärker
  • besitzt eine höhere Abbildungsleistung
  • deutlich bessere Schärfe
  • feineres Bokeh
  • höherer Abbildungsmaßstab
  • geringere Naheinstellungsgrenze

Es sollte ja auch klar sein, das ein Makro Objektiv für Nahaufnahmen konstruiert wurde. Zoom Objektive sind dann doch die Allrounder, die viel können aber doch keine Experten sind. In der Not kann man aber trotzdem Bilder damit machen. Nur sollte man keine hohen Qualitätsansprüche, wie bei einem Makro Objektiv, haben. Man muss eben diese Abstriche doch in Kauf nehmen. Mit etwas Aufwand lässt sich aber so ein Hintergrund auch noch bearbeiten und weicher zeichnen. Wenn man dies getan hat, so kann man auch noch eine gute Aufnahme als Resultat heraus bekommen. Doch sollte man hier doch sehr sorgfältig arbeiten um so ein zufriedenstellendes Resultat zu erhalten.

Ein weich gezeichneter Hintergrund kann die Bildqualität noch deutlich verbessern und die harten Pixeln verschwinden lassen.
Ein weich gezeichneter Hintergrund kann die Bildqualität noch deutlich verbessern und die harten Pixeln verschwinden lassen.

 

 

Pilze Makro Fotografie 2015

Es heißt ja immer so schön, dass die Hoffnung zu letzt stirbt. So ist es wohl auch dieses Jahr. In meinem letzten Beitrag hatte ich ja schon schlimmstes befürchtet, das die Pilz-Session in diesem Herbst ausfallen würde. Aber eine Woche später wurde es doch ein bisschen kühler und vor allem feuchter, also doch perfekt für Pilze. Also bin ich wieder in den Wald gefahren und geschaut, wie die Lage nun diesmal ist.

Man kann nicht sagen, dass es nun überragend wäre, aber es gibt doch nun deutliche mehr Pilze zu entdecken. Meiner Meinung nach würde sich das jetzt auch noch etwas verbessern werden, wenn nicht gerade der Forst einsetzen wird. Aber dies ist ja nun von den Wetterdiensten angekündigt worden. Pilze und Frost vertagen sich gar nicht. Daher sollte man doch mal abwarten, wie sich das Ganze noch entwickeln wird.

Fliegenpilze und Tintenfischpilze habe immer noch keine gesichtet. Schade darum, da ich diese Pilze, diese Jahr, gerne wieder fotografieren wollte. Da der Herbst aber noch ein paar Wochen ist, hoffe ich doch, dass ich welche finden werde.

Bei diesen Bildern habe ich wieder das Focus Stacking angewendet, das ich wirklich jeden empfehlen kann, der Still-Life Objekte mit dem Makro ablichten möchte. Es ist dann wirklich egal welche Blende ihr nehmt, denn am Ende habt ihr eine sehr gute Tiefenschärfe im Bild. Wichtig ist nur das man die Focus Punkte richtig setzt. Denn auch dieses mal habe ich bei einem Bild, einen Focus Punkt vergessen. Dies ist für mich  etwas ärgerlich, aber tut dem Bild jetzt nicht wirklich “weh”.  Man sollte lieber zu viele Bilder machen als zu wenige. Zusammen gerechnet ergeben diese eh dann wieder ein Bild.

Wer mehr über Focus Stacking wissen möchte, der kann meinen Beitrag gerne mal lesen. Ansonsten raus in die Natur und Bilder machen. Diese Menge an Pilzen gibt es wirklich nur einen kurzen Zeitraum im Herbst. Viel Spaß beim fotografieren.

Marienkäfer Makro – Ebene Kappelberg

Der Herbst naht –  zudem zwei Wochen zu früh aber dies ist für mich immer die Beste Zeit um Makro Aufnahmen in der Natur machen zu können. Wer schon mal auf meinem Blog war wird sicherlich die ganzen Pilz Makros schon gesehen haben, die ich in den letzten Jahren gemacht habe.

Also putzt schon mal das Makroobjektiv, und plant mal länger Spaziergänge auf Wiesen oder im Wald mal ein. Es wird definitiv vieles zu entdecken geben. Letztes Jahr habe ich auch mal einen Workshop geschrieben, wie man ein Makrostacking bei einem Pilz macht.  Wer ihn noch nicht kennt, sollte ihn mal durchlesen und es selber mal ausprobieren.

Gestern auf dem Kappelberg gab es leider noch keine tollen Motive, trotz Nebel, der aber leider viel zu schwach war um tolle Nebelbilder zu machen. Daher habe ich mir das nächst Beste Motiv geschnappt und diesmal musste ein Marienkäfer als Opfer äh Motiv herhalten. Da das Wetter ja dementsprechend Kühl und es durch den Nebel trübe war, waren der  Käfer doch recht träge – also perfekt für eine Makro Aufnahme. Nachteilig ist nur dies, wenn man bei so einen trüben Wetter fotografiert (ohne Blitz) muss man entweder mit der ISO hoch gehen oder die Belichtung verlängern. Die Belichtung verlängern ist bei Makros nicht wirklich toll vor allem nicht bei Insekten, da diese doch etwas schnellere Bewegungen machen können (z.B. mit ihren Fühlern). Das Resultat ist eine Bewegungsunschärfe die man im Bild hat. Da sind Pilze um einiges einfacher zu knipse…wie auch alles andere statische. Aber das ist ja auch die Herausforderung an der Sache, ein gutes Bild zu erzeugen. Hier nun das Bild von meinen unfreiwilligen Marienkäfer Modell , das die Prozedur unbeschadet überstanden hat!

Makro Aufnahme von einem Marienkäfer mit dem Canon EF 50mm 2,5 1:2 Makro Objektiv
Makro Aufnahme von einem Marienkäfer mit dem Canon EF 50mm 2,5 1:2 Makro Objektiv

Schmetterlinge Juni 2014

Die Schmetterlinge fliegen nun endlich fleißig und so konnte ich diesmal kleines Ochsenauge, Schachbrett, Dickkopffalter, C-Falter, Bläuling  und Tagpfauenaugen fotografieren. Zwar fliegen auch vermehrt Kohlweißlinge herum, aber ich hatte im letzten Jahr ein paar gute Bilder von diesen gemacht und finde die anderen Schmetterlinge einfach interessanter. Daher gibt es erst mal keine von Bilder von diesem Schmetterling.

Aufgenommen wurden die Bilder auf dem Schmidener Feld (Bläuling), Hartwald bei Oeffingen (kleines Ochsenauge) und im alten Steinbruch bei Oeffingen. Gerade der alte Steinbruch ist doch ein sehr tolles Gebiet, wenn man Insekten fotografieren möchte. Dort habe ich auch im Frühjahr bzw in den vergangenen Jahren den Schwalbenschwanz, sowie die Zauneidechsen fotografiert.

Für die Aufnahmen kam mein allseits beliebtes Canon EF 70-300mm 1:4-5,6 L IS USM Objektiv
Objektiv zum Einsatz und bei dem Bläuling das Canon EF 50mm. Aufgenommen wurde das mit meiner guten alten Canon EOS 450D Kamera, mit der ich bald meine 40.000 Auslösung feieren kann.  Hier nun die Bilder von den Schmetterlingen aufgenommen im Juni 2014.

 

 

 

 

 

Gefangen in der Zeit – Makrofotografie

Winter Zeit ist wieder vermehrt Makrofotografie Zeit!

Auf einer Tour auf dem Kappelberg entdeckte ich zufällig, versteckt hinter einem Hinweisschild, ein eingefrorenes Spinnennetz. Da ich meine Makroringe noch nicht wirklich richtig getestet hatte bzw. ich noch was testen wollte, nutze ich die Gelegenheit. Dabei testete ich (eher experimentierte ich dabei), wie sich Makroringe an meinem Makroobjektiv auswirken würden. Kurz gesagt es ist schwierig ein scharfes und klares Bild hinzubekommen. Die Schärfeebene  verkleinert sich immens, was ein manuelles scharfstellen über das Live-Display der Kamera fast unmöglich macht.

Wer sich im Bereich der Makrofotografie auskennt, kennt die Thematik wohl sehr gut. Ohne eine Makroschiene bzw. Makroschlitten, mit welchem man sehr genau fokussieren kann, wird das fokussieren eher sich zu einer Herausforderung oder zur Gedultsfrage. Aber ich muss dazu noch sagen, dass man jetzt nicht unbedingt Makroringe an sein Makroobjektiv hinschrauben sollte. Die Ringe sind eher für “normale” Objektive gedacht – also keine reinen Makros- um den Abstand zu dem Objekt zu verringern  und diesen dann so zu vergrößern. Wie schon oben im Text erwähnt, war das Ganze eher als ein von meiner Seite aus Experiment zu sehen.

Ein “Nachteil” bei normalen 0815 Makroringe ist, das es keine Kontakte zur Übertragung und  Steuerung der Blende und des Autofokus gibt. Auf den AF kann man aber verzichten, da man bei Makros ( z.B. bei Stillleben) manuelle fokussieren sollte. In meinem Workshop Focus Stacking beschreibe ich unter anderem, wie man bei Makrofotografie fokussieren sollte. Die Blendeneinstellung wäre in soweit nicht schlecht, um ein bisschen der Qualität von der Aufnahme zu steuern (#Vignettierung, # Schärfe) .

So, genug geschrieben von meiner Erfahrung mit den Makroringen – man kann sie nutzen, sie sind ein günstiges Mittel um seine normalen Objektive eine gewisse Makrofähigkeit zu verleihen. Im Endeffekt entscheidet dann immer der Preis was man haben will und die Fähigkeiten und Erfahrung des Fotografen. Günstige Makroringe gibt es schon ab 20€.

Hier nun meine Aufnahme, die mit meiner Canon 450D Kamera, dem Canon EF 50mm 2.5 Makro Objektiv gemacht wurde, montiert auf dem Manfrotto 055xprob mit Kugelkopf.

Makrofotografie Aufnahme eines gefrorenen Tautropfen auf einem Spinnennetz
Makrofotografie Aufnahme eines gefrorenen Tautropfen auf einem Spinnennetz

Aufnahmewerte  1/8s bei ISO 100 mit einer Offenblende von 2.5. 

erster Frost im November 2013

Der erste Frost, an einem nebeligen Tag  im Wald – was will man mehr als Fotograf ?

Es gab doch sehr tolle Eiskristalle die sich auf bzw.  den Blättern und sogar auf Trauben geformt haben. Durch den Nebel und den minus Temperaturen haben sich doch sehr bizarr anschauende Kristalle gebildet. Leider habe ich den Moment verpasst, als die Sonnenstrahlen im Wald durch den Nebel brachen. Denn ich versuchte mich an einer Timelapse Aufnahme von dem Nebel. Daher sollte man sich immer als Natur- und Landschaftsfotograf sich merken: immer am richtigen Zeitpunkt, immer am richtigen Ort sein, die Kamera bereit, denn  die Natur wartet nicht auf einen!

Die Bilder entstanden auf dem Kappelberg bei Fellbach.

Nerd Time – die Festplatte

Aufnahme einer geöffneten und in Betrieb befindlichen Festplatte. Daher wählte ich auch den  Titel Nerd Time. Ich fand den irgendwie passend zu den Bildern.

Probiert es doch auch mal aus, wenn ihr eine alte Festplatte habt, denn wegwerfen könnt ihr sie immer noch. Hängt sie an ein altes Netzteil dran und belichtet die Festplatte bei 10 bis 15 sek . Für die  Bilder wählte ich eine Blende 8 und Blende 11 bei einer ISO Einstellung von 100. Was ihr noch braucht ist eine gedimmte Lichtquelle, ein Stativ, LED Taschenlampe und eine Kabelauslöser (oder Infrarot Auslöser). Viel Spaß beim nachmachen!

Workshop: Focus Stacking mit Photoshop

Bei diesem Workshop geht es um den Bereich der Makro Fotografie, genauer gesagt um das Thema des sogenannten Focus Stacking.

Falls man sich frägt was Focus Stacking genau ist, folgt jetzt eine kurze Erklärung über diese Methode.

Wer schon einmal Makro Bilder fotografiert hat, weiß sicherlich, das der Schärfebereich sehr klein ist. Alles um den fokussierten Punkt /Bereich herum geht in das Unscharfe über. Kurz gesagt, es fehlt der Aufnahme an Tiefenschärfe. Da hilft es auch nicht wenn man abblendet, also eine kleine Blende wählt. Dies hättet bei der Makrofotografie eher einen negativen Effekt, als das sich etwas verbessern würde. Die Qualität des Bildes würde sich eher verschlechtern als das die gewünschte Tiefenschärfe zu Vorschein kommt.

Um den Unterschied zwischen einer offenen und geschlossenen Blende zu verdeutlichen, habe ich hier als kurzen Exkurs, eine normale Aufnahme (kein richtiges Makro) mit zwei unterschiedlichen Blenden erstellt. Dies soll den Unterschied verdeutlichen, welche Rolle die Blende bei Fotografien spielt. Dabei habe ich eine Blende von 2,5 und einer Blende 8 gewählt. Wenn man den Hintergrund betrachtet sieht man eindeutig den Unterschied. Bei der Blende 2,5 ist der Hintergrund weicher und wirkt viel ruhiger als es bei einer der Blende 8 ist. Zu sehen ist auch das die Pilze und das Moos schärfer abgebildet wurden als bei der Blende 2,5.

Blenden-Vergleich
Abbildung 1 Blenden Vergleich

Bei der Makrofotografie ist es eher so, dass man eher zu einer offenen Blende tendiert als zu einer geschlossenen. Pauschal kann man sagen, dass bis zu einer Blende 8 die Qualität noch in Ordnung ist. Ein weiteres Abblenden (also die Blende wird weiter geschlossene) führt eher zu einer verschlechterten Bildqualität. Am besten man testet es selber einmal und vergleicht die gemachten Aufnahmen miteinander.

Das Focus Stacking

Kommen wir wieder zu dem eigentlichen Thema das Focus Stacking (FS). Um einen schönen Schärfeverlauf bei den Makrofotografien zu bekommen, behilft man sich der Methode des FS. Diese hat den Vorteil, dass man mehr Tiefenschärfe bei Makrofotografien hineinbekommt und selbst bestimmen, kann wie weit (also tief) dieser gehen soll.

Wer sich schon der HDR Fotografierens beschäftigt hat, für den dürfte das Prinzip des FS nicht wesentlich neu sein. Wie bei einer HDR Aufnahme, macht man auch beim Focus Stacking mehrere Aufnahmen hintereinander und fügt sie später am Computer zusammen. Der Unterschied der beiden Methoden ist dieser, dass man bei HDR Fotografie den Schwerpunkt auf eine Aufnahmeserie mit unterschiedlichen Belichtungszeiten legt. Bei FS Methode sind es die verschieden Fokuspunkte die man selber setzt. Es gilt auch hier zu beachten ist, dass für die Aufnahmen ein stabiles und fest positioniertes Stativ verwendet wird.

Was sollte man beachten, wenn mein ein Focus Stacking machen will?

  • Ein Makro Objektiv mit einem leicht gängigen Fokusring
  • Stabiles Stativ
  • Fester Untergrund
  • Kabelauslöser
  • Windstille – falls man draußen in der Natur fotografiert
  • Keine direkte Sonneneinstrahlung

Wenn man die Punkte beachtet und abgehakt hat, geht es nur zum nächsten Schritt über. Man baut nun alles auf und positioniert das Stativ und schaut das alles stabil steht. Danach montiert man die Kamera und richtet sie dann auf das Objekt aus. Hat man dies erledigt und das Stativ nochmals auf seine Standfestigkeit überprüft, erstellt man sich am besten einen Plan, wo man die Fokuspunkte setzen möchte. Man sollte sich im Vorfeld schon überlegen, welchen Bereich man scharf auf dem Bild abgebildet haben möchte und wie die Aufnahme später dann aussehen soll.

Die Belichtungsmessung

Bevor man beginnt, sollte man eine Belichtungsmessung mit der Kamera vornehmen. Dabei stellt man in der Menüwahl den Modus Zeitautomatik (AV oder A) ein und wählt die gewünschte Blende. Die Kamera gibt dann die Belichtungszeit an, die man sich merken sollte. Man stellt nun auf den Manuellen Modus (M) um. Die vorher gemessene Belichtungszeit und die gewählte Blende überträgt man nun in diesen Modus. Bei meinen letzten Aufnahmen ist es mir auch passiert, dass ich nicht auf den manuellen Modus umgestellt hatte. Dadurch war bei der Aufnahmeserie ein Bild dabei, das etwas dunkler war als die anderen. Grund dafür war die neue Berechnung der Belichtungszeit der Zeitautomatik. Das Ganze stellt keine große Tragödie dar, denn wenn man in RAW fotografiert kann man dies immer noch korrigieren. Es ist jedoch mit einem gewissen Mehraufwand verbunden, der sich vorab vermeiden lässt.

Das Fokussieren

Der Nächste Schritt wäre dann das Fokussieren. Eine Methode ein Makrobild scharf zu fokussieren wäre folgende:

  • auf manuellen Fokus stellen (MF)
  • falls vorhanden IS (Bild Stabilisator) ausschalten
  • Live View an der Kamera einschalten
  • Den Aufnahme Bereich auf dem Display kontrollieren
  • Gegebenenfalls das Stativ / die Kamera nachjustieren bis der richtige Aufnahmewinkel und die Position gefunden wurde
  • An der Kamera den maximalen Zoom für das Live View aktivieren (x10 Zoom oder je nach Kameramodell)
  • Manuell auf einen vorher festgelegten Anfangsschärfe Punkt fokussieren und über den Fokusring am Objektiv solang drehen bis der gewünschte Fokuspunkt scharf abgebildet ist

Die Folgende Abbildung soll beispielhaft den Workflow zeigen, den ich persönlich für meine FS Bilder verwende. Anhand dieser Abbildung erkläre ich nun meinen persönlichen Workflow bei Focus Stacking Aufnahmen.

Focus Stacking anhand eines Pilzes
Abbildung 2 Erklärung Focus Stacking

Zuerst fokussiere ich manuell auf die untere Kante des Pilzschirms. Über den Live View Modus überprüfe ich dann, ob der gewünschte Punkt scharf fokussiert ist. Dabei stelle ich bei dem Live View auf die maximale Vergrößerung ein. Wenn alles stimmt, löse ich per Kabelauslöser die Aufnahme aus (Aufnahme 1). Als kurze Ergänzung: man sollte im Kamera Menü die Spiegelvorauslösung einschalten, damit der Spiegel schon vor der Aufnahme nach oben klappt. So vermindert man weiter Erschütterungen die zu einer Minderung der Bildqualität führen kann.

Ist die Aufnahme gemacht, geht man wieder in den Live View Modus seiner Kamera und stellt wieder auf volle Vergrößerung. Dann stellt man per Fokusring an seinem Objektiv den nächst gewünschten benachbarten(!) Schärfepunkt ein (wie auf der Abbildung Aufnahme 2) und löst wieder aus. Man sollte darauf achten, dass es einen fließenden Übergang gibt, wenn ihr die Schärfepunkte wählt. Ansonsten bringt das ganze Focus Stacking nichts und man hat später beim zusammenfassen unscharfe Nahtstellen oder Bereiche. Daher sollte man lieber mehr Bilder machen mit einem kleineren Abstand der Fokuspunkte, als weniger Bilder mit einem größeren Abstand.

Besonders sollte man auch darauf achten, dass beim Einstellen der Fokuspunkte das Stativ oder die Kamera nicht verrutscht. Man sollte daher behutsam fokussieren, am besten nur mit 2 Fingern (Daumen Zeigefinger). Jede Abweichung mindert am Ende das Ergebnis und die Qualität. Mit Ruhe und Geduld kommt man gerade bei der Makrofotografie eher an sein Ziel, als durch hektische und schnelle Bewegungen. Alternativ wär noch Möglichkeit eine Makroschiene zu verwenden. Aber diese Stative sind auch relativ teuer und man müsste sich eine solche Investition genauer überlegen.

Wie man auf der Abbildung 2 zu sehen ist, habe ich sechs Fokuspunkte für den Pilz gewählt. Der Fokusbereich „Aufnahme 6“ ist dabei auf den Stil gesetzt worden, umso als Endresultat einen scharf abgebildeten Pilz zu gewährleisten. Je nachdem was man fotografiert kann man z.B. auch noch Aufnahmen vom Vordergrund machen umso noch Detail heraus zu arbeiten. Es ist dabei jedem selber überlassen, wie viele Aufnahmen er machen möchte bzw. wie viele Fokuspunkt er setzen möchte. Es kommt ja auch immer darauf, an was man fotografiert und wie es am Ende wirken soll.

Photoshop Zeit

Alle  Bilder  sind nun aufgenommen? Dann überträgt man diese nun auf seinen Computer. Um sie in Photoshop zusammen zu führen, muss man alle Bilder als Ebenen in Photoshop laden. Bridge Ebenen LadenIn Adobe Bridge wählt man dazu mit gedrückter STRG Taste die jeweiligen Bilder aus. Über den Reiter Werkzeuge -> Photoshop -> Dateien in Photoshop-Ebenen laden… ladet man die Bilder in Photoshop hinein als Ebenen.

Wenn man Adobe Lightroom besitzt, wählt man zuerst die Bilder aus und über den Reiter Foto -> Bearbeiten in -> In Photoshop als Ebenen öffnen. Die Bilder werden dann in Photoshop geladen.

ebenenDie geladenen Ebenen müssen nun in Photoshop ausgewählt werden. Mit gedrückter „Shift“ Taste wählt man in dem Fenster Ebenen alle Ebenen aus (mit linker Maustaste jeweils daraufklicken), so dass sie blau hinterlegt sind. Das Bild rechts zeigt wie es aussehen muss, wenn die ausgewählten Ebenen wurden.

Als nächster Schritt kann man zusätzlich die einzelnen Ebenen ausrichten lassen. Es ist nicht unbedingt notwendig, dass man diesen Schritt macht. Persönlich habe ich aber schon feststellen müssen, dass sich bei einer Bilderserie von mir doch eine Unstimmigkeit eingeschlichen hat. Man kann sich das Ergebnis wenn man will anschauen, ist man nicht zufrieden kann man immer noch per Protokoll die Aktion alles Rückgängig machen. Unter dem Reiter Bearbeiten findet man dann die Option Ebenen automatisch ausrichten….

ueberblendenUm nun die Bilder zu überblenden und ein fertiges Focus Stacking Bild zu erzeugen, klickt man wiederum auf den Reiter Bearbeiten und wählt die die Option Ebenen automatisch überblenden…. Dort muss man die Option „Bilder stapeln“ auswählen und den Haken bei Nahtlose Töne und Farben setzen. Das ganze wird mit OK bestätigen und nun beginnt Photoshop den FS zusammen zu rechnen. Als Ergebnis kommt dann die fertige Makroaufnahme mit der gewünschten Tiefenschärfe.

Als nächstes kann man das Bild noch nach seinem Gedenken bearbeiten wie zum Beispiel Tonwerte, Kontraste und Farben anpassen, bis das Bild den eigenen Vorstellungen entspricht.

Man sieht so schwer ist es nicht, eine Makroaufnahme mit Tiefenschärfe zu erzielen. Nochmals zusammenfassen auf was man bei Focus Stacking Aufnahmen achten sollte. Man sollte als erstes Zeit und Geduld mitbringen und immer für einen festen Stand ihres Stativs sorgen. Wind ist immer ein negativer Faktor bei Makrofotografie. Daher sollten man morgens die Aufnahmen machen oder auf einen windstillen Tag abwarten, wenn man in der Natur Aufnahmen machen will. Ein Kabelauslöser ist bei Makro Aufnahmen immer Pflicht, sowie auch die aktivierte Menü-Einstellung „Spiegelvorauslösung“. Man sollte sich vorher überlegen, wo man die Fokuspunkte setzen will. Mit Feingefühl den Fokusring am Objektiv mit 2 Fingern drehen und so das Bild scharf stellen. Dabei sollte immer im manuellen Modus fotografiert werden, um eine einheitliche Serie zu erhalten. Wenn man dies beachtet, so sollte es auch ohne den Einsatz einer Makroschiene oder Fokusring Hilfsmittelchen funktionieren. Ich empfehle auch im RAW Format zu fotografieren. Es ermöglicht die nachträglichen Bearbeitung (z.B. ändern des Weißabgleichs) und die Möglichkeit verlustfrei das Bild nach seinem Geschmack anzupassen. Denken sie auch daran im manuellen Modus zu fotografieren um eine einheitliche Serie zu erhalten. Es erspart ihnen viel Zeit und Mühe die Bilder einheitlich anzupassen.

Überlegen sie sich ihren eigenen Workflow, planen sie ihre Aufnahmen gut und wie heißt es so schön: „Übung macht den Meister“. Seien sie kreativ und probieren sie viel aus, denn nur so lernt man. Zum Schluss noch mein persönlicher Workflow wenn ich ein Focus Stacking Makro Bild erstelle.Workflow

Viel Spaß beim Probieren! 

Beispielbilder Focus Stacking

 

Ihr könnt auch auf meinem YouTube Kanal ein Video zum Thema Focus Stacking finden. Dort zeig ich, wie man die Bilder in Camera RAW entwickle und sie als Stack in Photoshop zu einem Bild überblende.  Das Videotraining findet ihr hier in diesem Tutorial, auf meiner Seite.

Alternative Energie – Pilzenergie!

Bei der Bearbeitung meiner Pilz Makro Bilder kam ich wieder auf den Gedanken Pilzlampen per Photoshop zu basteln. Dabei kam mir auch der Gedanke der Pilzenergie, als die alternative Energie Quelle  für die (in allen Munde) Energiewende. Was braucht man Windräder oder Wasserpumpkraftwerke – Pilzenergie! Von heimischen Kobolden und Feen empfohlen! Natürlich und sauber!

Pilzenergie - Photoshop Composing
Pilzenergie – Photoshop Composing

Weitere Photoshop Composings von mir,  findet ihr auf meinem Blog oder besucht mich auf meinem YouTube Kanal. Dort gebe ich praktische Tipps und Tricks zu Photoshop, Composings und Fotografie-Themen.