Uracher Wasserfall und Hohenurach im Winter

Der Winter ist nun endlich da und dies bedeutet, dass frostige Temperaturen und  Schnee dominieren die Landschaft. Die bedeutet, das  es  das perfekte Wetter ist, um raus zu gehen und im Winter zu fotografieren. Mein Plan war es, den gefrorenen Uracher Wasserfall bei Bad Urach zu fotografieren.  Im meinem letzten Blog Eintrag, hatte ich ja schon einige Tipps und Tricks zum Thema fotografieren im Winter aufgeschrieben. In diesem Beitrag kann man nachlesen, auf was man alles achten sollte, wenn man bei Schnee und Eis fotografiert.

Gerade ein Mikrofaser Tuch kann Goldwert sein. Dieses kam jetzt am Uracher Wasserfall doch öfters zum Einsatz als ich gedacht hatte. Nicht nur wegen dem Spritzwasser von dem Wasserfall, das war ich ja schon gewohnt, sondern weil sich zusätzlich meine Linse sehr schnell beschlagen hatte. Mein eigener Atmen war Schuld an dieser Miesere.

Aufnahme mit beschlagener Linse
Aufnahme mit beschlagener Linse

Zudem hatte ich dies noch recht spät bemerkt und wunderte mich Anfangs über etwas komische Aufnahmen, die dann entstanden sind. Diese sahen dann eher wie Nebelbilder unter 50m Sichtweite aus. Auf dem Bild sieht man so eine Aufnahme.  Zuerst dachte ich an eine Überbelichtung aber die Tonwertkurve war ok. Erst danach bemerkte ich, dass sich die Linse  beschlagen hatte. Passiert leider im Winter. Also sollte man sich im Hinterkopf immer behalten, die Linse vor jeder Aufnahme kurz zu kontrollieren oder einfach so nochmals zur Sicherheit darüberwischen.

Für die Winterbilder habe ich mir , wie Anfangs schon geschrieben, den Uracher Wasserfall ausgesucht. Diesen hatte ich zwar schön öfters fotografiert, aber nicht im Winter. Auf verschiedenen Seiten im Internet sah ich schon, wie dieser zu dieser Jahreszeit aussehen kann. Im letzten Winter hatte ich den Zeitpunkt verpasst, diesen gefroren fotografieren zu können. Dieses Jahr war das Zeitfenster auch wieder sehr knapp bemessen, da es wieder einmal nur kurz Minusgrade hat. Jeder weiß, das Wasser seine Zeit braucht um zu gefrieren. So ist es auch bei fließendem Wasser, dass es doch einen längeren Zeitraum braucht, bis es zufiert und sich Eis und Eiszapfen bilden können. Das heißt soviel, das man nicht sofort losziehen um solche Eis-Kaskaden fotografieren zu können. Nein, es braucht dann doch noch einen gewissen Zeitraum bis sich diese Eisstrukturen sich bilden. Wenn es anhaltender Forst gibt, so dürfte es vielleicht schon nach einer Woche die ersten Strukturen sich bilden. Die ist aber auch immer immer Lage- und Gebietsabhängig.

Wenn man die Geduld aufbringen kann, das Wetter mitspielt und auch den richtigen Zeitpunkt erwischt, so sollte eigentlich nichts mehr im Weg stehen um solche Bilder zu fertigen. Ok, man braucht dann noch so einen Wasserfall oder so gefrorene Wasserkaskaden. Aber da muss man entweder das Glück haben, in der Nähe zu wohnen oder doch sich auf den Weg machen dort hinzufahren wo es so etwas gibt.

Uracher Wasserfall im Winter

Bei meinen Bildern vom Uracher Wasserfall habe ich mich für eine Langzeitbelichtung entschieden. Da im Gegensatz zum Herbst (als ich 2015 dort war) diesmal mehr Wasser floss und der Wasserfall nicht ganz gefroren war, entschied ich mich für diese Methode. Sie lässt das Wasser einfach weicher aussehen und es ergibt eine schönere Bildwirkung. Für die Langzeitbelichtung habe ich meinen bewährten und oft benutzen Haida PRO II MC ND3.0 1000x Filter benutzt. Durch den Schnee war es sogar möglich unter 30sek zu belichten. Dieser hat , trotz bewölktem Himmel genügen Licht reflektiert, so dass ich ohne weiteres auch über den LiveView scharf stellen konnte (bei den meisten Aufnahmen). Normalerweise ist das nicht unbedingt der Fall, wenn ich mit diesem Filter Bilder mache. Aber man lernt ja nie aus und es war dann auch bequemer. So musste ich nicht immer den Filter abschrauben, scharfstellen, wieder auf das Objektiv drauf schrauben und hoffen, dass sich nicht der Fokus verstellt hat.

Natürlich wurden wieder für die Bilder ein stabiles Stativ  und ein Kabelauslöser verwendet. Dies sollte einfach selbstverständlich sein, dass wenn man solche Langzeitbelichtungs Aufnahmen macht,  man  auch das richtige Equipment verwendet. Als Objektiv habe ich das Standard Zoom Canon 18-55mm STM verwendet, das ganz ok ist. Es hat zwar seine Schwächen in der Abbildungsleistung, aber man kann trotzdem gut damit arbeiten. Nachteilig ist der Crop Faktor, den man bei eine ASP-C Kamera im Weitwinkel Bereich hat.  So kommt man umgerechnet auf das Kleinbild Format auf eine Brennweite (bei 18mm) von ca. 28mm. Mit so etwas muss man leben oder man kauft sich eine anderes Objektiv oder eine Vollformat Kamera. Die Qual der Wahl sozusagen. Aber nun zu den Bildern von dem gefrorenen Uracher Wasserfall.  Aufgenommen im Winter 20.01. 2016 bei Bad Urach.

Burgruine Hohenurach

Nachdem die Bilder von dem Uracher Wasserfall gefertigt wurden, entschied ich mich noch für einen Abstecher zur Ruine Hohenurach. Diese war in den vergangen Jahren immer wieder geplant, aber Zeitlich reichte es nie. Denn der Weg ging immer vom Gütersteiner Wasserfall über das Hochplateau der schwäbischen Alb hinunter zum Uracher Wasserfall. Da ich diese mal den Gütersteiner Wasserfall ausgelassen hatte (es war doch recht glatt), war also genug Zeit für einen Abstecher auf die Ruine Hohenurach. Dort hatte ich ja schon früher einige Bilder gemacht, aber auch noch nie im Winter. Der Aufstieg im Schnee war doch recht mühselig und forderte doch etwas mehr an Kondition als ich dachte. Die Mühe hatte sich dennoch gelohnt, es gab einen tollen Ausblick auf den Rutschen, den Uracher Wasserfall und auf die Stadt Bad Urach.

Die Ruine ist momentan teilweise gesperrt, denn  sie wird instant gehalten. Der Forst schadet dem Gemäuer und daher besteht die Gefahr, dass sich Teile der Mauer lösen können. Dies ist nicht nur eine Gefahr für Wanderer und Besucher der Ruine, sondern würde auch einen weiteren Verfall dieser bedeuten. Daher sieht man auch auf meinen Bilder die “Baustellen” auf der Ruine. Bei diesen Bildern habe ich mich für Panorama Aufnahmen entscheiden. Diese geben einfach den besten Überblick in der Ruine selbst und  natürlich von der Ruine in die Umgebende Landschaft. Als kleine Spielerei habe ich noch mittels Photoshop Bad Urach als Miniatur Welt dargestellt. Dies geht ja recht schnell mit dem Tilt-Shift Filter in Photoshop.

Die Milchstraße

Dieses Jahr habe ich mich doch einmal an das Thema der Astrofotografie gewagt. Wer meinen Blog kennt, der weiß, dass ich den Mond schon seit Anfang an immer ein Teil meiner Fotografie war. Nun, wollte ich doch noch einen Schritt weiter gehen und den Sternenhimmel bzw. die Milchstraße fotografieren.

Letzen Monat habe ich mit einem befreundeten Fotografen (Matthias Gröner) an

Perseiden Schauer August 2015
Perseiden Schauer August 2015

das Thema gewagt. Der Perseiden-Schauer erreichte Mitte August den Höhepunkt und diese Ereignis nahmen wir als Anlass, uns einmal in dem Bereich Astrofotografie zu wagen. Matthias, der hauptsächlich im Bereich der Tierfotografie unterwegs ist, war auch sehr daran interessiert, sich in diesem Bereich mal weiter zu bilden.

Aller Anfang ist schwer, so ist es auch mit der Astrofotografie. Es ist schon erstaunlich was man alles so beachten muss. So habe ich davor einige Blog Einträge und ein Buch zu dem Thema konsumiert. Auch mit dem Thema bzw. dem Programm Deep Sky Stacking  setzte ich mich auseinander und probierte einige Aufnahmen zu erstellen. Dies war aber eher ein mittelmäßiger Erfolg, da die Luftverschmutzung und Hintergrundstrahlung in den Ballungunsräumen eine wirklich gute Aufnahme verhindert.

Wenn man den Himmel bzw. den Nachthimmel fotografieren möchte, so sollte man doch wohin fahren, wo es wirklich dunkel ist. Etwas weiter weg von Großstädten, also auf das Land, an die Nord- oder Ostsee oder in die Berge verspricht einfach einen besseren Erfolg. Dort gibt es weniger Wärmestrahlung (Hintergrundstrahlung) die eine Nachtaufnahme einfach nur stört.

Milchstraße bei 28mm Brennweite
Milchstraße bei 28mm Brennweite

Eine Lichtstarke Linse (Objektiv) sollte man auf alle Fälle haben. Natürlich sollte es ein Weitwinkel Objektiv sein, um so mehr von dem Himmel mit auf das Bild zu bekommen. Gerade dann wenn man die Milchstraße fotografieren möchte, sollte man ein schauen, das man einem Brennweiten Bereich von 10mm -28mm fotografiert. Alles andere würde den Ausschnitt zu sehr verkleinern und man würde dich Milchstraße nicht mehr ganz in das Bild hinein bekommen.

Wenn man einen ASP-C Sensor hat, so sollte man immer den Crop Faktor von 1,5-1,6 (je nach Kamera Modell) beachten. Oder man hat einen Four-Third Sensor, wie es bei den DSLM Kameras der Fall ist, so sollte man den Faktor 2,0 zu der Brennweite multiplizieren um so die tatsächliche Brennweite (auf Kleinbild Format gerechnet) zu erhalten. Für meine Aufnahme habe ich eine 18-55mm Linse verwendet und mit eine Brennweite von 18mm eingestellt. Effektiv hatte ich aber, durch den Crop Faktor, eine Brennweite von nur ~28mm. Also fehlte mir doch einiges an Brennweite und eine große Fläche ablichten zu können. Aber es sei schon mal soviel gesagt, dass es trotzdem reicht, dass man die Milchstraße fotografieren kann. Nicht wirklich optimal aber es reicht doch.

Wie schon geschrieben, so sollte das Objektiv auf alle Fälle Lichtstark sein. Meine maximale Offenblende von 3,5, bei meinen verwendeten Objektiv, reichte für die bisherigen Aufnahmen völlig aus. Besser ist es aber immer, wenn man die Blende noch etwas öffnen kann. So kann einfach mehr Licht auf den Sensor fallen. Eine Blende von 2,8 bildet dabei eine sehr gute Basis und man findet auch eine große Auswahl an Objektiven, der verschiedenen Hersteller. Das Tokina AT-X 11-16mm f/2,8 Pro DX II Ultraweitwinkelzoom-Objektiv wäre eins meiner  Favoriten, welches ich mir vielleicht noch mit in meine Ausrüstung aufnehmen werde. Aber auch andere Hersteller, haben recht gute Objektive mit in ihrem Portfolio. Ein Vergleich der verschiedenen Hersteller bzw. der Objektive schadet nie etwas. Eine gute Abbildungsleistung sollte neben der Lichtstärke, ein weiteres entscheidendes Kriterium, für dem Kauf sein.

Wer kein Lichtstarkes Objektiv besitzt, der kann auch die ISO Zahl weiter erhöhen. Bei neueren Kamera-Modellen ist es wirklich kein Problem mehr, die ISO Zahl hoch zu stellen. Bei den Milchstraßen Bildern habe ich eine ISO Zahl von 6400 gewählt und die Aufnahme ist völlig ok. Man die Milchstraße erkenne und das ist ja Sinn und Zweck einer solchen Aufnahme. Wer da meint ein scharfes Bild bekommen zu können , den muss ich hier leider enttäuschen. Es gibt Programme wie das Deep Sky Stacking, womit man das rauschen sehr gut herausgerechnet bekommt, aber da muss man dann von einer Stelle mehre Aufnahmen machen und dieses dann miteinander verrechnen lassen. Zudem eignet sich dieses Programm nicht so gut für die Milchstraße.

Bei meinen Milchstraßen Aufnahmen, habe ich aber eine andere Technik angewandt, die man von der Panorama Technik her kennt. Der Stack sollte einen breiteren Blickwinkel von der Milchstraße ermöglichen um so das Defizit in der Brennweite, durch den ASP-C Sensor, zu kompensieren. Dies geht wunderbar, aber man sollte es mit dem gesamten Aufnahmewinkel nicht übertreiben, da man sonst ein sehr verzerrtes Bild bekommt. Es verhält, wie schon geschrieben,  genau so wie wenn man eine Panorama Landschaftsaufnahme erstellt.

Der letzte Punkt, den ich noch ansprechen möchte,  ist das fokussieren. Es geht nur manuell, denn der Autofokus würde nie die weit entfernten Sterne nicht scharf stellen können. Daher muss der Autofokus auf “Manuell” gestellt werden. Versuche dies über den Live View scharf zu stellen wird auch nicht funktionieren, da einfach zu wenig Licht durch kommt um wirklich etwas zu erkennen. Bei meinen ersten Aufnahmen bin ich auch ziemlich verzweifelt, denn ich habe am Anfang keine “scharfe” Aufnahme hinbekommen. Man muss sich doch sehr langsam herantasten, indem man das Objektiv auf Unendlich oder Anschlag stellt, dann eine Aufnahme macht, kontrolliert und dann die Schärfe korrigiert. Wer ein STM Objektiv hat, der ist im Nachteil. Diese haben leider keinen Anschlag mehr und somit ist es doch nochmals ein Tick aufwendiger, die richtige Schärfe einzustellen. Wenn man dann die richtige Schärfe gefunden hat, der sollte darauf achten, dass man ja nicht mehr an den Schärfering am Objektiv heran kommt. Sonst muss man die Schärfe wieder einstellen.

Das man ein Stativ und einen Kabelauslöser für die Aufnahmen verwendet, sollte schon von vorne rein klar sein.

Zum Abschluss noch paar Fakten, wann man die Milchstraße am Besten hier in unseren Breitengraden sieht. Im August und im September, sieht man diese am Besten. Man sollte aber immer beachten, dass es immer stockdunkel sein muss um dieses fotografieren zu können. Jedes Licht,  jede Hintergrundstrahlung stellt einen Störfaktor in der Aufnahme dar. Dies kann man zwar durch Filter kompensieren, aber dies würde ein weiterer Kostenfaktor bedeuten. Solche Spezialfilter sind nicht gerade billig. Um das Zentrum der Milchstraße fotografieren zu können, muss auch der Richtige Zeitpunkt gewählt werden. Zwischen 2 Uhr und 3 Uhr Nachts kann man dann dieses auch auf seinen Aufnahmen ablichten. Meine Aufnahmen entstanden um 23 Uhr und zeigen nur einen Seitenarm des Milchstraße und nicht das Zentrum. Aber nicht nur die richtige Uhrzeit ist wichtig sondern auch der richtige Tag. Der Mond ist nachts die größte Lichtquelle und überstrahlt jede Aufnahme die man von der Milchstraße machen will. Daher muss man solche Aufnahmen immer während der Neumondphase planen. Wenn alles geplant ist und das Wetter auch mit spielt, so sollten solche Aufnahmen kein Problem darstellen!

Milchstraße Nördliche Richtung
Milchstraße Nördliche Richtung f/3,5, 25sek, ISO 6400 , 18mm (28,8 kb)
Milchstraße Südliche Richtung f/3,5, 25sek, ISO 6400 , 18mm (28,8 kb)
Milchstraße Südliche Richtung f/3,5, 25sek, ISO 6400 , 18mm (28,8 kb)

 

 

Haida Pro II MC ND3.0 1000x Filter – Das Unboxing

Langzeitbelichtungsaufnahme mit dem Haida Pro II MC ND3.0 1000x Filter

Wer Langzeitbelichtung bei Tag machen möchte, der braucht einen guten ND Filter, der nicht nur ein paar Blenden “schluckt”. Auf meinem Blog habe ich mal einen Test zu dem Hoya ND8 Filter gemacht. Dieser ist recht gut, aber es haben mich immer ein paar Faktoren gestört.

  • er war nicht entspiegelt
  •  er schluckte nicht genug Licht um Langzeitbelichtungen bei Tag zu machen

Letztes Jahr hatte ich mir den B+W Filter mit dem Faktor 1000 ausleihen können und machte mit mit diesem Filter Aufnahmen von dem Gütersteiner Wasserfällen und von dem Uracher Wasserfall. War mit diesem Filter recht zu frieden, auch wenn er leicht ins rötliche “abrutschte”. Aber dies kann man ja sehr schnell mit Camera RAW oder Photoshop korrigieren und sollte kein Problem darstellen. Eigentlich wollte ich mir diesen Filter zulegen, aber irgendwie scheint es doch Probleme bei der Lieferung zu geben. Ich habe geschlagene 6 Wochen gewartet bis Amazon mir mal diesen Filter liefert, aber war nix zumindest für den Preis und von Amazon direkt. Daher habe ich mich nach Alternativen umgeschaut und bin auf den Haida PRO II Serie MC Neutral Graufilter ND1000 gestoßen. Nachdem ich mich mal im Internet nach dem Filter informiert habe, entschloss ich mich doch für diesen von Haida. Mir war es einfach zu blöd zu warten bis Amazon endlich liefert und warum soll ich nicht einen günstigeren Filter nehmen, er genau so gut sein soll.

Die Lieferung ging auch recht fix und ich konnte innerhalb eines Tages den Filter in meinen Händen halten. In der Lieferung war auch ein Objektivdeckel mit dabei, was ich doch als sehr nützlich empfinde. Der Deckel ist zwar nicht gerade der Hochwertigste, aber er fühlt sich stabil an und passt ohne Probleme auf den Filter. Wie sagt es der Schwabe: “’em g’schenkte Gaul guggt mer ned ins Maul” und so ist es auch. Er wird seinem Zweck wohl schon dienen.

 

Haida Pro II MC ND3.0 1000x Filter Unboxing
Haida Pro II MC ND3.0 1000x Filter Unboxing
Haida Pro II MC ND3.0 1000x Filter Unboxing
Haida Pro II MC ND3.0 1000x Filter Unboxing
Haida Pro II MC ND3.0 1000x Filter Unboxing
Haida Pro II MC ND3.0 1000x Filter Unboxing

Der Filter von Haida fühlt sich wertig an und ist gut verarbeitet. Er lässt sich recht leicht auf das Objektivgewinde  (getestet mit dem Canon EF-S 18-55 STM) drauf schrauben und vor allem auch leicht wieder abschrauben. Ich hatte schon einmal das Problem, dass sich Filter nur noch mit “brachialer Gewallt” und dem Hebelgesetz wieder von einem Objektiv herunter brachte. Die ersten Testaufnahmen waren auch ok, ich konnte keine Farbveränderungen feststellen -also der Abfall ins rötliche, was bei ND Filtern mit diesem Filterfaktor vorkommen kann. Der Haida Pro II MC ND3.0 bietet eine Durchlässigkeit von Licht um  0,1% was eine Verlängerung der Belichtungszeit um Faktor 1000 bedeutet. Dies entspricht dann einem Wert von 10 Blendenstufen. Wer immer noch verwirrt sein sollte, der sollte kurz in Wikipedia schauen zu dem Thema Neutraldichtefilter.

Im folgenden sieht man eine Testaufnahme die ich bei  Tageslicht gemacht habe. Bis jetzt klappt es recht gut und ich konnte bei bedeckten Himmel Blende 18 und ISO 100 und 30 Sekunden lang belichten ohne Tonwertabrisse zu bekommen. Natürlich ist das jetzt kein richtiger Test aber es zeigt schon mal , das der Filter das tut was er tun sollte. Auch hier ist das Problem, wie man auf dem Bild mit den Tonwerten sieht, das die Rottöne in den hellen Bereich hervor kommt. Aber das muss man bei ND Filtern mit diesem Faktor in kauf nehmen und wie schon beschrieben, sollte es mit RAW auch im Nachhinein kein Problem sein das zu korrigieren.

Erste Testaufnahme mit dem Haida Pro II MC ND3.0 Filter
Erste Testaufnahme mit dem Haida Pro II MC ND3.0 Filter @ f/18 , 30sek, ISO 100

In den nächsten Wochen werde ich (definitiv) diesen Filter noch öfters testen. Auch wieder bei den Wasserfällen bei Bad Urach, im Monbachtal bei Bad Libenzell (in Planung) und noch an ein paar anderen Stellen am Neckar oder an der Rems. Bin mal gespannt wie sich der Der Haida Pro II MC ND3.0 1000x Filter machen wird und wie sich die Mehrfachbeschichtung auswirken wird.

Der Minadax Kabelauslöser mit Timerfunktion

Im Herbst 2013 bestellte ich mir den Minadax Timer Auslöser , da ich endlich einmal Timelapse aufnahmen anfertigen bzw. mich mal in das Thema einarbeiten wollte. Nach einer kurzen Recherche bin ich auf den schon oben genannten Kabelauslöser Minadax gestoßen. Dieser entspricht vom Aussehen und von den wesentlichen Funktionen her dem Canon Kabelauslöser TC-80N3, aber unterscheiden sich beide Geräte doch etwas voneinander. So ist die Bezeichnung der Funktionen anders angeordnet und beschrieben.

Die Funktionen

Der Minadax Kabelauslöser mit Timerfunktion bietet folgende Funktionen an:

• Delay
• Long
• Intvl
• N
• Tonaktivierung in Form eines Notensymbols

Mit der Funktion Delay kann man, wie der Name schon im Englischen sagt, eine Verzögerung zwischen den Aufnahmen einstellen. Da durch lässt sich die Serienaufnahme gewollte verzögern. Als Beispiel für dieses Szenario wäre es, wenn man der Kamera eine gewisse Zeit einräumen lässt, die vorherige Aufnahme vollständig zu speichern und nach dem Speichervorgang eine weitere Aufnahme erfolgt. Oder man will genug Zeit haben, die Kamera manuell nachzuführen, wie bei der Astrofotografie. Persönlich habe ich diese Funktion noch nicht wirklich für meine Aufnahmen genutzt bzw. sah ich noch keine Notwendigkeit dafür.

Die Funktion Long ist dafür da, um die Belichtungszeit über die Timerfunktion zu steuern. Bei vielen Kameras kann man maximal 30sek Belichtungszeit einstellen oder die BULB Funktion, die die Aufnahme erst beendet wenn man wieder den Auslöser drückt. Die Funktion ist recht gut, wenn man Langzeitaufnahmen erstellen will, wie z.B. von fließenden Wasser. In Verbindung mit einem ND Filter kann man mit der Funktion die korrekte Belichtungszeit für die Aufnahme. Wenn man einen „starken“ ND Filter verwenden wie z.B. den B+W 110 E Graufilter (Neutraldichtefilter, ND-Filter) 1000x +10 Blenden 58mm vergütet (Schneider Kreuznach), den ich auch schon bei meinen letzten Langzeitbelichtungsaufnahmen am Uracher und Güttersteiner Wasserfall verwendet habe, da kommen sie bei einer normalen Aufnahme locker über 60sek Aufnahmezeit für ein korrekt belichtetes Bild. Da hilft diese Funktion des Timers doch sehr gut.

Die Funktion INTVL, was wohl die Abkürzung für „Intervall“ bedeuten soll, ist für Timelapse Aufnahmen recht wichtig. Damit stellt man ein, nach welcher Zeit ausgelöst werden soll. Also nach wieviele Sekunden oder Minuten das nächste Bild ausgelöst werden soll. Zur Ergänzung muss ich noch sagen, dass die man bei den bis jetzt genannten Funktionen, alle in Stunden, Minuten und Sekunden eingestellt werden können. Diese Werte können jeweils separat, an dem Gerät einstellt werden.

Die nächste Funktion die man einstellen kann wird auf dem Gerät mit N beschrieben. Sicherlich abgeleitet von irgendeiner Zählvariablen, die man aus der Mathematik her kennt, kann man mit dieser Funktion einstellen, wie viele Aufnahmen gemacht werden sollen. Das Maximum bei dem Minadax Kabelauslöser liegt bei 399 Aufnahmen. Danach muss man den Timer wieder von neuen starten. Die letzte Funktion die der Kabelauslöser bietet ist mit einem Notensymbol beschrieben. Damit kann man einstellen ob bei jedem auslösen ein „Biep“ Ton ertönen soll oder nicht.

Minadax Timer Auslöser mit Funktionen
Minadax Timer Auslöser mit Funktionen

Weitere Einstellmöglichkeiten bietet der der Minadax Kabelauslöser in Form von 3 Tasten. Mit der ersten Taste Set, den auf der Abbildung sehen kann, ist dafür da, dass man die jeweiligen Funktion einstellen und speichern kann. Stellt man zum Beispiel bei N die Anzahl der Aufnahmen ein muss man erst auf die Funktion gehen, mit dem Druck auf die Set Taste aktivieren, die Zahl einstellen und einem wiederholten Druck auf den Taste die Einstellung speichern. Der Start – Stop Knopf erklärt sich eigentlich schon von selbst, mit diesem aktiviert man die Timerfunktion bzw. startet man damit die Aufnahmen. Die letzte Taste, mit dem Glühbirnensymbol, lässt das Display erhellen. Dies kann bei Dunkelheit recht von Vorteil sein kann, falls man seine Einstellungen vornehmen möchte oder noch was verändern möchte.

Des weitern bietet der Minadax die normalen Funktionen eines Kabelauslösers in form eines großen grauen Auslöseknopf mit einer Einrastfunktion. Diese zwei Funktionen lassen sich unabhängig von der Timerfunktion betreiben, also wie man es von einem normalen Kabelauslöser kennen sollte. An der rechten Seite befindet sich etwas oberhalb der Mitte ein Wahlrad, mit dem man durch einen druck auf dieses, durch die oben genannten Funktionen Delay, Long, INTVL, N und das Notensymbol springen kann. Nach dem betätigen der Set taste lässt sich dann die Zeit mit über das Wahlrad dann einstellen, in dem man entweder das Rad nach oben oder unten schiebt. Ein weiteres Betätigen der Set Taste speichert es die eingestellten Werte und man kann durch ein weiteres drücken des Wahlrades zu den nächsten Werten springen. Dies wird aber in der Anleitung genauer beschrieben.

Fazit

Der Minadax kostet aktuell um die 30 Euro und leistet das, was man erwarten kann. Er ist recht gut verarbeitet und ist sehr ähnlich dem deutlich teuren Produkt von Canon. Mit dem Kabelauslöser habe ich schon einige Aufnahmen machen können, im Bereich Langzeitbelichtung sowie Timelapse Aufnahmen. Man kann sagen, er macht seine Aufgabe recht ordentlich. Die Einstellung an sich finde ich persönlich etwas „hakelig“. Schnell drückt man die Set Taste oder das Wahlrad um eins zu viel und muss wieder solange drücken, um auf die gewünschte Funktion zu kommen. Ein großes Manko das der Minadax Kabelauslöser hat ist dieses, das er keinen Ausschalter für die Batterie besitzt. Für den Betrieb des Timers benötigt man eine 3Volt Knopfzelle, diese sich aber nicht, wie schon erwähnt, abschalten lässt. Nur ein Entfernen der Batterie verhindert ein unnötiges Entladen der Batterie. Weitere Probleme, die bei mir über den Zeitraum von einem guten dreiviertel Jahr aufgetreten sind, sind diese, dass sich zu einem das Batterie Fach nicht mehr richtig schließen lässt. Die Arretierung leiert einfach aus. Dadurch kann sich die Batterie bzw. die Batteriehalterung lösen und die Timerfunktion schaltet sich dann durch fehlende Stromversorgung aus. Während einer Timelapse Aufnahme kann dies doch sehr ärgerlich sein, wenn man den Fehler nicht sofort bemerken sollte. Ein aktuelles Problem, welches ich mit dem Gerät habe, ist ein Kabelbruch im Kabel das zur der Kamera führt. Dies ist sehr ärgerlich weil es nur noch spontan auslöst, wenn ich am Kabel drehe. Im Ganzen kann ich aber sagen für 30€ ist der Kabelauslöser mal einen Blick wert. Wer sich mal mit dem Thema Timelapse oder Langzeitbelichtung beschäftigen möchte, aber jetzt nicht Unsummen in Ausrüstung stecken will, bekommt mit dem Minadax ein recht günstiges Gerät mit gewissen Defiziten. Für Fotografen, die ambitionierter sind und nicht nur ab und zu (wie oben im Text genannte) Aufnahmen machen möchten, die sollten doch mehr Geld ausgeben und in eine bessere Ausrüstung investieren. Ein paar wesentliche Funktionen fehlen mir persönlich bei dem Minadax einfach wie z.B. Blenden Einstellung oder Belichtungszeit aber sowas kann man für den Preis einfach nicht erwarten. Ansonsten verrichtet er das, was er tun soll.

+ Preis / Leistung
– Bedienung
– Verarbeitung / Qualität

 

Blitze am Nachthimmel

In der Nacht vom 4.7.2014 zum 5.7.2104 konnte man über Teile von Baden Württemberg ein Gewitter beobachten. Über meine Heimatstadt Fellbach zog das Gewitter nicht wirklich hinüber, doch konnte ich Richtung Nord Ost also Richtung Backnang sehr schöne Blitze fotografieren.

Auch diesmal nutze ich wieder die selbe Aufnahmemethode wich ich sie bei den letzen Blitze benutzt habe. In meinem Tutorial  Naturfotografie – Blitze fotografiert, welches man hier auf meinem Blog lesen kann, beschreibe ich ausführlich, wie ich solche Aufnahmen von Gewittern und die Blitze fotografiere.

Es ist im Prinzip nicht schwer, außer das man viel Geduld und natürlich Zeit mitbringt. Das es nicht immer klappt, sollte klar sein, da Blitze zufällig auftreten und man es nicht vorhersagen kann wie und vor allem wann sie auftreten werden. Wenn man Blitze fotografieren möchte sollte man doch die Nacht bevorzugen und immer einen sichern Unterstand haben. Bei einem Gewitter sollte man sich nicht im freien aufhalten, es besteht immer Lebensgefahr! Wer sich mit Langzeitbelichtung auskennen sollte, für den dürfte das Ganze eigentlich gar kein Problem darstellen.

Hier nun die Bilder “Blitze am Nachthimmel” die ich mit meiner Canon EOS 70D
mit dem Canon EFS 18-55mm STM Kit aufgenommen habe.

 

Nerd Time – die Festplatte

Aufnahme einer geöffneten und in Betrieb befindlichen Festplatte. Daher wählte ich auch den  Titel Nerd Time. Ich fand den irgendwie passend zu den Bildern.

Probiert es doch auch mal aus, wenn ihr eine alte Festplatte habt, denn wegwerfen könnt ihr sie immer noch. Hängt sie an ein altes Netzteil dran und belichtet die Festplatte bei 10 bis 15 sek . Für die  Bilder wählte ich eine Blende 8 und Blende 11 bei einer ISO Einstellung von 100. Was ihr noch braucht ist eine gedimmte Lichtquelle, ein Stativ, LED Taschenlampe und eine Kabelauslöser (oder Infrarot Auslöser). Viel Spaß beim nachmachen!

Rutschenfelsen und der Uracher Wasserfall

Hier sind nun die restlichen Bilder von der Tour vom 1ten November 2013 rund um die Schwäbische Alb. Diesmal mit den  Landschaftsimpressionen Rund um den Rutschenfelsen und dem Uracher Wasserfall.

Der Uracher Wasserfall wurde mit einer Langzeitbelichtung Aufnahme fotografiert. Dabei verwendete ich den B&W Graufilter 1000x ND 3,0 den mir Alex Schoo während der Tour zur Verfügung gestellt hat.  Der Filter hat mich sehr überzeugt, wenn man bei Tag Langzeitbelichtung Aufnahmen machen will. Einzig störend ist der der Dominate Rotton bei zu kurz gewählten Belichtungszeiten, ansonsten ist er wirklich zu empfehlen.

Der Hoya HMC Graufilter NDX8 58mm

Die Wanderung zu den Hörschbachfälle nutze ich gleich um meine neue Errungenschaft zu testen , der Hoya HMC Graufilter NDX8 58mm. Dieser flatterte Samstags, per Post bei mir ein. Also stand der Entschluss dann fest, den Filter an einer Wasserkaskade bzw. Wasserfall zu testen. Die Hörschbachfälle standen schon länger auf der Liste meiner Orte, die ich fotografieren wollte. Also packte ich mein Equipment zusammen und machte mich auf den Weg zu den Wasserfällen bei Murrhardt.

Der Hoya HMC Graufilter NDX8 58mm

Für alle die genau wissen wollen für was ein Graufilter bzw ein Neutraldichtefilter ist und welche Funktion er hat, kann das in dem Folgenden Wikipedia Artikel nachlesen: Neutraldichtefilter .

Hirsau Kloster Brunnen
Brunnen – f/25 A 2,5sek ISO100 18-55mm KIT

 

Den Graufilter nutzte ich, um Bewegungsunschärfe am fließenden Wasser, bei Tageslicht zu erzeugen. Für alle die sich weniger darunter vorstellen können, das Wasser wirkt auf den Aufnahme wie eine Art Nebel. Um dies zu erzeugen benötigt man eine Langzeitbelichtung. Aber man steht schnell vor einer gewissen Problematik. Um diesen Effekt bei Wasser zu erzielen, muss man mindestens eine Belichtungszeit von 0,5 bis 1 Sekunde wählen. Wenn man dies z.B. mit einer angenommen Blende von 5,6 und ISO 100 tut – natürlich bei strahlendem Sonnenschein mitten im Tag – was passiert? Ein überbelichtetes Bild ist das Resultat. Nun man könnte nun sagen man verkleinert die Blende auf z.B. f22 und probiert es damit. Nur gibt es ein Problem, dass ab einer Blende 16, der Bereich der Beugungsunschärfe beginnt (physikalisch bedingt durch die Lichtbrechung). Das Resultat daraus ist eine deutliche Minderung der Abbildungsqualität und zu dem gewünschten Erfolg kommt man auch nicht. Das Folgende Beispiel soll diese Problematik nochmals verdeutlichen.

Das Bild “Brunnen”, soll exemplarisch zeigen, wie eine Langzeitbelichtung ausschauen kann, die bei Tageslicht aussehen kann. Bei der Aufnahme kam der der Lichteinfall von links oben, was die extreme Überbelichtung im linken oberen Rand erklärt. Die Aufnahme wurde mit Objektiv würde das Standard Kit 18-55mm von Canon gemacht. Es wurde dabei eine kleine Blende von f 25 gewählt und eine Belichtungsdauer von 2,5sek. Man sieht an dem Bild „Brunnen“ das man nur ein überbelichtetes Bild bekommt. Selbst wenn man die Blende noch kleiner wählt ergibt sich daraus keine Verbesserung. Abhilfe für die Problematik schafft dafür ein Graufilter, der einfach weniger Licht in die Kamera lässt. Es ist dasselbe Prinzip wie bei einer Schweißerbrille. In meinem Fall nutze ich für die folgenden Aufnahmen den Hoya HMC Graufilter NDX8 58mm der bis zu 3 Blenden abblendet (dunkler macht). Ein kurzes Beispiel: Bei einer eingestellten Blende 5,6 bewirkt der Filter, das der Filter die Lichtmenge, wie mit einer Blende 16 durchlassen würde (3x abgeblendet). Die Belichtungszeit lässt sich also durch den Filter künstlich verlängern, auch wenn man eine offene Blende gewählt hat, ohne dass das Bild überbelichtet werden würde.

Aufnahmen von dem Hörschbachfällen mit dem Graufilter 

 

Langzeitbelichtung Hörschbachwasserfal – f/9, 2,5sek ISO200 mit Stativ

Anhand der Aufnahme Daten der Bilder kann nun man sehen, dass man mit dem Graufilter (bei Tageslicht und einer Blende von f/9), eine Belichtungszeit 2,5s nutzen kann.

Ein weiteres Bild zeigt den Wasserfall bei einer Blende von f/22 und einer Belichtungszeit von 6sek. Hier ist noch anzumerken, dass die kleine Blende gewählt wurde, um die Aufnahmezeit zu verlängern. Der Filter stößt bei einer längeren gewünschten Belichtungszeit schnell an seine Grenzen. Abhilfe dafür wäre ein anderer Graufilter mit einer höheren Dichte.

Hörschbachwasserfall
Langzeitbelichtung Hörschbachwasserfal – f/22, 6sek ISO400 mit Stativ

Durch den veränderten Aufnahmewinkel und Position erkennt man eine Überbelichtung im oberen rechten Bereich des Bildes. Um so etwas zu korrigieren empfiehlt es sich, immer im RAW Format zu fotografieren.

Fazit

Der Hoya HMC Graufilter NDX8 58mm ist sauber verarbeitet, verhakte sich aber am Anfang doch sehr oft beim Abschrauben von dem Kit-Objektiv. Bei meinem Canon EF 50mm 1,4 hatte ich bis jetzt keine Probleme damit. Der Filter gibt die Farben natürlich wieder, ohne dass man einen Farbstich in das Bild bekommt. Er erfüllt seinen Zweck, wenn man Wasser weichzeichnen möchte ganz gut. Man sollte aber nicht gerade mitten im Sommer zur Mittagszeit solche Aufnahmen vornehmen. Er lässt sich auch gut für Landschaftsfotografien einsetzen, wenn man z.B. in Wolken mehr Zeichnung reinbekommen möchte oder mehr Kontrast in den Farben will. Für den Preis von ca. 25€ erhält man einen recht günstigen Filter, der vielseitig einsetzbar ist. Wenn man aber mehr bei Tageslicht Langzeitbelichtungsaufnahmen machen möchte oder über 30s belichten möchte, der sollte zu einem Graufilter greifen, der eine höhere neutrale Dichte besitzt als der Hoya HMC Graufilter NDX8. Der B&W 1000x ND 3,0 wäre so ein Filter mit dem man bei Tageslicht Belichtungen über 1 Minute erstellen kann.

Bilder zu diesem Thema findet man auch auf meinem Blog.