Motive die man im Frühling fotografieren kann

Der Frühling beginnt laut Kalender am 20.3.  wenn die Tag und Nacht gleiche ist. Dies ist der Zeitpunkt,  wenn  der Tag genau so lang ist wie die Nacht. Man kann sich dann allmählich von dem Winter verabschieden und sich auf die neuen vielen Motive freuen, die man wieder fotografieren kann. Jede Jahreszeit bietet ihre eigen Motive bzw. hat ihre Reize, aber der Frühling ist neben dem Herbst eines der farbenprächtigen Zeiten. Die ganzen Pflanzen wie Blumen und Bäume beginnen in den unterschiedlichsten Farben zu blühen. Es ähnelt ja schon einen Wettbewerb, in welcher Pracht die verschiedenen Pflanzen leuchten um Insekten für die Bestäubung anzulocken. Bei den Tieren ist die Winterruhe vorüber, das heißt die Tiere werden wieder aktiver und die anderen kehren wieder aus ihrem Winterquartier zurück. Für jeden Natur und Tierfotografen eine sehr tolle Zeit um all die verschiedenen Impressionen festhalten zu können.

Die Zeit zwischen Februar und März ist meines Erachtens immer wieder eine fotografische Durststrecke. Wenn ich auf mein Bilderarchive blicke, bestätigt sich das auch immer wieder aufs neuste. Diese Zeit bietet in der Natur die wenigsten Motive und durch das kalte, nasse Wetter ist man doch eher unmotivierter hinaus zu gehen um welche zu suchen. Dies soll jetzt nicht heißen, dass es gar keine Motive gibt die man fotografieren könnte, doch sind sie eher rarer. Im März fängt es allmählich an, dass die Natur so langsam erwacht. Aus diesem Grund möchte ich jetzt ein paar Tipps zu den Motiven geben, die man im Frühling fotografieren kann und welches Objektiv dafür geeignet ist.

Bäume, Blumen,  Blüten

Fotografieren bedeutet auch oftmals kreativ zu sein und man sollte sich seine  Bild Kompositionen gut überlegen. Einfaches “knipsen” kann jeder und wirkt auch für die meisten eher langweilig. Denn dann kommt dieser Effekt zum Vorschein, das man dies ja schon zu oft gesehen hat und die Bilder nicht wirklich Beachtung finden, wenn man sie veröffentlicht. So sollte man, wenn man die ersten Blumen fotografiert darauf achten, dass man eine andere Perspektive einnimmt. Gerade Motive wie Schneeglöckchen,Krokus oder Osterglocken wirken von oben nach unten Fotografiert nicht wirklich spannend.  Meine Empfehlung ist diese, dass man diese Motive einfach von einem anderen Blickwinkel fotografierten sollte. Nicht wie schon erwähnt schräg von oben herab, sondern eher tief und flach, so dass man auf einer

Krokus im Frühling - die ersten Blüten
Krokus im Frühling – die ersten Blüten

horizontalen Linie zu den diese Blumen bzw. Blüten ist. Die Bildwirkung ist dadurch eine ganz andere und diese wirkt für den Betrachter wieder ganz anders  Für die Aufnahmen kann man entweder ein Makro Objektiv verwenden oder ein Teleobjektiv  verwenden, um so die Blumen von dem Hintergrund besser freistellen zu können. Experimentierfreudige können aber auch zu einem Weitwinkel Objektiv greifen und sich so mal austoben. Für solche Aufnahmen gibt es eigentlich keine Einschränkungen. Es kommt darauf an wie experimentier Freudig und kreativ man selber ist.

Aber nicht nur Blumen sind die ersten Frühjahrs-Motive sondern auch die ersten Blüten von  Bäumen wie Schlehen oder Kirsche. Auch hier kann man seiner eigenen Kreativität freien Lauf lassen. Ob man mit einem Weitwinkelobjektiv den ganzen Baum in die Bildszene setzen möchte (Landschaftsfotografie) oder nur die Blüte mit einer Nahaufnahme (Makrofotografie) ablichten möchte, es sollte für jeden etwas dabei sein.

Rapsfeld mit freigestelltem Hintergrund. Einzelne Wolken geben dem Hintergrund eine Dynamik
Beispiel Rapsfeld mit freigestelltem Hintergrund. Einzelne Wolken geben dem Hintergrund eine  zusätzliche Dynamik

Meine Empfehlung für Bäume ist diese, dass man sich einen schönen sonnigen Tag heraussucht, weil durch das Blau in dem Himmel sich die Blüten der Bäume besser hervorheben. Vereinzelte Wolken bieten ebenso ein gutes Hintergrundmotiv, wobei diese dann nicht mit dem Baum schneiden sollte. Die Blüten würden durch den hohen Weissanteil der Wolken an Kontrast verlieren und sich nicht mehr von Hintergrund hervorheben. Gerde in der Landschaftsfotografie ist es wichtig das man einen guten Kontrast zu dem fotografierten Objekt und dem Hintergrund erhält. Zudem empfiehlt sich auch der Einsatz eines Polfilters um den Hintergrund und die Farben Kontrastreicher darstellen zu können.

Empfohlene Objektive für Bäume, Blumen, Blüte

  • Teleobjektiv
  • Makroobjektiv
  • Weitwinkel

Tiere, Insekten, Amphibien

Auch Tiere bzw. auch die Insekten erwachen nun aus ihrem Winterschlaf/ Winterruhe und Zugvögel kehren wieder aus ihrem Winterquartier zurück. So langsam füllt sich wieder die Flora und Fauna und man findet neben den ersten Blumen auch schon Insekten wie Bienen und Schmetterlinge, die den Nektar sammeln. Aber so richtig los geht es dann, wenn dann alles blüht. Daher sollte bzw. muss man sich doch etwas gedulden bis man diese Motive fotografieren kann. Bei den Schmetterlingen dauert es im Allgemeinen eh  immer etwas länger, bis die meisten wieder aus dem Süden zurück gekommen sind. Die ersten sind eigentlich fast immer die Zitronenfalter, die man herumflattern sieht. Kurz danach kommen dann nach und nach auch die restlichen Falter.

Aber nicht nur Insekten kann man im Frühjahr fotografieren, sondern auch Jungtiere. Gerade im Frühjahr gibt es immer viel Nachwuchs. Sei es bei Ziegen, Schafen, Pferde, Eseln oder auch Vögeln, die Liste kann man

erster Graugänse Nachwuchs Frühling 2016 am Max Eyth See Stuttgart
Graugänse Nachwuchs im Frühling

noch weiter führen. Anfang Mitte April gibt es den ersten Graugänse Nachwuchs. Diesen fotografiere ich seit seit ein paar Jahren immer im Frühjahr. Das Gute daran ist, dass die Tiere(an dem Ort wo ich sie immer fotografiere) an Menschen gewöhnt sind und man daher doch etwas näher an sie heran kann. Natürlich sollte man Allgemein immer einen gebührenden Abstand einhalten und die Eltern nicht in unnötige Panik versetzen. Denn dies kann sich auch schnell in Aggressionen umschlagen, denn die Eltern verteidigen ihren Nachwuchs. Ein Teleobjektiv mit einer höheren Brennweite, ist in diesem Fall immer die Bessere und vernünftigere Wahl.

Erdkröten Paarung im Frühling
Erdkröten Paarung im Frühling

Im Frühjahr ist auch Laichzeit, sprich die Amphibien gehen auf Wanderschaft. Daher ist die Chance gut, Kröten, Frösche, Salamander zu sehen und diese dann abzulichten. Auch hier kann man zum Beispiel eine Nahaufnahme von dem Laich machen, oder von den Kröten die Huckepack durch die Landschaft hüpfen oder im Teich schwimmen. Aber hier sollte man darauf achten die Tiere nicht zu stören oder gar auf sie drauf zu treten.

Empfohlene Objektive für Tiere, Insekten, Amphibien

  • Teleobjektiv
  • Makroobjektiv

Weiter unzählige Ideen die man mit Frühling verbinden kann

Wer kreativ ist, der findet sicherlich noch unzählige andere Ideen, die er zum fotografieren verwenden kann. Zu Ostern könnte man eine Bildkomposition mit Ostereiern oder einem “Osterhasen” erstellen oder man geht raus in die Natur und macht ein normales Fotoshooting mit einem Model. Es wird sich sicherlich die eine oder andere Idee geben, die man umsetzen kann. Allgemein sollte aber auch darauf achten, das man seine Ausrüstung stehts trocken und sauber hält. Der Frühling ist alles andere als ein schöner, warmer Frühjahrstag. Es gibt oft verschiedene Wetterlagen von Schnee bis Eis, von Hitze bis Gewitter und selbst sogar Sahara Sand. Aus diesem Grund sollte man, wie auch im Herbst, darauf achten, das die Kamera und das Objektiv nicht diesen Witterungen direkt ausgesetzt ist. Verpackt es am Besten in einen wasserabweisenden Rucksack oder nehmt eine Fototasche und schützt so diese so vor Schäden. und Verschmutzung. Was immer nützlich ist, ist ein Mikrofasertuch um die Linse am Objektiv und die Kamera zu reinigen. Denn jeder kennt es und Allergiker freut sich über diese Ereignis im Frühjahr – den Pollenflug. Diese können sich auch wunderbar über die Linse absetzen und einen ungewollten Film darauf bilden. 

Ansonsten raus aus der Bude, die Beine wieder bewegen, den Kreislauf in Schwung bringen und fotografieren was das Zeug hält – der Winterschlaf ist nun vorüber!

Gute Bilder und gutes Licht!

 

Tipps und Tricks für bessere Winter Fotografien

Jetzt kann man endlich sagen, dass der Winter nun Endlich da ist. Es hat ja schon ziemlich lange gedauert, bis es endlich wieder geschneit hat. Nach den frühlings haften Temperaturen im Dezember und etwas herbstlich wirkenden Wochen Anfang Januar, ist er nun endlich da. Eigentlich hatte ich schon Zweifel daran, ob wir überhaupt noch frostige Temperaturen und vor allem Schnee bekommen würden. Aber es scheint ja, das sich der Winter diesmal etwas länger aufhalten wird, wie es in den letzten Jahren es der Fall war. Da gab es ja auch immer nur ein kurzes Zeitfenster, wo es geschneit hat und dieser auch liegen blieb. Leider muss man auch diesmal wieder davon ausgehen, dass sich der Schnee nicht lange halten wird. Aus diesem Grund sollte man  jetzt schnell sein und diese Zeit zum fotografieren nutzen, solange der diese noch da ist.

Es gibt wie zu jeder Jahreszeit auch im Winter einiges beim fotografieren zu beachten. Daher möchte ich kurz ein paar Tipps geben, damit eure Fotografieren im Winter garantiert was werden. Diese Tipps sind so allgemein wie möglich gehalten, dass diese auf jede Kamera übertragbar sind. Man braucht also keine Profi Kamera  oder eine hochwertige Ausrüstung um diese Tipps umsetzen zu können.

Tipp Nr. 1  – die Belichtung im Winter

Im Winter richtig zu belichten stellt einen immer wieder vor eine gewisse Herausforderung. Gerade bei Schneelandschaften hat man immer den Malus, dass der Schnee Licht reflektiert. Dadurch kommt der Belichtungsmesser der Kamera so oder immer durcheinander, so dass er bei der Belichtungskorrektur Anzeige immer einen unterbelichteten Wert angezeigt. Daher sollte man, falls man sich in  dem Automatik Modus befindet, auf den manuellen Modus umstellen und die Belichtung so korrigieren. Wichtig ist nur, dass man auf keinen Fall es übertreiben sollte, weil sonst ist das Bild überbelichtet! Aus diesem Grund sollte man sich in kleinen Schritten an einen Wert herantasten welcher auch der ein optimales Bildergebnis

Eine +1 EV Überbelichtung wie es auf der Belichtungsskala zu sehen ist
Eine +1 EV Überbelichtung wie es auf der Belichtungsskala zu sehen ist

verspricht. Das heißt aber auch , dass man nach jeder Aufnahme nachschauen und kontrollieren muss, ob das Bild etwas geworden ist.  Einen Wert zwischen +0,5 EV und +1 EV  sollte bei der Belichtungskorrektur  in der Regel vollkommen ausreichen. Anderes schaut es wieder aus, wie schon geschrieben, wenn die Sonne scheint und der Schnee so zusagen überstrahlt. Dann sollte man entweder Abblenden oder die Belichtungszeit verkürzen.

 Tipp Nr.2 – Stativ verwenden

Manchmal steht man doch vor der Situation, dass selbst der Bildstabilisator und die Erhöhung der ISO Zahl kein gutes Resultat mehr liefern. Dann ist es einfach nicht mehr möglich Freihand zu fotografieren. Würde man die ISO Zahl immer weiter erhöhen, so wird das Bildrauschen immer deutlicher sichtbar und so sinkt auch unweigerlich die Bildqualität. Alternativ kann man die Blende weiter öffnen aber so verliert man auch wiederum Tiefenschärfe.  Dies macht sich dann eher bei Landschaftsfotografien bemerkbar. Also bleibt ja nur noch eins übrig, dass man die Belichtungszeit verlängert. Eine längere Belichtungszeit bedeutet, dass mehr Lichtinformationen auf den Sensor treffen und man so eine Unterbelichtung der Fotografie vermeidet. Der Nachteil ist dieser, dass es ab einer Belichtungszeit von ungefähr 1/50s fast nicht mehr möglich, ist frei aus der Hand zu fotografieren. Im Winter ist es eh nochmals schwieriger, da die Kälte und das Laufen durch den Schnee physisch noch mehr  von einem abverlangt. Die sogenannte Bewegungsunschärfe würde sich dann in den Aufnahmen sichtbar machen. Bewegungsunschärfe bedeutet soviel, dass das Bild einfach verwackelt ist. Daher ist der Einsatz eines Stativs, gerade bei schlechten Lichtverhältnissen, sinnvoll um so eine gute Bildqualität zu erreichen. Zusätzlich sollte man immer einen Kabelauslöser verwenden, wenn man ein Stativ verwendet. So minimiert jegliche Eventualität, dass das Bild doch noch  verwackeln würde.

Schneelandschaft - Fotografiert mit einem Stativ um so eine Bewegungsunschärfe bei längeren Belichtungszeiten zu vermeiden
Schneelandschaft Wald- Fotografiert mit einem Stativ um so eine Bewegungsunschärfe bei längeren Belichtungszeiten zu vermeiden

Tipp Nr.3 – HDR Aufnahme

Alternativ kann man auch eine HDR Aufnahme erstellen. Diese Methode eignet sich fast immer für solche Situationen, wenn viel Licht und Schatten mit im Spiel sind und der Belichtungssensor überfordert ist. Wenn man eine HDR Aufnahme macht so sollte man die Aufnahme mit einem Stativ machen, damit auch keine Unschärfe in den Aufnahmen entstehen oder Fehler bei der späteren Bearbeitung erscheinen,  wenn man sich z.B. während der Aufnahme bewegt hat. Mit einem Stativ kann man sich einer hohe Qualität sicher sein. Aktuelle Kamera-Modelle können ja  in der Kamera schon selbst HDR Aufnahmen verarbeiten und diese dann fertig  bearbeitet ausgeben. Also braucht man jetzt nicht unbedingt ein Bildbearbeitungsprogramm dafür, um das HDR später zusammenzufügen und anschließend zu bearbeiten. Bei manchen Kameras muss man aber erst auf das JPG  Format umstellen, um so die HDR Funktion aktivieren zu können. Also so kenne ich das zumindest von meiner eigenen Kamera. Ansonsten kann man ja noch das  Bracketing  (AEB) (Belichtungsreihe)aktivieren, um so eine HDR Aufnahme zu fertigen. Diese Belichtungsreihen kann man anschließend als ein HDR Bild, mittels einer Bildbearbeitungssoftware,  dann  zusammenzufügen. Das Bracketing macht im Prinzip das gleiche wie beim fertigen HDR. Der Unterschied ist aber dieser, dass man das HDR Bild anschließend noch selber zusammenfügen und bearbeiten muss. Der Vorteil bei der Bracketing Methode ist dieser, dass man auch im RAW fotografieren kann und gegebenenfalls, mittels RAW Konverter, noch nachjustieren kann.

Tipp Nr.4 – Verwendung von Filtern

Es gibt ja verschiedene Filter die man beim Fotografieren verwenden kann. Für fast jede Situation gibt es immer einen speziellen Filter den man verwenden kann. Bei der Landschaftsfotografie, wo Himmel und Wolken eine Rolle spielen, eignet sich immer die Verwendung eines Pol-Filters. Dieser gibt nicht nur den Wolken wieder Zeichnung (dämpf so zusagen die Überbelichtung ab) sondern man kann den Filter so einstellen (durch drehen), dass man die Blautöne kräftiger erscheinen lässt. Weiter kann man, gerade wenn im Schnee fotografiert und die Sonne scheint, einen Graufilter verwenden. Je nach Stärke schluckt dieser ca. 1-2 Blenden oder mehr und so kann man doch der Überbelichtung zusätzlich entgegenwirken. Diese Art von Filter hat aber den Nachteil, dass das gestammte Bild abgedunkelt wird. Aber auch dafür gibt es einen Lösung mit dem sogenannten Grauverlaufsfilter. Vereinfacht erklärt ist es so, dass eine Seite des Filters “dunkel” beschichtet ist und die andere Seite durchsichtig ist.  Wenn man z.B. nur den Himmel abdunkel will, weil man die Belichtung auf den Schnee einstellt, so kann man mit diesen bessere Ergebnisse erzielen. Man nimmer die “dunkle” Seite des Filters für den Himmel. So wird der Himmel nicht überbelichtet, man erhält in den Wolken Zeichnung und die Schneelandschaft ist trotzdem richtig belichtet. Bei Filtern sollte man aber immer auf die Qualität achten, damit kein Farbstich in das Bild mit hineinbekommt oder hässliche Reinfektionen entstehen. Falls sie Brillenträger sind, kennen sie diese Situation mit ihren Gläsern und so sollten man auch darauf achten hochwertige Filter zu verwenden.

TIP Nr.5 – Allgemeine Tipps

Eigentlich könnte man fast ein Buch damit füllen, auf was man noch alles beim Fotografieren im Winter achten sollte.  Aber Zeit ist ja Geld und beides hat man in der Regel nicht. Daher fasse ich das Ganze einfach mal kurz in einer Aufzählen zusammen. Dies lässt sich auch etwas besser merken, anstatt noch mehr dazu zu schreiben.

Auf was man noch achten sollte, wenn man im Winter fotografiert:

  • Den immer Akku voll laden, da er sich in der Kälte schneller entlädt
  • Einen Ersatz Akku am Besten in der Hosentasche mitnehmen
  • Bei Schneefall Kamera mit einer Abdeckung schützen
  • Mikrofaser Tuch mitnehmen um Feuchtigkeit schnell zu beseitigen
  • Bei Nichtgebrauch – Kamera in der Tasche verstauen
  • Nicht Blitzen – da die kristalline Form des Schnees hässlich reflektiert
  • Manuell über den Live View und  Zoom Lupe fokussieren
  • Zieht euch warm an,  um so lange in der Kälte fotografieren zu können
  • Wasserfeste Schuhe mit einer dicken Sohle sind immer wichtig!
  • Nehmt was zu trinken mit – Kälte kann schlimmer sein als Hitze!
  • In RAW fotografieren um korrigieren zu können

 

Auf dem oberen Bilder Vergleich seht ihr, dass ihr mittels einer RAW Aufnahme, ohne weiteres eine Unterbelichtung noch gut korrigieren könnt. Es ist zwar kein Allheilmittel für falsch belichtete Aufnahmen, aber es kann euch doch noch eure Aufnahme retten.

Wenn ihr das alles soweit beachtet, kann eigentlich nichts mehr im Weg stehen, wenn man im Winter fotografieren möchte. Ein Punkt auf den ihr aber achten solltest: Wenn ihr wieder daheim seit, dann lasst die Kamera einfach für paar Stunden im Raum liegen. Damit kann die Kamera in Ruhe trockenen und die Feuchtigkeit kann der Elektronik nicht schaden. Die Warme Luft lässt die kalte Luft in der Kamera und auf dem Objektiv kondensieren. Bitte auch nicht auf einen Heizkörper legen! Es reicht vollkommen wenn die Kamera auf ein Tuch/ Handtuch liegt und so für 1-2h trocknet.

Falls ihr euch noch fragen solltet, welche Objektive man verwenden für die Winter Aufnahmen verwenden soll, so ist das völlig eurer Kreativität überlassen. Ihr könnt ein Makroobjektiv verwenden um Eiszapfen oder Schneeflocken zu fotografieren oder ein normales Weitwinkel um die Schneelandschaften abbilden zu können. Alles ist erlaubt, es liegt nur an euch! Probiert es einfach einmal aus.

Wenn ihr noch nach Ideen sucht, so schaut doch einfach mal meine Bilder an, was man im Winter so alles fotografieren kann. Seit ich zu Fotografieren begonnen habe, nutze ich die Jahreszeit um unterschiedliche Motive zu fotografieren. Als Beispiel kann ich die hier schon erwähnten Makrofotografien von Eis und Schneeflocken, Personen Shootings, Waldlandschaften, Texturen, gefrorenen Bachtäler, Wasserfälle und Tiere nennen. Schaut doch einfach meine Bilder einmal an. Viel Spaß bei euren Winterbildern!

Das Jahr 2015 – Ein Rückblick

Heute ist der 30.12.2015 und morgen ist der letzte Tag in diesem Jahr 2015.

Milchstraße bei 28mm Brennweite
Milchstraße bei 28mm Brennweite

Daher ist es doch Zeit, rückblickend auf das Jahr zu schauen, was alles bei mir so los war. Dieses Jahr habe ich vermutlich die meisten Aufnahmen, seit ich fotografiere, gemacht. Grund dafür ist, dass ich mit der Astrofotografie angefangen habe. Das Deep Sky Stacking Verfahren hat doch etwas mehr Bilder gekostet als ich gedacht habe. Aber nicht desto trotz werde ich auch im kommenden Jahr vermehrt auf die Astrofotografie setzen.

Dieses Thema interessiert mich doch sehr und ich will endlich einmal die Andromeda Galaxie fotografieren. Leider hatte ich diese Jahr, mit dem Teleobjektiv, etwas weit verfehlt…. Aber dafür ich konnte noch einen Teil der Milchstraße fotografieren.

Blutmond Zenit Phase
Blutmond Zenit Phase

Aber nicht nur Galaxien, Sternenhaufen oder die Milchstraße stand dieses Jahr auf den Programm, nein diese Jahr hatte es im Bereich der Astrofotografie in sich. So gab es im Frühjahr eine partielle Sonnenfinsternis, einen Blutmond, einen blauen Mond und sogar einen seltenen Weihnachtsmond. Man sieht, dass der Mond im Jahr 2015 eine zentrale Rolle gespielt hat. Natürlich habe ich dies alles fotografisch dokumentiert und ihr könnt gerne die Bilder auf meinen Blog anschauen.

Aber nicht nur die Astrofotografie war diese Jahr ein Schwerpunkt meiner Fotografie, nein, denn dieses Jahr habe ich zum ersten mal einen Steinkauz gesichtet. Dieser wurde dann, mit gebührenden Abstand, auch fotografiert. Die meisten Bilder werden aber noch im kommenden Jahr veröffentlicht auf meinem neuen Projekt  https://naturbilder-magazin.de. Diese Seite werde ich zusammen mit meinem Fotografen Kollegen Matthias Gröner betreiben. Dort werden wir ausführlichere Artikel zu verschiedenen Themen rund um das Thema Naturfotografie veröffentlichen.

Wer meine Herbstbilder kennt und auch mal wissen will, wie man solche Bilder fotografiert und was man alles beachten muss, der kann sich freuen. Ab nächsten Jahr (2016) werde ich ein E-Book auf Amazon mit dem Titel “Fotografieren im Herbst” veröffentlichen. Dort gebe ich wichtige Tipps und Tricks auf was man alles achten muss, wenn man im Herbst fotografieren möchte. Der Schwerpunkt diese Buches liegt dann im Bereich der Nebelfotografie, welches auch den größten Teil des Buches einnehmen wird. Zudem gibt es am Ende zwei Workshops, wie man seine Bilder mit Photoshop bearbeiten kann und wie man ein Makro Fokus-Stack erstellt. Mehr Informationen findet man dann unter fotografie.training , aber die Seite befindet sich momentan auch noch im Aufbau. Von daher bitte ich noch um etwas Geduld.

Aber um noch einmal rekapitulierend auf das vergangen Jahr  2015 einzugehen, würde ich einfach sagen Bilder sagen mehr als Worte und daher werde an dieser Stelle noch ein paar meiner “Best of 2015” nun posten. In diesem Sinne wünsche ich allen ein hoffentlich gutes Jahr 2016!

Die Milchstraße

Dieses Jahr habe ich mich doch einmal an das Thema der Astrofotografie gewagt. Wer meinen Blog kennt, der weiß, dass ich den Mond schon seit Anfang an immer ein Teil meiner Fotografie war. Nun, wollte ich doch noch einen Schritt weiter gehen und den Sternenhimmel bzw. die Milchstraße fotografieren.

Letzen Monat habe ich mit einem befreundeten Fotografen (Matthias Gröner) an

Perseiden Schauer August 2015
Perseiden Schauer August 2015

das Thema gewagt. Der Perseiden-Schauer erreichte Mitte August den Höhepunkt und diese Ereignis nahmen wir als Anlass, uns einmal in dem Bereich Astrofotografie zu wagen. Matthias, der hauptsächlich im Bereich der Tierfotografie unterwegs ist, war auch sehr daran interessiert, sich in diesem Bereich mal weiter zu bilden.

Aller Anfang ist schwer, so ist es auch mit der Astrofotografie. Es ist schon erstaunlich was man alles so beachten muss. So habe ich davor einige Blog Einträge und ein Buch zu dem Thema konsumiert. Auch mit dem Thema bzw. dem Programm Deep Sky Stacking  setzte ich mich auseinander und probierte einige Aufnahmen zu erstellen. Dies war aber eher ein mittelmäßiger Erfolg, da die Luftverschmutzung und Hintergrundstrahlung in den Ballungunsräumen eine wirklich gute Aufnahme verhindert.

Wenn man den Himmel bzw. den Nachthimmel fotografieren möchte, so sollte man doch wohin fahren, wo es wirklich dunkel ist. Etwas weiter weg von Großstädten, also auf das Land, an die Nord- oder Ostsee oder in die Berge verspricht einfach einen besseren Erfolg. Dort gibt es weniger Wärmestrahlung (Hintergrundstrahlung) die eine Nachtaufnahme einfach nur stört.

Milchstraße bei 28mm Brennweite
Milchstraße bei 28mm Brennweite

Eine Lichtstarke Linse (Objektiv) sollte man auf alle Fälle haben. Natürlich sollte es ein Weitwinkel Objektiv sein, um so mehr von dem Himmel mit auf das Bild zu bekommen. Gerade dann wenn man die Milchstraße fotografieren möchte, sollte man ein schauen, das man einem Brennweiten Bereich von 10mm -28mm fotografiert. Alles andere würde den Ausschnitt zu sehr verkleinern und man würde dich Milchstraße nicht mehr ganz in das Bild hinein bekommen.

Wenn man einen ASP-C Sensor hat, so sollte man immer den Crop Faktor von 1,5-1,6 (je nach Kamera Modell) beachten. Oder man hat einen Four-Third Sensor, wie es bei den DSLM Kameras der Fall ist, so sollte man den Faktor 2,0 zu der Brennweite multiplizieren um so die tatsächliche Brennweite (auf Kleinbild Format gerechnet) zu erhalten. Für meine Aufnahme habe ich eine 18-55mm Linse verwendet und mit eine Brennweite von 18mm eingestellt. Effektiv hatte ich aber, durch den Crop Faktor, eine Brennweite von nur ~28mm. Also fehlte mir doch einiges an Brennweite und eine große Fläche ablichten zu können. Aber es sei schon mal soviel gesagt, dass es trotzdem reicht, dass man die Milchstraße fotografieren kann. Nicht wirklich optimal aber es reicht doch.

Wie schon geschrieben, so sollte das Objektiv auf alle Fälle Lichtstark sein. Meine maximale Offenblende von 3,5, bei meinen verwendeten Objektiv, reichte für die bisherigen Aufnahmen völlig aus. Besser ist es aber immer, wenn man die Blende noch etwas öffnen kann. So kann einfach mehr Licht auf den Sensor fallen. Eine Blende von 2,8 bildet dabei eine sehr gute Basis und man findet auch eine große Auswahl an Objektiven, der verschiedenen Hersteller. Das Tokina AT-X 11-16mm f/2,8 Pro DX II Ultraweitwinkelzoom-Objektiv wäre eins meiner  Favoriten, welches ich mir vielleicht noch mit in meine Ausrüstung aufnehmen werde. Aber auch andere Hersteller, haben recht gute Objektive mit in ihrem Portfolio. Ein Vergleich der verschiedenen Hersteller bzw. der Objektive schadet nie etwas. Eine gute Abbildungsleistung sollte neben der Lichtstärke, ein weiteres entscheidendes Kriterium, für dem Kauf sein.

Wer kein Lichtstarkes Objektiv besitzt, der kann auch die ISO Zahl weiter erhöhen. Bei neueren Kamera-Modellen ist es wirklich kein Problem mehr, die ISO Zahl hoch zu stellen. Bei den Milchstraßen Bildern habe ich eine ISO Zahl von 6400 gewählt und die Aufnahme ist völlig ok. Man die Milchstraße erkenne und das ist ja Sinn und Zweck einer solchen Aufnahme. Wer da meint ein scharfes Bild bekommen zu können , den muss ich hier leider enttäuschen. Es gibt Programme wie das Deep Sky Stacking, womit man das rauschen sehr gut herausgerechnet bekommt, aber da muss man dann von einer Stelle mehre Aufnahmen machen und dieses dann miteinander verrechnen lassen. Zudem eignet sich dieses Programm nicht so gut für die Milchstraße.

Bei meinen Milchstraßen Aufnahmen, habe ich aber eine andere Technik angewandt, die man von der Panorama Technik her kennt. Der Stack sollte einen breiteren Blickwinkel von der Milchstraße ermöglichen um so das Defizit in der Brennweite, durch den ASP-C Sensor, zu kompensieren. Dies geht wunderbar, aber man sollte es mit dem gesamten Aufnahmewinkel nicht übertreiben, da man sonst ein sehr verzerrtes Bild bekommt. Es verhält, wie schon geschrieben,  genau so wie wenn man eine Panorama Landschaftsaufnahme erstellt.

Der letzte Punkt, den ich noch ansprechen möchte,  ist das fokussieren. Es geht nur manuell, denn der Autofokus würde nie die weit entfernten Sterne nicht scharf stellen können. Daher muss der Autofokus auf “Manuell” gestellt werden. Versuche dies über den Live View scharf zu stellen wird auch nicht funktionieren, da einfach zu wenig Licht durch kommt um wirklich etwas zu erkennen. Bei meinen ersten Aufnahmen bin ich auch ziemlich verzweifelt, denn ich habe am Anfang keine “scharfe” Aufnahme hinbekommen. Man muss sich doch sehr langsam herantasten, indem man das Objektiv auf Unendlich oder Anschlag stellt, dann eine Aufnahme macht, kontrolliert und dann die Schärfe korrigiert. Wer ein STM Objektiv hat, der ist im Nachteil. Diese haben leider keinen Anschlag mehr und somit ist es doch nochmals ein Tick aufwendiger, die richtige Schärfe einzustellen. Wenn man dann die richtige Schärfe gefunden hat, der sollte darauf achten, dass man ja nicht mehr an den Schärfering am Objektiv heran kommt. Sonst muss man die Schärfe wieder einstellen.

Das man ein Stativ und einen Kabelauslöser für die Aufnahmen verwendet, sollte schon von vorne rein klar sein.

Zum Abschluss noch paar Fakten, wann man die Milchstraße am Besten hier in unseren Breitengraden sieht. Im August und im September, sieht man diese am Besten. Man sollte aber immer beachten, dass es immer stockdunkel sein muss um dieses fotografieren zu können. Jedes Licht,  jede Hintergrundstrahlung stellt einen Störfaktor in der Aufnahme dar. Dies kann man zwar durch Filter kompensieren, aber dies würde ein weiterer Kostenfaktor bedeuten. Solche Spezialfilter sind nicht gerade billig. Um das Zentrum der Milchstraße fotografieren zu können, muss auch der Richtige Zeitpunkt gewählt werden. Zwischen 2 Uhr und 3 Uhr Nachts kann man dann dieses auch auf seinen Aufnahmen ablichten. Meine Aufnahmen entstanden um 23 Uhr und zeigen nur einen Seitenarm des Milchstraße und nicht das Zentrum. Aber nicht nur die richtige Uhrzeit ist wichtig sondern auch der richtige Tag. Der Mond ist nachts die größte Lichtquelle und überstrahlt jede Aufnahme die man von der Milchstraße machen will. Daher muss man solche Aufnahmen immer während der Neumondphase planen. Wenn alles geplant ist und das Wetter auch mit spielt, so sollten solche Aufnahmen kein Problem darstellen!

Milchstraße Nördliche Richtung
Milchstraße Nördliche Richtung f/3,5, 25sek, ISO 6400 , 18mm (28,8 kb)
Milchstraße Südliche Richtung f/3,5, 25sek, ISO 6400 , 18mm (28,8 kb)
Milchstraße Südliche Richtung f/3,5, 25sek, ISO 6400 , 18mm (28,8 kb)

 

 

Lohnt es sich alte Bilder neu zu bearbeiten ?

Die Frage ob sich es lohnt, seine alten Bilder neu zu überarbeiten, ist eine Frage die man sich doch irgendwann mal stellen sollte. Für mich war es eigentlich der Zeitpunkt gekommen, wo ich meinen Blog hier auf Vordermann bringen wollte. Grund dafür war das Google Speedpage Tool gemeckert hatte, dass meine Bilder zu groß wären und nicht für das Internet optimiert wären. Also habe ich mir kurzerhand alle Bilder von meinem Server herunter geladen und diese mal mir genauer angeschaut. Was mich doch erstaut hat war dies, dass es doch über 8000 Bilder sind, die auf meinem Server liegen. Faszinierend war da mein erster Gedanke, was sich für eine erstaunliche Menge im Laufe der Zeit so ansammelt.

Alte Bilder sollte man ruhig wieder anschauen

Bei der Durchsicht der Bildern habe ich einige Dinge bei der Bearbeitung bemerkt, die mich heute doch sehr stören. Konkret meine ich, wie ich die Bilder in RAW entwickelt und anschließend in Photoshop bearbeitet hatte. Sei es, dass das Bild zum Beispiel zu übersättigt war, zu dunkel oder die optimale Schärfe gefehlt hat. Daher hab ich mir kurzerhand den Entschluss gefasst, die ganzen Bilder zu überarbeiten und diese gleich für die Darstellung für das Web zu optimieren.

Über die Jahre hinweg verbessern sich nicht nur die Programme die man nutzt, sondern auch (hoffentlich) die Technik um Bilder zu bearbeiten. Falls nicht, sollte man doch mal ein bisschen Zeit investieren und ein paar Tipps und Trick im Internet suchen, Bücher zu kaufen oder Lern-Videos zu erwerben. Die Auswahl an Lernmaterial war noch nie so groß, wie auch das Angebot an den unterschiedlichen Medialen Plattformen. Auch ich habe einen YouTube Kanal erstellt, wo ich mein Know zu dem Thema Bildbearbeitung und Fotografie den Leuten teile. Wer Interesse hat, der kann doch vorbei schauen und darf mich gerne abonnieren. Man sollte daher seine Chance nutzen und so seine Fähigkeiten verbessern.

Aber nun zurück zum eigentlichen Thema. Ja, es lohnt sich wenn man seine alten Bilder nochmals anschaut und sich einfach nochmals dran setzt um diese zu bearbeiten. Man wird erstaunt sein, wie man anders an ein Bild herangeht und dieses dann bearbeite. Für den größten Teil meiner Bilder, die ich hier auf dem Blog veröffentlicht habe und die ich optimiere, nutze ich die Nik Collection speziell den Viveza Filter. Mit diesem lassen sich, ähnlich wie mit Camera Raw, die verschiedenen Tonwerte optimieren. Zum Nachschärfen der Bilder benutze ich noch den “Unscharf Maskieren” Filter, da dieser nicht so starkt auf das Bild wirkt, wie andere Schärfefilter. Manche Bilder erfordern eher eine intensivere Bearbeitung und dazu greife ich dann immer auf die Original RAW Datei zurück. Gerade im Bereich von Personen Fotografie, bearbeit ich diese Bilder von Grund auf neu. Wenn man viel Beauty Retusche geübt hat, lohnt es sich diese Bilder neu zu bearbeiten.

Grundsätzliche Überlegung: Was stört mich an den alten Bildern?

Daher möchte ich an dieser Stelle mal zeigen, wie ich vor gut 2 1/2 Jahren ein Bild bearbeitet habe und wie ich heute nun an die Sache gehe. Im Bereich Beauty Retusche bin ich noch nicht der Profi und mir fehlt da auch einfach die die Übung. Wer meine Bilder kennt weiß, das mein Schwerpunkt eher im anderen Fotografischen Bereich liegt. Aber trotzdem ist es ein Teilbereich, den ich mit in meinem fotografischen Portfolio integriert habe.

Shooting-Swaantje
Shooting-Swaantje

Das Bild ist die Version die ich 2013 bearbeitet und so veröffentlicht hatte. Nach dem durchschauen der Ganzen Bilder, empfand ich die Ganze Serie, als unpassend entwickelt und bearbeitet. Viel zu viele gesättigte Farben, zu viel Kontrast, zu viele Flecken durch die Dodg  and Burn Technik, keine Strukturen mehr im Gesicht. Das obere Bild ist das erste, welches ich dann von Grund auf neu bearbeitet hatte. Also also nahm ich die Original RAW Datei und setzt alle Werte auf Standard. Nach der optimalen Einstellung, wurde das Bild dann weiter in Photoshop bearbeitet. Frequenztrennung, Dodge and Burn,Stilisierung Aktion für die Haare, Gradation Kurven, Weichzeichnungsfilter und fertig war die neue Retusche. Natürlich noch etwas scharf gezeichnet mit dem Unscharf Maskieren filter um die richtig Schärfe in die Aufnahme zu bekommen. Das Ganze dauerte ca. 1 1/2h was recht ist für eine Bildretusche.

Vergleich RAW Aufnahme mit retuschiertem Bild von Swaantje
Vergleich RAW Aufnahme mit retuschiertem Bild von Swaantje

 

Shooting mit Swaantje im Kurpark Bad Cannstatt
neu retuschiertes Bild 2015

Man kann sich jetzt streiten welches nun besser oder schlechter ausschaut. Fakt ist aber, dass mehr Details durch die neue Bearbeitung heraus gearbeitet wurde und es kam weniger Weichzeichner zum Einsatz. Das Bild soll auch nur als Beispiel dienen, was man alles besser machen könnte oder einfach anders. Man kann die Bearbeitung des linken Bildes von 2013 eher dem “Glamour, Fashion ” Look zu ordnen und das aktuelle einer normalen Personen Retusche. Im Endeffekt muss es euch gefallen und euren Kunden, für den ihr die Bilder gemacht habt.  Aktuell  gehe ich immer mehr dazu über, das ich Bilder von Personen natürlicher bearbeite, als ich es früher gemacht habe. Für mich hat eine total weich gezeichnete Haut, ohne Struktur, einfach nichts mehr mit der Natürlichkeit zu tun und verfälscht einfach die wirkliche Sicht auf die Person. Deswegen hatte ich mich auch dazu entschieden, dass Bild von der Swaantje neu zu retuschieren. Man sieht aber auch, wie stark man mit Photoshop Bilder beeinflussen kann. Es ist immer wieder genial zu sehen, wie einfach man die Menschliche Wahrnehmung mit einfachen Methoden, beeinflussen kann.

Fazit

Es lohnt sich immer mal seine alten Bilder mal anzuschauen und sie mal auf zu polieren. Mit der Zeit bekommt man doch immer mehr ein besseres Gefühl für ein Bild, wie man es besser bearbeiten kann. Manchmal hilft es auch einem, wenn man es einfach mal ruhen lässt und dann wieder darauf schaut um es endgültig zu finalisieren. Man muss oder sollte die Zeit schon investieren um seine alten Bilder nochmals einen optimalen Schliff zu verleihen. Niemand ist perfekt und man lernt auch nie aus. Also probiert es doch einfach einmal aus!

Der Mond – Tipps und Tricks zur Mondfotografie

Am 14.5.2014 war mal wieder Vollmond und ich nutzte die Chance einen Mondaufgang zu fotografieren. Da der Aufgang noch vor dem Sonnenuntergang war, hatte ich doch noch die Chance die richtige Position zu finden und alles einzustellen. Fokussieren bei einem aufgehenden Mond bei Dunkelheit ist fast unmöglich, denn dann muss man warten bis der Mond aufgeht um ihn scharf abbilden zu können.

Tipps und Tricks zur Mondfotografie

Wer mal vor hat, den Mond zu fotografieren oder auch den Mondaufgang, der sollte ein paar wichtige Dinge beachten. Deshalb gibt es jetzt schon einmal  eine Checkliste an Ausrüstungsgegenstände, was man alles braucht um den Mond richtig zu fotografieren.

Die Ausrüstung:

  • Kamera
  • Teleobjektiv ab 200mm
  • stabiles Stativ
  • Kabelauslöser / Fernauslöser

Mehr braucht man eigentlich nicht. Was ich diesmal benutzt habe ist von Google die App Sky Map mit der ich die aktuelle Position des Mondes bestimmen konnte. Die App ist eigentlich recht einfach in ihrer Handhabung. Mit der Sternenkarte wird der Horizont sein Position angezeigt und dazu die aktuelle Position des Mondes. Dadurch kann man sehr gut abschätzen wo der Mond aufgehen wird.

Der Aufbau

Hat man nun seine Position gefunden, baut man sein Stativ aus und sorgt für einen festen Stand. Wenn es doch wackeln solltet oder der Untergrund etwas uneben sein sollte, dann beschwert das Stativ. Bei manchen Stativen gibt es unten an der Mittelsäule einen Haken, wo man Gewichte oder den Fotorucksack hinhängen kann. Das Problem ist meist bei solchen Stativen vorhanden die man zu einem günstigen Preis bekommt und aus Plastik besteht. Nach dem Aufbau des Stativs schraubt man nun die Wechselplatte an die Kamera oder an der Objektivschelle fest heran, so das diese nicht mehr verrutschen kann.

Es ist mir auch schön öfters passiert, das sie die Schraube während der Aufnahme gelockert hat. Daher kann ich nur empfehlen diese Schraubenverbindung fest anzuziehen. Bei einem Teleobjektiv ist eine Objektiv schelle immer von Vorteil. Bei den meisten Teleobjektiven ist diese meist schon beim Kauf mit dabei.  Bei dem alten Canon EF 70-200mm 4.0 USM ohne IS  (also das allererste) oder das Canon EF 70-300mm 4 – 5,6 USM IS Teleobjektiv fehlt zum Beispiel diese Schelle und man muss diese nachkaufen. Wenn man sich jetzt fragen sollte für was diese überhaupt gut ist, so lässt sich das sehr schnell erklären. Teleobjektive sind in der Regel sehr groß und schwer, wegen den ganzen Linsen die in diesen verbaut sind. Dadurch verlagert sich der Schwerpunkt nach Vorne und die Kamera und das Stativ kippt nach vorne. Das wird man spätestens dann merken wenn man versucht die Kamera auf die richtige Position einzustellen, wenn man die Wechselplatte an der Kamera angebracht hat.

Mit der Objektivschelle wird das ganze kompensiert und man erspart sich sehr viel fummel abreit bei der Ausrichtung. Ich spreche dabei aus leidiger Erfahrung… Wenn man nun alles ausgerichtet hat, sollte man noch schnell den Kabelauslöser einstecken und nochmals alles kontrollieren ob es sich nicht verstellt hat. Wenn man den Mondaufgang fotografieren will, wird man wohl nicht drum herum kommen nochmals alles neu auszurichten, da man sich mit hoher Wahrscheinlichkeit sich in der Position geirrt hat oder doch um ein paar cm verschätz hat. Daher kommt es auch auf die Schnelligkeit an, was soviel bedeutet man sollte seine Ausrüstung und Kamera kennen.

Die Einstellungen an der Kamera

Man sollte sich vorher entscheiden was man nun eigentlich fotografieren will. Will man eine normal Fotografie machen, eine kurze Serienaufnahme oder eine Timelapse. In meinem Fall hatte ich mich am 14.5.2014 für eine Timelapse Aufnahme entschieden. Dies ist im Prinzip nichts anders als eine Serienaufnahme nur das ich den Zeitintervall für die Auslösung auf alle 5.sek gesetzt hatte.

Ist diese Überlegung gemacht sollte man zwischen der normalen Mondfotografie, also einem schon aufgegangen Mond entscheiden oder dem gerade aufgehenden. Beide Aufnahmetechniken setzen eine andere Einstellung voraus Generell fotografiere ich bei einzelnen Mond Bildern im manuellen Modus. Dadurch kann ich das Bild besser bestimmen und verlasse mich nicht auf den Belichtungssensor der Kamera der sehr oft den Mond zu hell aufnimmt.  Entweder man entscheidet sich daher für eine manuelle Korrektur (manueller Modus) oder man lässt dies  so (AV Modus) und korrigiert das Bild später im RAW Converter. Allgemein empfehle ich bei Mondfotografien wie auch bei anderen Natur – oder Landschaftsaufnahmen im RAW Modus zu fotografieren. Die nachträgliche Korrektur in diesem Format, kann noch sehr viel mehr aus einmal Bild herausholen als man denkt. Wie man ein Bild mit Adobes Camera RAW bearbeiten kann, zeige ich in meinem Video Tutorial auf meinem YouTube Kanal.

Aufnahme Vollmond im AV Modus bei f/8 , 1/6sek, ISO100 bei 300mm
Aufnahme Vollmond im AV Modus bei f/8 , 1/6sek, ISO100 bei 300mm

Wenn man den Mond fotografieren will sollte man ein Blende zwischen f/8 und f/11 wählen um die beste Qualität zu erreichen. Die Belichtungszeit ist abhängig von dem Stand des Mondes. Bei Mondaufgang wird der Mond noch weniger von der Sonne angestrahlt. Das bedeutet das man länger belichten muss. Wenn er aber im Zenit ist also seinen Höhepunkt erreicht hat, reflektiert er auch das meiste Sonnenlicht. Dann muss man deutlich kürzer belichten als bei seinem Aufgang. Man muss also schauen da es immer korrekt belichtet ist und auch die Belichtungszeit nachstellen bzw verkürzen.

Timelapse Mondaufgang Annimation
Timelapse Mondaufgang Annimation

Bei einer Timelapse sieht das ganze wieder etwas anders aus. Man kann nicht währen der Aufnahme nachregulieren, außer man besitzt vielleicht ein Fernauslöser mit dem man das Ganze nachregulieren kann. Da ich nur einen einfachen Fernauslöser mit Timer Funktion besitze, nutze ich den AV Modus und gab die Blende mit F8 vor. Also hat meine Kamera entscheiden, wie belichtet wird. Leider hat man dann doch etwas starke Schwankungen in der Helligkeit während der Aufnahme bzw. während des Films, die man deutlich sehen kann.

Wenn man das obere Bild “Timelapse Mondaufgang Annimation” betrachtet, sieht man die Schwankungen im Bereich der Helligkeit. Im Endeffekt bedeutet dies doch recht viel Arbeit in Camera RAW bis zu einem bestimmten Zeitpunkt wo der Mond zu sehr überstrahlt. Dies habe ich jetzt bei dieser und meinen letzten zwei Timelapse Aufnahmen von dem Mond bemerkt, das ab einem gewissen Zeitpunkt der Mond überstrahlt. Selbst mit einer Korrektur mittels Camera RAW ergab auch keine wirklich Verbesserung.

Das eigentlich Spannende, was eine Mondfotografie wirklich ausmacht ist nicht nur das richtige Einstellen sondern auch das fokussieren. Wer meint der Autofokus (AF) würde ein klasse Ergebnis liefern, der täuscht sich. Manuell fokussieren heißt das Zauberwort! Wie funktioniert das? Ganz einfach:

  • AF am Objektiv ausschalten
  • in den Live View gehen
  • Objektiv auf den Mond ausrichten
  • maximale Vergrößerung am Display einstellen
  • jetzt ganz leicht und sanft am Fokusring von dem Objektiv drehen
  • Nicht mit dem Zoom am Objektiv verwechseln!
  • Solange am Fokusring drehen bis auf dem Display der Kamera alles scharf zu sehen ist

Wenn dies alles ist sollte man noch Folgende Punkte beachten.

  • Bildstabilisator ausschalten (falls vorhanden)
  • Auf dem Display auf den Belichtungsmesser schauen ob es korrekt belichtet ist
  • Wenn nein, nachstellen
  • ISO auf 100 stellen
  • nochmals Schärfe kontrollieren
  • wenn alles soweit passt per Fernauslöser auslösen

Es gibt in der Kamera noch eine Funktion “Spiegelvorauslösung” die vor dem Auslösevorgang den Spiegel schon hoch klappt. Damit sollen Vibrationen vermieden werden, was zu einer Unschärfe des Bildes führen kann. Dies kann man noch in seinem Kamera Menü einstellen, aber wenn man im Live View Modus sich befindet, ist der Spiegel eh schon hochgeklappt, daher ist diese Option nicht unbedingt notwendig. Schaden tut sie auch nicht wenn man für die  Aufnahme vorher aktiviert. Wenn man jetzt den Auslöser drückt sollte das Bild im Kasten sein.

Ein paar Tipps zum Schluss

Um das Ganze noch abzurunden, möchte ich noch ein paar persönliche Tipps loswerden:

  1. Wenn man bei der Aufnahme die Belichtung etwas verkürzt, also das Bild unterbelichtet (ca -0,5EV), nimmt es die Überstrahlung bei der Aufnahme des Mond etwas weg.
  2. Standpunkt – Der Standpunkt ist gerade beim Mondaufgang entscheidend. Man sollte sich
    Störende Objekte bei einer Aufnahme
    Störende Objekte bei einer Aufnahme

    einen erhöhten Standpunkt suchen der frei von Stromleitungen oder sonstigen Störenden Objekten ist.  Dies erspart eine aufwendige Retusche Arbeit in z.B. Photoshop oder dem Bildbearbeitungsprogramm nach ihrer Wahl. Auf dem Bild auf der Rechten Seite sieht man zum Beispiel, dass Strommasten bzw. Stromleitung sehr störend sein können. Diese Aufnahme ist auch vom 14 Mai 2014 kurz nach dem Mondaufgang.

  3. Um gleich auf das nächste Problem zu kommen, wenn schon das Bild angesprochen wird: Das Wetter. Das Wetter ist auch ein großes Problem mit dem man immer konfrontiert ist. Auf dem Bild sieht man z.B. ein Wolkenband, das über dem Horizont. Dies kann auch oft ein Hinterriss sein, oder man kann dies auch zu seinem Vorteil nutzen um eine mystische Mondbild zu fotografieren. Um aber gewiss zu sein sollte man vorher auf den Wetterbericht achten, um nicht umsonst alles vorbereitet und aufgebaut zu haben.
  4. Wie schon hier erwähnt,strahlt der Mond am hellsten, wenn er im Zenit steht. Daher sollte man in dem Zeitraum bis 1h nach dem Mondaufgang die Bilder von dem Mond machen.
  5. Filter braucht man nicht unbedingt. Wer will kann es mal ausprobieren einen Grauverlaufsfilter drauf zu machen mit ND8. Stärkere würde ich in dem Fall nicht empfehlen.

Viel Spaß beim Nachmachen und hier sind noch eine Aufnahmen von dem Mond aufgenommen am 14.5.2014.

Vollmond am 14.5.2014
Vollmond am 14.5.2014

weiter Mondaufnahmen findet man hier auf meinem Blog.

Ein Ausflug in die Makrowelt

Der Herbst eignet sich perfekt um in die Makrowelt abzutauchen und draußen tolle Makroaufnahmen zu erstellen. Ich nutze die Gelegenheit um mal wieder Wassertropfen auf einem Grashalm auf dem Kappelberg zu fotografieren. Dabei habe ich das Canon EF 50mm 2.5 Makro Objektiv mit einem Abbildungsmaßstab von 1:2 verwendet, in Verbindung mit meiner Canon EOS 450D und meinem Manfrotto 055xprob Stativ.

Makroaufnahme von Wassertropfen
Makroaufnahme von Wassertropfen

Russischer Bär – Bärenspinner

Auf dem Kappelberg ist mir zufällig ein Russischer Bär bzw. eine Spanisch Flagge (Euplagia quadripunctaria) über den Weg geflattert. Diese sind doch recht selten in unseren Gefilden zu sehen. Der Russische Bär gehört zu der Unterfamilie der Bärenspinner.

 

Sabrina und das Blümchen

Am 9.5.2013 habe ich in im Park von Stuttgart Hohenheim ein Shooting mit Sabrina gemacht. Hier ist nun eine “lustige” Bildserie entstanden, die wir eher zum Spaß gemacht haben.

Die Bilder wurden mit der Canon 450D gemacht. Für das Shooting wurden folgende Objektive verwendete: Canon EF 50mm 1.4 und Canon EF 70-200mm 4.0.

Eichhörnchen

Anfang April war ich wieder auf dem Pragfriedhof in Stuttgart unterwegs um mal wieder Eichhörnchen zu fotografieren. Hier sind nun die Bilder von den Kleinen.