digital Compositing: the Mountain Tower

Seine Photoshop Künste im Bereich digital Compositing sollte man einfach nicht vernachlässigen. Ständiges üben ist doch recht wichtig, dass man seien Fähigkeiten im Umgang mit diesem Programm behält. Viel zu schnell vergisst man doch was und man muss sich dann erst wieder mühevoll wieder einarbeiten. Daher empfehle ich, dass man immer mit dem Programm üben soll. Nur so perfektioniert man seine Techniken!

Mein letztes Compositing ist auch schon wieder einen guten Monat her und daher entschloss ich mich wieder eins zu erstellen. Diesmal wollte ich etwas düsteres, ausdrucksvolleres erstellen.  Schwarzweiß, was mit Bergen und Nebel. Das war mein erster Gedanken für das Projekt. Danach ging es dann auf die Suche nach geeigneten “Stock” Bildern. Fündig wurde ich dann bei der Plattform Deviantart, die auch sonst meine Quelle der Stockbilder, für meine digital Compositings, ist.

Das Bild ging eigentlich recht schnell. Berge bzw. Felsen freistellen und sie vorab in die richtige Position bringen. Für den Hintergrund verwendete ich zwei Wolkenbilder, die ich paar Tage vorher noch fotografiert habe. Diese legte ich dann übereinander und lies sie ineinanderkopieren. Da ich das Bild ja monochromatisch haben wollte, entsättigte ich das Ganze mit einer Schwarzweiß Einstellungsebene. Also Die Wolken wie auch die Felsen bzw. Berge.

Bei dem Turm wählte ich ein eigenes Stockbild, das ich vor paar Jahren in Geißlingen fotografiert habe. Der Turm wurde freigestellt und danach habe ich den unteren Bereich des Turms verlängert. Eine schnelle und einfache Methode ist dies, das man ein Stuck der Turmmauer mit dem Rechteckauswahlwerkzeug auswählt, diese dann kopiert und unten als separate Ebene an den Turm einfügt. Den Übergang maskiert man dann noch mit einem weichen Pinsel mit einer geringen Deckkraft. So kann man dann Schritt für Schritt den Übergang richtig hin modellieren.

Wenn die Felsen zu kurz sind oder wie es hier der Fall war, dass Bäume im Bild mit dabei waren, so kann man den Kopierstempel benutzen. Damit lässt sich auch eine Struktur auftragen, wenn z.B. das Bild schon selbst unscharfe Bereich sind, die nicht schön wirken. So könnt ihr auch ohne Probleme den Felsen auch verlängern. Wie schon oben genannt, maskiert ihr dann die Übergange aus, um so einen sauberen Übergang zu bekommen.

making of Mountain Tower
making of Mountain Tower

Die maskieren Technik wendete ich auch noch an den ganzen Kanten von dem Turm Felsen an, um so einen feineren Übergang in den Nebel zu schaffen. So integrieren sich die Objekte besser in den Hintergrund. Der Rest ist dann nur noch Dodge & Burn Technik, Kanten abdunkeln und mittels Einstellungsebenen den richtigen Kontrast einstellen.

Den Lichtkegel kann man mittels einer Füllfläche mit weißer Farbe, Bewegungsunschärfe und Gauscher Weichzeichner Filter erstellen. Diesen positioniert man dann so hin, wie es einem persönlich gefällt. Mit den Einstellungsebenen weiches Licht und strahlenden Licht kann man diesen Effekt noch verstärken. In meinem Bild habe ich den Lichtstrahl dupliziert und dann mit den Einstellungsebenen und mit der Deckkraft die Stärke des Lichts angepasst.

Zeitlich gesehen saß ich an dem Bild einen Abend lang. Es war jetzt auch kein aufwendiges digital Compositing, aber es war mal wieder etwas anderes. Viel Spaß mit euren Bildern, vielleicht konnte ich euch ein wenig für Eure Werke inspirieren.

digital Compositing- the Mountain Tower
digital Compositing- the Mountain Tower

Digitale Komposition: Nachts im Wald

Nachts im Wald sieht die Welt wieder anders aus. Man denkt es würde alles schlafen und ruhen aber weit gefehlt. Wenn die Dunkelheit hereinbricht erwacht, so erwacht der Wald in einem ganz anderen Form die man sonst so kennt. Wer vielleicht einmal Nachts tief im Wald unterwegs war, der hat vielleicht schon einmal Lichter in weiter Ferne gesehen? Sind es vielleicht  Kobolde?  Feen? oder gar Waldgeister die ihr Unwesen dort treiben? Nein es sind Schnecken die mit ihren Scheinwerfern sich den Weg über den Waldboden bahnen!

Natürlich ist das Quatsch was ich da schreibe. Es war nur die Idee die ich hinter dem neusten digitalen Compositing verfolgt habe. Vor kurzem habe ich eine Schnecke fotografiert und eines dieser Bilder als ein Stock-Bild  veröffentlicht. Dabei kam mir schon der Gedanke,  dieses Schnecken Bild selber für ein Projekt zu verwenden. Die anderen Bilder für das Projekt waren auch schnell zusammen gesucht. Ein Wald Hintergrund und ein Bild von einem  Pilz, fertig. Bei dem zusammenstellen der Bilder kam mir dann immer weitere Ideen, was ich machen möchte. Das ist bei mir immer so, dass sich die Ideen mit der Bearbeitung des Bildes mit entwickelt. Daher kann es auch sein, dass ich Vorstellungen die ich am Anfang hatte, wieder verwerfe und neue Ideen ausprobiere und integriere.

Aus einem eher psychodelischen Look ala Alice im Wunderland, dass ich am Anfang des Projektes geplant habe, entschied ich mich dann doch um. Das Ganze sollte eine Nachtszene ergeben mit dem Schwerpunkt der Illumination. In ein paar wenigen Schritten wandelte ich den Hintergrund, mittels Photoshop, in eine Nachtszene um. Dies geht wunderbar mittels einer Tonwert-, Schwarzweiß, und der Color Lookup Ebene. So kann man mit wenigen Handgriffen eine Tag-Szene in eine Nacht-Szene umwandeln. Das Folgende Bild zeigt den vorher und Nachher Unterschied.

Umwandlung von einer Tagszene in eine Nachtszene
Umwandlung von einer Tagszene in eine Nachtszene

Auf dieser Grundlage baute ich dann das gesamte Bild auf. Aus meiner eigenen Stockbilder Sammlung verwendete ich noch einen Pilz, welchen ich dann  freigestellt habe und in dem Bild platziere. Die Schnecke hatte ich schon vorher freigestellt und so konnte ich sie ohne weiteres auf dem Pilz in das Bild integrieren. Der Rest war dann nur noch Fleißarbeit. Masken verbessern, Farbeinstellungen vornehmen, Schatten und Schattierungen reinmalen um die Objekte in das Bild zu integrieren. Wer wissen will wie das geht, der kann gerne mal auf meinem YouTube Kanals vorbei schauen. Dort habe ich einige Videos zu diesem Thema produziert.

Als dies erledigte wurde habe ich die FX, also die Effekte, in das Bild hineingemalt. Wie ich schon erwähnte habe, kamen mir während der Bearbeitung,  verschiedenen Ideen zu dem Bild. Da das Projekt im Themenbereich Fantasie bzw. Surreales lag, entschied ich mich, dass die Schnecke Scheinwerfer bekommen sollte. Also malte ich diese in das Bild hinein. Bei dem Vorher Nachher Vergleich, kam mir eine andere Idee, dass man die Scheinwerfer auch an und aus schalten könnte. Daher bastelte ich dazu ein animiertes Gif, welches auch gut den Unterschied zeigt, wie gemaltes Licht auf das Bild wirken kann.

Animiertes Gif von den Scheinwerfern der Schnecke
Animiertes Gif von den Scheinwerfern der Schnecke

Manchmal muss auch sowas sein um nicht zu sehr verkrampft an der Arbeit zu sitzen. Ach ja, das Dach auf dem Schneckenhaus hatte ich auch noch drauf gesetzt, um dem Flair von Fantasie / Surrealem noch etwas mehr Ausdruck zu geben. Das eigentlich schwierigste an dem ganzen Bild, war das Dach. Dies richtig auf das Schneckenhaus zu setzen, so das es auch von der Flucht her passt, war doch etwas mühseliger als gedacht . Dem restlichen Schneckenhaus verpasste ich dann noch eine Steintextur, damit es doch etwas Struktur bekam. Die glatte Oberfläche von dem originalen Schneckenhaus sah dann mit dem Dach doch etwas komisch aus.  So wurde das Dach dann auch richtig richtig in das Bild integriert und der etwas komisch wirkenden Übergang verschwand. Wenn schon ein Haus dann ein richtiges aus Stein!

Der Rest war dann nur noch eine Effekt Sache wie Schattierung, D&B, Weichzeichner und vieles mehr, damit es dann den finalen Look bekam. An diesem digitalen Compositing saß ich ungefähr 8h-9h, über ein Wochenende verteilt. Wie ich schon im vorherigen Absatz geschrieben habe, war die größte Herausforderung, das Dach mit dem Fenster (was auch am meisten Zeit in Anspruch genommen hatte). Wenn euch das Bild gefallen hat, so könnt ich auch gerne mal meine andere digitalen Compositionen mit Photoshop, hier auf meinem Blog, anschauen. Zu guter Letzt gibt es natürlich noch das finale Resultat “Nachts im Wald” zu bewundern.

Digitale Kompositing: Nachts im Wald
Digitale Kompositing: Nachts im Wald

Photoshop Time – digital Compositing Winter

Es ist doch schon wieder eine Weile her, dass ich ein digital Compositing mit Photoshop erstellt habe. Aus diesem Grund wurde es doch mal wieder höchste Zeit mich an den Rechner zu setzen und ein neues digitales Bild zu erstellen. Momentan sieht es im fotografischen Bereich doch etwas mau. Es gibt nicht wirklich viele Motive und es regnet ständig.  Daher kann man diese Zeit nutzen um seine Bildbearbeitungsskills in Photoshop zu verbessern.

Passend zur der jetzigen Jahreszeit habe ich mich für ein Wintermotiv entschieden. Berge, Tannen und Schnee waren der Grundgedanke, den ich in dem Bild verarbeiten wollte. Manche machen sich skizzen wie was aussehen sollte, aber bei meinen Arbeiten habe ich die Vorstellung immer im Kopf. Ab und zu mache ich mir aber auch ein paar Skizzen, gerade dann wenn mehrere Motive mit in das Bild sollen. Allgemein kann ich aber empfehlen, dass ihr ein Scribble (Skizze) anfertigt. Es gibt euch eine grobe Vorstellung wie das Bild aussehen könnte, wo die Motive gesetzt werden, wie die Perspektive ist und wo das Licht herkommt. Wenn ihr einen Kundenauftrag habt, also keine freie Arbeit, so solltest ihr immer ein Scribble anfertigen. Denn so könnt ihr mit eurem Kunden besprechen wie etwas auszusehen hat und was von vornherein nicht gewünscht ist. So besteht auch nicht die Gefahr, dass man völlig andere Vorstellungen verfolgt als es gewünscht ist. Bei freien Arbeiten ist, wie schon geschrieben, es euch selber überlassen wie ihr das macht.

Die Verwendung von Stock Bilder

Für diese Arbeit, mit dem gewählten Titel “Winter”, habe ich auf der Deviantart Plattform nach Stock Bildern gesucht. Klar gibt es noch genug andere Stock Agenturen, bei denen ihr Bilder suchen könnt. Bei der Deviantart Community bin ich aber ein aktives Mitglied und habe dort auch einen Künstler Account wie auch einen Stock Account. Wenn ihr von solchen Plattformen oder Bilder Agenturen (z.B. Fotolia, Getty usw.) verwendet, so achtet auch auf die Regeln, Lizenzen und AGBs. Nicht das ihr irgendwelche Urheberrechte verletzt und gegebenenfalls abgemahnt werdet. Bei meinen verwendeten Bildern wurde ich bei sogenannte freie Bilder fündig. Das bedeutet, dass die Fotografen ihre Bilder frei zur Verfügung stellen, mit der Bedingung, dass man sie dann erwähnt und verlinkt.

Um das gleich mal vorweg zu nehmen, verweise ich an dieser Stelle den “Stock Use” auf meine Deviantart Seite mit dem Bild. Dort verweise ich auf die jeweiligen Fotografen und man kann dort auch die Stock Bilder finden, die ich für dieses Compositing verwendet habe.

Ein kurzes Wort zur Bearbeitung

So ein Bild, in diesem Stil, zu erstellen sollte eigentlich für jeden nicht die große Herausforderung darstellen. Wichtig ist nur, dass man weiß wie Bilder freistellt und maskiert werden. Wenn man dies beherrscht, so hat man bei digitalen Compositings schon mal einen wichtigen Teil geschafft. Wer das noch nicht kann oder gerne wissen möchte wie das funktioniert, der kann gerne meinen YouTube Kanal besuchen. Dort habe ich ein paar Video Tutorials zum Thema Bildbearbeitung hochgeladen. Ansonsten verwendetet ich für das Bild, in Photoshop, ein paar Pinsel (selber gemachte und in Photoshop vorhandene) und Einstellungsebenen. Zum finalisieren habe ich noch die NikCollection verwendet. Aber diese haben in diesem Bild eine eher untergeordnete Rolle gespielt. Diese wurden nur zur Feinjustierung der Farben und Sättigung eingesetzt. Die Bearbeitungszeit lag bei ca. 10h. Ganz genau habe ich nicht auf die Zeit geachtet, daher könnten es auch 1-2h mehr gewesen sein.

Wichtig ist nur das ihr sauber freistellt und am Ende auch nochmals reinzoomt und mögliche Bearbeitungsfehler verbessert. Die Übergänge sind immer die anfälligsten Fehlerquellen! Markiert dies am Besten mit einer markanten Farbe auf einer leeren Ebene. So könnt ich die Fehler auch noch später verbessern oder am anderen Tag. Ein kleiner aber sehr guter Tipp zum Schluss. Wenn ihr das Bild fertig habt, speichert es, geht vom Rechner weg, macht was anderes, lasst es ruhen. Schlaft eine Nacht darüber und schaut es dann wieder an! Es ist immer wieder fatal, wenn man stundenlang vor dem Rechner hockt und diese “Bildschirm-Blindheit” anfängt. Die Konzentration lässt nach, die objektive Sicht und ganz schnell kann es sein, dass man an dem Bild zuviel macht. Daher macht immer wieder eine Pause.

Das digital Compositing – Winter

Das meiste habe ich ja schon geschrieben und viel mehr fällt mir auch gerade nicht mehr ein, was ich noch dazu schreiben kann. Daher habe ich ein “Making of” Video erstellt, bei denen man die groben Einzelschritte sehen kann.

Zuguter Letzt gibt es noch das finale Bild, welches ich in einem 16:9 Format geschnitten habe. Wenn ihr mehr Bilder zum Thema digital Compositing sehen wollt, so schaut doch hier auf meinem Blog vorbei oder schaut doch bei meiner Facebook Seite die Alben an.

Winter digital Compositing mit Photoshop erstellt
Winter digital Compositing mit Photoshop erstellt

Nachtrag

Bei dem erstellen des “Making of” Videos fand ein Zwischenschritt  (bevor die Effekte reingemalt wurden) meine Beachtung. Diese Szene fand bzw. finde ich auch recht gut. Es wirkt natürlich anders als das fertige Bild, eher wie ein kalter, grauer Wintertag. Auch in seiner Weise atmosphärisch aber eben anders. Daher möchte ich diese Bild an dieser Stelle noch nachreichen. Jeder kann selbe entscheiden, welches von den beiden Bildern er nun besser findet. Meiner Meinung nach sind beide Bilder auf ihre Weise gut. Das eine dramatischer, das andere atmosphärischer. Man sieht hier an diesem Beispiel recht gut, wie gut man durch einfache Bildbearbeitung bzw. hinzufügen von Effekten, das Bild in seiner Bildsprache verändern kann.

 

Winter - ohne FX digital Compositing mit Photoshop
Winter – ohne FX digital Compositing mit Photoshop

 

Herr der Ringe Fan Art – Totensümpfe

Letztes Jahr hatte ich ein Fan Art Projekt  im Bereich des Herr der Ringe Universums gestartet. Dies blieb in den letzten Monaten auf der Strecke, da ich zeitlich mit anderen Dingen beschäftigt war. Inspiriert durch einen kleinen Flecken, den es an dem Fluss Rems bei Waiblingen gibt, kam ich auf den Gedanken, die Totensümpfe als Fan-Art Vorlage zu verwenden.

Es war in der Gesamtkonzeption  doch etwas schwerer als Anfangs gedacht, so eine Sumpflandschaft zu gestallten. Wie soll die  Vegetation aussehen und wie der Weg, den die Hobbits genommen haben, hat mich doch die meiste Zeit an dem Bild gekostet. Gegen Ende ging es dann recht flott.Zudem kamen mir och sehr viele Ideen, was ich noch alles mit in das Bild integrieren könnte.

So habe ich noch Details wie die Kerzen, eine Elben “Sumpf”-Leiche und ein Crebain  in das Bild mit eingebaut. Dies verstärkte die Bildstimmung und die dort herrschende Atmosphäre der Totensümpfe. Die Details sind mit Absicht eher  unscharf gehalten, weil ich zwei Dinge mit dem Bild realisieren wollte. Ersten die schon genannte Atmosphäre in dem Sumpf und zweitens einen stilistischen malerischen Look.

Herr der Ringe Fanart - Totensümpfe
Herr der Ringe Fan-Art – Totensümpfe

Bei dem Nebel hatte ich sehr lange überlegt wie ich diesen umsetzen sollte. im Prinzip wollte ich Nebelschwaden und kein dichten Nebel wo man etwas sieht. Wenn, sollte es eine Mischen zwischen beiden sein. Daher sind einige Layer an Nebeleffekten für das Bild hinzugefügt worden. Ansonsten wurden die üblichen Filter angewendet, die ich sonst in meine anderen Bildern verwendet habe.

Die Bearbeitungszeit lag ungefähr bei 6-8h. So genau habe ich bei diesem Bild nicht auf die Uhr geschaut, da ich diese auf mehrer Tage verteilt bearbeitet habe. Den Schnitt habe ich auf ein 2:3 Format beschränkt, da es ursprünglicher im 16:9 Format war. Das 2:3 Format wirkt doch mit dem Weg, auf der linken Seite, etwas besser, als mit dem anderen Format. Zum Schluss möchte ich euch noch das Ausgangsbild zeigen, das ich unten an der Rems aufgenommen hatte.

Ausgangsbild - Totensümpfe Herr der Ringe Fan Art Projekt
Ausgangsbild – Totensümpfe Herr der Ringe Fan Art Projekt
Herr der Ringe Fanart - Totensümpfe - Breitbild
Herr der Ringe Fanart – Totensümpfe – Breitbild

 

Matte Painting – Das vergessene Königreich

Mein erstes Matte Painting Projekt an der Küste,  hatte ich Ende Februar, Anfang März fertiggestellt und veröffentlicht. Um jetzt nicht wieder lange zu warten, bis ich ein weiteres Matte Painting Projekt zu beginnen, war das nächste schon in Planung. Dieses sollte sich auch in dem Bereich Fantasy bewegen und eine Bergige Landschaft beinhalten. Die Idee schwirrte mir schon lange in meinem Hinterkopf herum und so entschied ich mich jetzt dieses endlich zu manifestieren und mittels Photoshop zu verwirklichen.

Das Konzept war schnell erstellt und ich fand auch, für die Landschaft, sehr schnell die notwendigen Stock Bildern bei  http://burtn.deviantart.com/. Dieser Fotograf bietet einfach sehr tolle Landschaftsaufnahmen von den Alpen an, in einer sehr guten Qualität. Die Bilder konnte ich auch schon in einem anderen Compositing verwenden, wie zum Beispiel bei dem Projekt “Caradhras Pass – Photoshop Fanart Composing“.

Aus dem Nähkästchen geplaudert: Matte Painting Techniken bei dem Bild

Da ich nicht wirklich der große Fan von Speedart Videos bin, erkläre ich meine Techniken lieber mit Schritt für Schritt Beispielen oder gebe einzelne Tipps, wie ich meine Matte Painting Bilder erstelle. Bei dem Hintergrund habe ich zwei gleiche Bilder genommen und diese dann einfach gespiegelt. das sieht man deutlich, wenn man bei der Burg den Berg mal genauer anschaut.

das vergessene Königreich Fantasy Matte Painting
Ausschnitt für die Spiegelung des Landschaftsbild | Matte Painting

Dadurch hatte ich zwei Effekte zu gleich. Auf  der einen Seite konnte ich kurzerhand das Landschaftsbild in der Breite zu vergrößern, ohne jetzt mehr einzelne Landschaftsbilder mit in das Bild einzufügen. Auf der andere Seite konnte ich diese angedeuteten Gesichter, in der Steinformation, als doppelter Wasserfall verwenden. Das verleiht dem Gazen einen gewissen Fantasy “Touch”, den ich bei diesem Matte Painting Projekt mehr in den Vordergrund stellen wollte.

Ansonsten sind wieder alle Techniken zum Einsatz gekommen, die man auch von meinem anderen Projekten her kennt. Der Hintergrund und der Himmel sollte man immer voneinander trennen und freistellen. Damit tut man sich wirklich einen großen Gefallen bei der weiteren Bearbeitung. Der Himmel lässt dich dann auch sehr einfach durch dramatischere Wolken ersetzen oder man malt einen Sonnenuntergang hinein. Man  kann die Berge besser zueinander composen, farblich besser anpassen und vieles mehr.  Folgendes Beispiel soll auch dne Vorteil zeigen, den man hat, wenn man einen Hintergrund und Himmel hat. Bei diesem  Bild habe ich eine Mondfotografie, von meinen eigenen Stock Bildern (die als Photoshop Brush gibt), hinein gesetzt. Wenn man jetzt die Mond Ebene in Photoshop unter die freigestellten Berge zieht und über die Himmel Ebene, so erspart man sich mühevolles maskieren des Mondes, damit dieser in die Landschaft bzw sauber in das Bild passt.

Daher sollte man (als weiterer Tipp) darauf achten, alle Ebenenmasken zu behalten. Gerade dann, wenn man etwas mühselig frei gestellt hat. Das Grundprinzip für nicht destruktives Arbeiten! Wenn man alle Ebenen in Photoshop z.B. mit dem Tastaturkurzbefehl STRG + Alt + Shift und E als eine Ebenen zusammenfügt, verstößt man gegen diese Grundprinzip. Das Resulatur ist, dass all die Freistell-Arbeit umsonst war . Also sollte man währen der Compositing Phase, immer nicht destruktiv arbeiten. Am Ende, wenn man das Bild soweit fertig hat und es finalisieren möchte, kann man dann die “Ebenen zusammenfügen Methode” ohne weiters verwenden. In dieser Phase der Bildbearbeitung arbeite ich genau so und fasse alle Ebnen zu einer zusammen. Nur sollte man sich sicher sein, nichts mehr verändern zu wollen.

Daher als letzte Tipp von mir. Wenn man die Phase der Komposition fertig hat, dann sollte man diese, separat als PDS Datei, speichern. Weiter arbeitet man dann mit einer neuen Datei, in derer alle Ebenen als eine Ebene zusammengefügt sind. Wenn man dann noch merken sollte, dass man doch noch etwas ändern möchte, so ist nicht alles kaputt und verloren. Man kann schnell den Fehler korrigieren oder Änderungen an dem Bild vornehmen. So erspart man sich viel Frust und fängt nicht wieder von vorne an.

Ein paar letzte Worte zu diesem Matte Painting Projekt

Projekte können sich während ihrer Bearbeitungsphase doch immer wieder ändern. Sei es, der Kunde will doch etwas anderes, oder man merkt, dass die Lichtstimmung doch nicht so passend ist. Es wird sicherlich immer einen Punkt geben, bei dem man was an seinem Bild verändern muss oder möchte. Daher ist es immer wichtig, dass man sich am Anfang ein Konzept überlegt, so dass man eine Art Grundgerüst hat, mit der man arbeiten kann. Effekte wie Lichtstimmung und Effekte würde ich eh immer am Ende eines Compositings hineinmalen, wenn alles steht. Die Position der Lichtquelle würde ich schon in der Anfangsphase der Konzeption mit rein machen. So tut man sich später beim malen der Effekte wie zum Beispiel der Schatten einfacher.

Ansonsten sollte man immer auf die Perspektive achten, schauen ob die Schatten passen und ob sich die ganzen Objekte und Personen in das Bild intigrieren. Es gibt immer wieder Bilder, die ich sehe, wo dies nicht der Fall ist. Personen die einfach nur ausgeschnitten wurden und ohne weitere Bearbeitung in das Bild hinein gesetzt wurden. Man vergibt seinen Bild dadurch so viel an Potential, wenn man dieses nicht richtig umsetzt. Ach die Lichter und Schatten spielen oft eine große Rolle, wenn man diese vernachlässigt. Es muss nicht immer Perfekt sein, aber sollte man sich doch etwas mühe geben dieses zu beachten. Ihr belohnt euch selber damit, wenn ihr das Richtig macht! Auf meinem YouTube Kanal geben ich immer wieder ein paar Tipps und Tricks zu diesem Thema. Schaut doch einfach mal vorbei und wenn ihr es mögt, abonniert mich doch. Würde mich sehr freuen.

das vergessene Königreich Fantasy Matte Painting mit Photoshop erstelltFantasy Matte Painting Projekt – das vergessene Königreich
das vergessene Königreich Fantasy Matte Painting mit Photoshop erstellt

 

Stock Use zu Das vergessene Königreich

Bat Brushes radroachmeat http://radroachmeat.deviantart.com/art/Bat-Brushes-88731192

all Landscapes-, Rocks-, Waterfall-Stockpictures by burnt http://burtn.deviantart.com/

Person by Faestock http://faestock.deviantart.com/art/Rhian7-469834226

Mont Saint-Michel IV by http://somadjinn.deviantart.com/http://www.deviantart.com/users/outgoing…

Bat Brushes radroachmeat http://radroachmeat.deviantart.com/art/Bat-Brushes-88731192

Moon and Sky von mir selbst http://at-stock.deviantart.com/