Merkurtransit 9.5.2016

Es war mal wieder soweit, dass ein seltenes astronomische Ereignis statt fand und diesmal war es der Merkurtransit. Dieses Ereignis ist sogar noch seltener auf der Erde zu beobachten als eine Sonnenfinsternis. Diesmal konnte man diesen sehr gut von Deutschland aus beobachten. Nur ein paar Wolken trübten die Aussichten doch ein wenig. Gegen später zog das Wolkenband dann doch noch zu, so dass ich von meinen Standpunkt aus, die letzten drei Stunden des Transits nicht beobachten bzw. dokumentieren konnte.

Ein paar Fakten zu dem Merkurtransit

Eigentlich ist es ja nichts ungewöhnlich, das der Planet Merkur alle ungefähre 88 Tage unseren Heimatstern die Sonne umrundet. Die Planeten Konstellation nun mal wieder so, dass der Planet Merkur, die Erde und die Sonne sich auf einer optischen Linie befindet. Dies ermöglicht,  man von der Erde aus den Transit des Merkurs um die Sonne beobachten kann. Das kurze Zeitfenster für diese Beobachten betrug sieben Stunden, was aus der Astronomischen Sicht her doch recht kurz ist. Für uns auf der Erde ergab sich aber doch viel Zeit, den Merkur mit Hilfe eines Teleskop zu beobachten. Der nächste Merkurtranist ist hier in Deutschland im Jahr 2032 wieder zu sehen.

Es mag für den einen oder anderen etwas unspektakulär erscheinen, da der Merkur nur als Stecknadelkopf großer Punkt auf der Sonne zu erkennen ist. Aber es gibt einen sehr guten Einblick wie groß die Sonne überhaupt ist und welche Dimensionen das Universum an sich hat.  Dies zeigt für mich, wie klein wir im Prinzip doch sind.

Für meine Aufnahmen verwendetet  ich ein 300mm Objektiv an einer Canon 70D . Mit dieser Kamera konnte ich den ASP-C Cropfaktor von 1,6 für eine zusätzliche Vergrößerung mit verwenden. Umgerechnet auf das Kleinbild Format hatte ich dann eine effektive Brennweite von 480mm. Dies hat dann auch  sehr gut ausgereicht um die Sonne und den Merkur fotografieren zu können. Mittels Photoshop musste ich den Bereich natürlich noch zurecht schneiden um einen größeren Bildausschnitt zu erhalten.

Wichtige Aspekte die man bei der Aufnahme berücksichtigen muss

Was unbedingt wichtig ist und auf gar keinen Fall nicht gemacht werden darf ist direkt in das Sonnenlicht zu blicken! Egal mit bloßem Auge oder mit einem Objektiv, Fernglas oder Teleskop! Dies führt definitiv zur Erblindung was auch nicht mehr reparabel ist. Das ganze wirkt durch Objektive usw. wie ein Art Laser, weil das Licht gebündelt wird und die Netzhaut im Auge versenkt bzw. verbrannt wird.  Wenn man die Sonne fotografieren möchte, so sollte man sich eine spezielle Sonnenfilter Folie besorgen! Meine Folie, die ich für die Aufnahmen verwendet habe, ist von Baader Planetarium und speziell für Objektive geeignet. Für eine Din A4 Folie, mit dem ND Faktor von 5, zahlt man um die 30€. Dazu kann man sich noch selber eine Halterung bauen (Anleitung ist mit der Folie beigelegt) oder man kann sich auch so eine fertige Halterung kaufen.

Die Folie sollte mit sehr viel Sorgfalt behandelt werden und auf keinen Fall beschädigt werden! Sonst kann ein kleines Loch euren Kamera Sensor beschädigen. Wenn die Folie vor dem Objektiv montiert ist, so solltet ihr auch nicht direkt durch den Sucher schauen sondern nutzt die LiveView Funktion eurer Kameras. Diese Folien sind zwar für Objektive geeignet aber nicht für die Augen, wie ihr es vielleicht von den Sonnenfinsternis-Brillen her kennt. Euer Augenlicht ist wichtiger als irgend ein Bild! Mit dem LiveView und der Zoomfunktion kann man zudem sehr gut manuell die Sonne fokussieren. Das der Autofokus in so einer Situation nicht wirklich funktioniert, sollte jedem selber klar sein. Desweiteren muss die Kamera auf ein Stativ montieren, sonst klappt das mit dem manuellen fokussieren auch nicht . Bei meinen Aufnahmen habe ich zwischen einer Blende 8 und 11 variiert und die Belichtungszeit so eingestellt, dass  die Sonne nicht überstrahlt. Für die Aufnahme habe ich das RAW Format gewählt, um so bei der Nachbearbeitung der Bilder genügend Spielraum zu haben, falls die Aufnahme doch zu hell oder zu dunkel wurde.

Ein anderes Phänomen trat noch auf

 Halo Effekt
Ein Halo Effekt am Himmel

Neben dem Transit bemerkte ich zufällig noch einen Kreis um die Sonne herum. Es war ein Halo Effekt den ich noch zusätzlich fotografieren konnte. Leider konnte ich nicht sehen ob es ein Kreisrunder war, da die örtlichen Gegebenheiten mir nur einen Blick auf den unteren Teil gewährt haben. Die Bilder mussten auch schnell gehen, da der Halo Effekt schnell wieder verschwunden war. Aber trotzdem konnte ich noch den unteren Teil noch dokumentarisch festhalten.

Wie Anfangs schon geschrieben konnte ich die letzten drei Stunden bei dem Merkurtransit nicht dokumentieren, da die Sicht durch die Wolken versperrt war. Dafür habe ich den Anfang, also Eintritt in die Sonnenscheibe und den Mittelpunkt der Überquerung festhalten können.

Jungtiere im Frühjahr: Graugänse Nachwuchs 2106 am Max Eyth See

Alle Jahre wieder ist es soweit, dass die Graugänse am Max Eyth See in Stuttgart ihren Nachwuchs bekommen. Anfang April wurde schon der Startschuss gegeben, als das erste Graugänse Paar ihren Nachwuchs der Öffentlichkeit präsentierten. Die stolzen Eltern wurde dabei von den anderen Gänse auf dem Wasser auf jeden Schritt begleitet. Es sah fast so aus, als ob sie eine Art Schutzwall bildetet, um so den ersten Nachwuchs gegenüber Feinde zu schützen. Vielleicht war es auch einfach nur die Begeisterung oder die Bewunderung, dass die ersten Jungtiere nun da waren. Für einen außenstehenden Betrachter bietet so  ein Verhalten   immer einen gewissen Interpretationsspielraum. Aber trotzdem ist es immer wieder erstaunlich so ein Verhalten anzusehen, denn man kann auch gewisse parallelen zu anderen Spezies erkennen.

Die Zeit und die Gunst muss man nutzen und so konnte ich r schon einmal die erste Fotografien von den Graugänse Jungtieren machen. Leider  war aber das Intermezzo etwas kurz und die Eltern sind mit ihren Jungtieren weiter gezogen. Natürlich an einen Ort wo man nicht besondern gut fotografieren konnte. Aber dies ist nun mal, wenn man in der Natur fotografiert. Mit solchen Situationen muss man leben. Aus der Erfahrung ehr wusste ich, dass ich noch 1 bis 2 Wochen warten musste, bis die nächsten Jungtiere zu sehen sind. Wetter bedingt musste ich dann doch volle zwei Wochen warten, bis sich die Wetterlage wieder gebesserte hatte. Doch das Warten hat sich dann doch gelohnt denn es gab, wie erhofft, dann doch mehrere Elterntiere mit Nachwuchs.

Aufgenommen habe ich die Bilder mit einem Teleobjektiv um so noch genügen Abstand zu den Elterntiere zu halten. Nicht jedes Elterntier ist begeistert, vor allen die jungen Ganter mögen es gar nicht, wenn man sich ihrem Nachwuchs nähert. Abstand und Geduld gehören im Allgemeinen ebenso dazu, wenn man  Tiere fotografieren möchte. Zudem sollte man wissen, dass diese Tier am Max Eyth See in Stuttgart, sich in den letzten Jahren an den Menschen gewöhnt haben. Daher kann man doch etwas näher ran, als es sonst in der Natur möglich ist. Ein Teleobjektiv mit einer Anfangsbrennweite von 200-300mm reicht schon in den meisten Fällen schon gut aus, um die Tiere ohne Probleme (auch einzeln) ablichten zu können. Ansonsten sollte man viel Platz auf seiner Speicherkarte haben, schauen das der Akku voll geladen ist, Zeit und Geduld mitbringen und viele Bilder von den den Kleinen machen. Schnell werden sie groß und sind dann nicht mehr so possierlich wie an ihren Anfangstage. Danach muss man wieder ein ganzes Jahr warten, bis die Graugänse wieder Jungtiere haben. Aber dies ist ja nicht nur bei diesen Tieren so, sondern bei den anderen Tieren auch, die nur im Frühjahr ihren Nachwuchs bekommen.

 

 

Motive die man im Frühling fotografieren kann

Der Frühling beginnt laut Kalender am 20.3.  wenn die Tag und Nacht gleiche ist. Dies ist der Zeitpunkt,  wenn  der Tag genau so lang ist wie die Nacht. Man kann sich dann allmählich von dem Winter verabschieden und sich auf die neuen vielen Motive freuen, die man wieder fotografieren kann. Jede Jahreszeit bietet ihre eigen Motive bzw. hat ihre Reize, aber der Frühling ist neben dem Herbst eines der farbenprächtigen Zeiten. Die ganzen Pflanzen wie Blumen und Bäume beginnen in den unterschiedlichsten Farben zu blühen. Es ähnelt ja schon einen Wettbewerb, in welcher Pracht die verschiedenen Pflanzen leuchten um Insekten für die Bestäubung anzulocken. Bei den Tieren ist die Winterruhe vorüber, das heißt die Tiere werden wieder aktiver und die anderen kehren wieder aus ihrem Winterquartier zurück. Für jeden Natur und Tierfotografen eine sehr tolle Zeit um all die verschiedenen Impressionen festhalten zu können.

Die Zeit zwischen Februar und März ist meines Erachtens immer wieder eine fotografische Durststrecke. Wenn ich auf mein Bilderarchive blicke, bestätigt sich das auch immer wieder aufs neuste. Diese Zeit bietet in der Natur die wenigsten Motive und durch das kalte, nasse Wetter ist man doch eher unmotivierter hinaus zu gehen um welche zu suchen. Dies soll jetzt nicht heißen, dass es gar keine Motive gibt die man fotografieren könnte, doch sind sie eher rarer. Im März fängt es allmählich an, dass die Natur so langsam erwacht. Aus diesem Grund möchte ich jetzt ein paar Tipps zu den Motiven geben, die man im Frühling fotografieren kann und welches Objektiv dafür geeignet ist.

Bäume, Blumen,  Blüten

Fotografieren bedeutet auch oftmals kreativ zu sein und man sollte sich seine  Bild Kompositionen gut überlegen. Einfaches “knipsen” kann jeder und wirkt auch für die meisten eher langweilig. Denn dann kommt dieser Effekt zum Vorschein, das man dies ja schon zu oft gesehen hat und die Bilder nicht wirklich Beachtung finden, wenn man sie veröffentlicht. So sollte man, wenn man die ersten Blumen fotografiert darauf achten, dass man eine andere Perspektive einnimmt. Gerade Motive wie Schneeglöckchen,Krokus oder Osterglocken wirken von oben nach unten Fotografiert nicht wirklich spannend.  Meine Empfehlung ist diese, dass man diese Motive einfach von einem anderen Blickwinkel fotografierten sollte. Nicht wie schon erwähnt schräg von oben herab, sondern eher tief und flach, so dass man auf einer

Krokus im Frühling - die ersten Blüten
Krokus im Frühling – die ersten Blüten

horizontalen Linie zu den diese Blumen bzw. Blüten ist. Die Bildwirkung ist dadurch eine ganz andere und diese wirkt für den Betrachter wieder ganz anders  Für die Aufnahmen kann man entweder ein Makro Objektiv verwenden oder ein Teleobjektiv  verwenden, um so die Blumen von dem Hintergrund besser freistellen zu können. Experimentierfreudige können aber auch zu einem Weitwinkel Objektiv greifen und sich so mal austoben. Für solche Aufnahmen gibt es eigentlich keine Einschränkungen. Es kommt darauf an wie experimentier Freudig und kreativ man selber ist.

Aber nicht nur Blumen sind die ersten Frühjahrs-Motive sondern auch die ersten Blüten von  Bäumen wie Schlehen oder Kirsche. Auch hier kann man seiner eigenen Kreativität freien Lauf lassen. Ob man mit einem Weitwinkelobjektiv den ganzen Baum in die Bildszene setzen möchte (Landschaftsfotografie) oder nur die Blüte mit einer Nahaufnahme (Makrofotografie) ablichten möchte, es sollte für jeden etwas dabei sein.

Rapsfeld mit freigestelltem Hintergrund. Einzelne Wolken geben dem Hintergrund eine Dynamik
Beispiel Rapsfeld mit freigestelltem Hintergrund. Einzelne Wolken geben dem Hintergrund eine  zusätzliche Dynamik

Meine Empfehlung für Bäume ist diese, dass man sich einen schönen sonnigen Tag heraussucht, weil durch das Blau in dem Himmel sich die Blüten der Bäume besser hervorheben. Vereinzelte Wolken bieten ebenso ein gutes Hintergrundmotiv, wobei diese dann nicht mit dem Baum schneiden sollte. Die Blüten würden durch den hohen Weissanteil der Wolken an Kontrast verlieren und sich nicht mehr von Hintergrund hervorheben. Gerde in der Landschaftsfotografie ist es wichtig das man einen guten Kontrast zu dem fotografierten Objekt und dem Hintergrund erhält. Zudem empfiehlt sich auch der Einsatz eines Polfilters um den Hintergrund und die Farben Kontrastreicher darstellen zu können.

Empfohlene Objektive für Bäume, Blumen, Blüte

  • Teleobjektiv
  • Makroobjektiv
  • Weitwinkel

Tiere, Insekten, Amphibien

Auch Tiere bzw. auch die Insekten erwachen nun aus ihrem Winterschlaf/ Winterruhe und Zugvögel kehren wieder aus ihrem Winterquartier zurück. So langsam füllt sich wieder die Flora und Fauna und man findet neben den ersten Blumen auch schon Insekten wie Bienen und Schmetterlinge, die den Nektar sammeln. Aber so richtig los geht es dann, wenn dann alles blüht. Daher sollte bzw. muss man sich doch etwas gedulden bis man diese Motive fotografieren kann. Bei den Schmetterlingen dauert es im Allgemeinen eh  immer etwas länger, bis die meisten wieder aus dem Süden zurück gekommen sind. Die ersten sind eigentlich fast immer die Zitronenfalter, die man herumflattern sieht. Kurz danach kommen dann nach und nach auch die restlichen Falter.

Aber nicht nur Insekten kann man im Frühjahr fotografieren, sondern auch Jungtiere. Gerade im Frühjahr gibt es immer viel Nachwuchs. Sei es bei Ziegen, Schafen, Pferde, Eseln oder auch Vögeln, die Liste kann man

erster Graugänse Nachwuchs Frühling 2016 am Max Eyth See Stuttgart
Graugänse Nachwuchs im Frühling

noch weiter führen. Anfang Mitte April gibt es den ersten Graugänse Nachwuchs. Diesen fotografiere ich seit seit ein paar Jahren immer im Frühjahr. Das Gute daran ist, dass die Tiere(an dem Ort wo ich sie immer fotografiere) an Menschen gewöhnt sind und man daher doch etwas näher an sie heran kann. Natürlich sollte man Allgemein immer einen gebührenden Abstand einhalten und die Eltern nicht in unnötige Panik versetzen. Denn dies kann sich auch schnell in Aggressionen umschlagen, denn die Eltern verteidigen ihren Nachwuchs. Ein Teleobjektiv mit einer höheren Brennweite, ist in diesem Fall immer die Bessere und vernünftigere Wahl.

Erdkröten Paarung im Frühling
Erdkröten Paarung im Frühling

Im Frühjahr ist auch Laichzeit, sprich die Amphibien gehen auf Wanderschaft. Daher ist die Chance gut, Kröten, Frösche, Salamander zu sehen und diese dann abzulichten. Auch hier kann man zum Beispiel eine Nahaufnahme von dem Laich machen, oder von den Kröten die Huckepack durch die Landschaft hüpfen oder im Teich schwimmen. Aber hier sollte man darauf achten die Tiere nicht zu stören oder gar auf sie drauf zu treten.

Empfohlene Objektive für Tiere, Insekten, Amphibien

  • Teleobjektiv
  • Makroobjektiv

Weiter unzählige Ideen die man mit Frühling verbinden kann

Wer kreativ ist, der findet sicherlich noch unzählige andere Ideen, die er zum fotografieren verwenden kann. Zu Ostern könnte man eine Bildkomposition mit Ostereiern oder einem “Osterhasen” erstellen oder man geht raus in die Natur und macht ein normales Fotoshooting mit einem Model. Es wird sich sicherlich die eine oder andere Idee geben, die man umsetzen kann. Allgemein sollte aber auch darauf achten, das man seine Ausrüstung stehts trocken und sauber hält. Der Frühling ist alles andere als ein schöner, warmer Frühjahrstag. Es gibt oft verschiedene Wetterlagen von Schnee bis Eis, von Hitze bis Gewitter und selbst sogar Sahara Sand. Aus diesem Grund sollte man, wie auch im Herbst, darauf achten, das die Kamera und das Objektiv nicht diesen Witterungen direkt ausgesetzt ist. Verpackt es am Besten in einen wasserabweisenden Rucksack oder nehmt eine Fototasche und schützt so diese so vor Schäden. und Verschmutzung. Was immer nützlich ist, ist ein Mikrofasertuch um die Linse am Objektiv und die Kamera zu reinigen. Denn jeder kennt es und Allergiker freut sich über diese Ereignis im Frühjahr – den Pollenflug. Diese können sich auch wunderbar über die Linse absetzen und einen ungewollten Film darauf bilden. 

Ansonsten raus aus der Bude, die Beine wieder bewegen, den Kreislauf in Schwung bringen und fotografieren was das Zeug hält – der Winterschlaf ist nun vorüber!

Gute Bilder und gutes Licht!

 

Uracher Wasserfall und Hohenurach im Winter

Der Winter ist nun endlich da und dies bedeutet, dass frostige Temperaturen und  Schnee dominieren die Landschaft. Die bedeutet, das  es  das perfekte Wetter ist, um raus zu gehen und im Winter zu fotografieren. Mein Plan war es, den gefrorenen Uracher Wasserfall bei Bad Urach zu fotografieren.  Im meinem letzten Blog Eintrag, hatte ich ja schon einige Tipps und Tricks zum Thema fotografieren im Winter aufgeschrieben. In diesem Beitrag kann man nachlesen, auf was man alles achten sollte, wenn man bei Schnee und Eis fotografiert.

Gerade ein Mikrofaser Tuch kann Goldwert sein. Dieses kam jetzt am Uracher Wasserfall doch öfters zum Einsatz als ich gedacht hatte. Nicht nur wegen dem Spritzwasser von dem Wasserfall, das war ich ja schon gewohnt, sondern weil sich zusätzlich meine Linse sehr schnell beschlagen hatte. Mein eigener Atmen war Schuld an dieser Miesere.

Aufnahme mit beschlagener Linse
Aufnahme mit beschlagener Linse

Zudem hatte ich dies noch recht spät bemerkt und wunderte mich Anfangs über etwas komische Aufnahmen, die dann entstanden sind. Diese sahen dann eher wie Nebelbilder unter 50m Sichtweite aus. Auf dem Bild sieht man so eine Aufnahme.  Zuerst dachte ich an eine Überbelichtung aber die Tonwertkurve war ok. Erst danach bemerkte ich, dass sich die Linse  beschlagen hatte. Passiert leider im Winter. Also sollte man sich im Hinterkopf immer behalten, die Linse vor jeder Aufnahme kurz zu kontrollieren oder einfach so nochmals zur Sicherheit darüberwischen.

Für die Winterbilder habe ich mir , wie Anfangs schon geschrieben, den Uracher Wasserfall ausgesucht. Diesen hatte ich zwar schön öfters fotografiert, aber nicht im Winter. Auf verschiedenen Seiten im Internet sah ich schon, wie dieser zu dieser Jahreszeit aussehen kann. Im letzten Winter hatte ich den Zeitpunkt verpasst, diesen gefroren fotografieren zu können. Dieses Jahr war das Zeitfenster auch wieder sehr knapp bemessen, da es wieder einmal nur kurz Minusgrade hat. Jeder weiß, das Wasser seine Zeit braucht um zu gefrieren. So ist es auch bei fließendem Wasser, dass es doch einen längeren Zeitraum braucht, bis es zufiert und sich Eis und Eiszapfen bilden können. Das heißt soviel, das man nicht sofort losziehen um solche Eis-Kaskaden fotografieren zu können. Nein, es braucht dann doch noch einen gewissen Zeitraum bis sich diese Eisstrukturen sich bilden. Wenn es anhaltender Forst gibt, so dürfte es vielleicht schon nach einer Woche die ersten Strukturen sich bilden. Die ist aber auch immer immer Lage- und Gebietsabhängig.

Wenn man die Geduld aufbringen kann, das Wetter mitspielt und auch den richtigen Zeitpunkt erwischt, so sollte eigentlich nichts mehr im Weg stehen um solche Bilder zu fertigen. Ok, man braucht dann noch so einen Wasserfall oder so gefrorene Wasserkaskaden. Aber da muss man entweder das Glück haben, in der Nähe zu wohnen oder doch sich auf den Weg machen dort hinzufahren wo es so etwas gibt.

Uracher Wasserfall im Winter

Bei meinen Bildern vom Uracher Wasserfall habe ich mich für eine Langzeitbelichtung entschieden. Da im Gegensatz zum Herbst (als ich 2015 dort war) diesmal mehr Wasser floss und der Wasserfall nicht ganz gefroren war, entschied ich mich für diese Methode. Sie lässt das Wasser einfach weicher aussehen und es ergibt eine schönere Bildwirkung. Für die Langzeitbelichtung habe ich meinen bewährten und oft benutzen Haida PRO II MC ND3.0 1000x Filter benutzt. Durch den Schnee war es sogar möglich unter 30sek zu belichten. Dieser hat , trotz bewölktem Himmel genügen Licht reflektiert, so dass ich ohne weiteres auch über den LiveView scharf stellen konnte (bei den meisten Aufnahmen). Normalerweise ist das nicht unbedingt der Fall, wenn ich mit diesem Filter Bilder mache. Aber man lernt ja nie aus und es war dann auch bequemer. So musste ich nicht immer den Filter abschrauben, scharfstellen, wieder auf das Objektiv drauf schrauben und hoffen, dass sich nicht der Fokus verstellt hat.

Natürlich wurden wieder für die Bilder ein stabiles Stativ  und ein Kabelauslöser verwendet. Dies sollte einfach selbstverständlich sein, dass wenn man solche Langzeitbelichtungs Aufnahmen macht,  man  auch das richtige Equipment verwendet. Als Objektiv habe ich das Standard Zoom Canon 18-55mm STM verwendet, das ganz ok ist. Es hat zwar seine Schwächen in der Abbildungsleistung, aber man kann trotzdem gut damit arbeiten. Nachteilig ist der Crop Faktor, den man bei eine ASP-C Kamera im Weitwinkel Bereich hat.  So kommt man umgerechnet auf das Kleinbild Format auf eine Brennweite (bei 18mm) von ca. 28mm. Mit so etwas muss man leben oder man kauft sich eine anderes Objektiv oder eine Vollformat Kamera. Die Qual der Wahl sozusagen. Aber nun zu den Bildern von dem gefrorenen Uracher Wasserfall.  Aufgenommen im Winter 20.01. 2016 bei Bad Urach.

Burgruine Hohenurach

Nachdem die Bilder von dem Uracher Wasserfall gefertigt wurden, entschied ich mich noch für einen Abstecher zur Ruine Hohenurach. Diese war in den vergangen Jahren immer wieder geplant, aber Zeitlich reichte es nie. Denn der Weg ging immer vom Gütersteiner Wasserfall über das Hochplateau der schwäbischen Alb hinunter zum Uracher Wasserfall. Da ich diese mal den Gütersteiner Wasserfall ausgelassen hatte (es war doch recht glatt), war also genug Zeit für einen Abstecher auf die Ruine Hohenurach. Dort hatte ich ja schon früher einige Bilder gemacht, aber auch noch nie im Winter. Der Aufstieg im Schnee war doch recht mühselig und forderte doch etwas mehr an Kondition als ich dachte. Die Mühe hatte sich dennoch gelohnt, es gab einen tollen Ausblick auf den Rutschen, den Uracher Wasserfall und auf die Stadt Bad Urach.

Die Ruine ist momentan teilweise gesperrt, denn  sie wird instant gehalten. Der Forst schadet dem Gemäuer und daher besteht die Gefahr, dass sich Teile der Mauer lösen können. Dies ist nicht nur eine Gefahr für Wanderer und Besucher der Ruine, sondern würde auch einen weiteren Verfall dieser bedeuten. Daher sieht man auch auf meinen Bilder die “Baustellen” auf der Ruine. Bei diesen Bildern habe ich mich für Panorama Aufnahmen entscheiden. Diese geben einfach den besten Überblick in der Ruine selbst und  natürlich von der Ruine in die Umgebende Landschaft. Als kleine Spielerei habe ich noch mittels Photoshop Bad Urach als Miniatur Welt dargestellt. Dies geht ja recht schnell mit dem Tilt-Shift Filter in Photoshop.

Naturschutzgebiet Wental – Felsenmeer

Anfang November wurde das schon längere Zeit geplante Ziel “Naturschutzgebiet Wental – Felsenmeer ” endlich in Angriff genommen. Dieses Gebiet hatte ich einmal in einer Reportage über die Schwäbische Ostalb gesehen und wollte unbedingt dort einmal hin. Es hat doch etwas gedauert bis ich dies verwirklichen konnte, aber es hat sich alle male gelohnt. So eine Landschaft fotografiert man doch lieber im Herbst, nicht nur wegen den Farben sondern aus anderen Gründen. Das hohe Gras ist soweit verschwunden, dass man störende hohe Grashalme mit auf dem Bild hat und die Sonne steht nicht so weit oben. Dadurch bekommt man kein so hartes Licht, was gerade bei Landschaftsfotografien viel zu überbelichtet wirken würde.

Aber jede Jahreszeit bietet seine Besonderheiten, zumal das Wental als Biotop auch eine Vielzahl an unterschiedlichen Pflanzen und Tieren bietet. Für mich als Landschafts- und Naturfotografie ist der Herbst einfach die schönere Jahreszeit um zu fotografieren. Leider war an diesem Tag, als ich zu dem Felsenmeer gefahren bin, kein Nebel. Die bizarren Felsformationen in dichten Nebel, hätten sicherlich eine sehr dichte Atmosphäre und Bildstimmung geboten.  Aber auch so war diese Landschaft recht toll zu betrachten und natürlich zu fotografieren.

Bei dem Felsenmeer befindet direkt ein größer Parkplatz, so dass man bequem seine Fotografie Ausrüstung mit sich nehmen kann ohne weit laufen zu müssen. Das Gebiet ist nur zum Teil begehbar, aber es gibt ausgewiesene Freizeitflächen, wo man ohne weiteres fotografieren kann. Man sollte aber, gerade im Frühling  bis Sommer, nicht unbedingt den Weg verlassen, da auf dem Magerrasen seltene Pflanzen wachsen. Man sollte doch etwas Rücksicht auf die Natur nehmen und nicht um jeden Preis eine “besondere” Aufnahme zu  erhalten.

Wer dort fotografieren möchte, dem empfehle ich ein Stativ, ein Weitwinkel- und ein Teleobjektiv. Einen Polfilter ist zu empfehlen da bei einer Weitwinkel Aufnahme den Himmel noch mit drauf bekommt. Einen Kabelauslöser sollte man so oder so für seine Aufnahmen benutzen. Bei meinen Aufnahmen, die ich am Felsenmeer gemacht habe, hatte ich mich für Panorama Aufnahmen entschieden. Da ich mit einem 18-55mm Objektiv fotografiert habe, hatte ich durch den Crop Faktor einen eingeschränkteren Blickwinkel (ca. 28mm umrechnet auf das Kleinbildformat). Um das weitläufige Areal besser zu fotografieren, sind Panorama Aufnahmen besser geeignet. Einen Nodalpunktadapter habe ich nicht verwendet, nur mein allseits beliebtes Manfrotto Stativ mit Panorama Kugelkopf. Zusammengefügt und bearbeitet habe ich die Panorama Bilder mit Adobe Photoshop.


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Neujahr – im Nebelwald Kappelberg

Das Jahr 2015 ist so zu Ende gegangen, wie das neue Jahr 2016 begonnen hat. Eine Nebelsuppe mit unter 50m Sichtweite was ja nach Nebelwald Bildern förmlich schreit. Für Feuerwerks Aufnahmen war diese Situation also richtig bescheiden, man konnte gar nichts sehen. Die obligatorischen Feuerwerks-Bilder spare ich mir an dieser Stelle. Man kann getrost die alten Bilder anschauen, die ich hier auf meinem Blog schon veröffentliche. Die jetzigen Bilder werde ich als Stock Images dann zur Verfügung stellen, sobald die Seite hier umgebaut wurde.

Das neue Jahr war also geprägt von einem dichten Nebel. Eigentlich perfektes Wetter um Bilder zu machen. Aber mir kamen dann doch die ersten Zweifel ob man bei so einer Sichtweite überhaupt was fotografieren kann. Ein so dichter Nebel war schon lange nicht mehr und ich konnte auch nicht abschätzen, wie es dann im Wald sein wird. Nichtsdestotrotz habe ich mich doch noch entschieden, auf den Kappelberg zu fahren um im Wald zu fotografieren. Die Entscheidung doch zu gehen, habe ich dann definitiv nicht bereut.

Den Richtigen Zeitpunkt habe ich, zu meinem Glück, auch erwischt. Genau zu dem Zeitpunkt als ich oben auf dem Kappelberg war, riss eine Lücke im Nebel auf und die Sonne konnte so durchstrahlen. Wer meine Bilder schon kennt oder vielleicht selber schon einmal dieses Spektakel gesehen hat, der weiß wie toll dieses Naturereignis sein kann. Wenn die Sonnenstrahlen sich im Geäst der Bäume bricht und die Strahlen dann durch den Nebel scheinen. Dies erinnert mich immer wieder zurück an meine Anfänge der Fotografie, als ich damals genau so eine Situation auf dem Kappelberg erlebt habe.

Seit diesem Erlebnis, das ich damals natürlich auch fotografisch dokumentiert habe, freue ich mich jedes mal auf solche Situationen. Jeden Herbst und Winter, warte ich genau auf solche Situationen um diese zu fotografieren. Diesmal am Neujahrstag habe ich mich auch eher für Panorama Aufnahmen entscheiden. Der Grund ist der, dass man dadurch die ganze Licht- und Nebelstimmung im Wald besser einfangen kann. Mit normalem Weitwinkelobjektiven ist man dann doch etwas beschränkt, durch den Blickwinkel, des jeweils verwendeten Objektivs.

Wenn man in so einem Nebelwald fotografieren möchte, so gibt es aber auch immer einiges zu beachten. Dieses werde ich in meinem kommenden Buch “Fotografieren im Herbst” ausführlich beschreiben. Dieses E-Book kann man dann bei Amazon zu erwerben. Neben meine Erfahrungen gebe ich auch verschiedene Ideen weiter, was man alles im Herbst fotografieren kann. Der Schwerpunkt dieses Buch liegt dabei auf der Fotografie im Nebel. Das Buch wird in kürze erscheinen und werde es hier auf meinem Blog verkünden. Schaut doch einfach einmal wieder hier vorbei.

Auf meinem YouTube Kanal kann man noch einen Workshop von mir anschauen, wie man Panorama Aufnahmen mittels Adobe Photoshop zu einem Bild  zusammenfasst. Auch auf die Bearbeitung, also Entzerrung des Bildes, gehe ich in diesem Workshop genau darauf ein.

 

Der Winter 2015 – wieder einmal kein Schnee in Sicht?

Ja, man kann jetzt schon sagen “Alle Jahre wieder…” oder nach einem Fernsehklassiker “Same procedure as every year”, fehlt es im Dezember an Schnee. In 10 Tagen ist Weihnachten und wir haben die Halbzeit des Monats Dezember erreicht. Milde Temperaturen, teilweise im zweistelligen Bereich, prägen bis jetzt den kommenden Winter. Aber man sollte ja noch geduldig sein, denn momentan haben wir ja noch offiziell Herbst und keinen kalendarischen Winter. Dieser beginnt erst zur Wintersonnenwende am 21/22 Dezember. Es gab ja Anfang Dezember mal die Hoffnung, dass wieder Schnee Einzug in Deutschland erhält, aber dies wurde ja ein paar Tage später mit einer warmen Wetterfront leidlich zu Nichte gemacht. Also heißt es doch wieder warten, bis es einmal wieder richtig schneit.

In den letzten Jahren gab es ja immer wieder kurze Phasen, an denen es für ein paar Tage geschneit hat und dieser auch liegen blieb. An diesem Tagen war ich dann unterwegs im Wildparadis Tripsdrill und habe dort unter anderem die Wölfe fotografiert. Wölfe im Schnee sind irgendwie toll und irgendwie verbinde ich das immer wieder miteinander. Daher hoffe ich, dass es noch richtig schön schneien wird um dort wieder hinfahren zu können.

Eigentlich bietet der Winter, neben dem Herbst, sehr schöne Landschaftliche Motive oder allgemeine Motive, die man fotografieren kann. Aber dies wirkt dann erst so richtig stimmungsvoll, wenn auch Schnee liegt und er richtig frostig kalt ist. Tief verschneite Schneelandschaften wie im Märchen, Eiszapfen, gefrorene Bäche und Wasserfälle, Makroaufnahmen von Schneeflocken oder ein Personen Shooting im Schnee sind nur ein paar Motive die man im Winter machen könnte. Aber, wie schon geschrieben, fehlt die wichtigste Komponente – genau, der Schnee.

Was man Momentan eher zu Gesicht bekommt ist, ist der Nebel. In den frühern Morgenstunden kurz nach oder vor Sonnenaufgang, ist die Chance hoch, eine sehr stimmungsvolle Landschaftsaufnahme zu fotografieren. Durch die tiefstehende Wintersonne, ergibt sich ein sehr weiches Licht und in Verbindung mit dem Nebel können da sehr beeindruckende Aufnahmen entstehen. Daher beschränkt sich meine fotografische Aktivitäten eher auf die Nebelfotografie und versuche diese tolle Momente als Bild und als Film fest zu halten. Wenn man die Topografische Möglichkeit besitzt und von oben herab auf Flusstäler zu schauen, so kann kann (soweit man über der Nebeldecke sich befindet) die Nebelschwaden in ihrer dynamischen Bewegung festhalten. Dabei kann man entweder direkt filmen oder man erstellt eine beeindruckende Timelapse Aufnahme, falls man einen programmierbaren Timer zur Verfügung hat. Auf meinem YouTube Kanal habe ich schon einige dieser Timelapse Aufnahmen erstellt. Wer mag, der darf mich dort auch gerne Abonnieren, auch wenn ich aktuell mit Video Veröffentlichungen etwas stark hinterher hinke.

Die Nebelbilder die ich bis jetzt in diesem Herbst/Winter 2015 gemacht habe, sind alle auf dem Kappelberg bei Fellbach entstanden. Aufgenommen mit einer Canon EOS 70D SLR-Digitalkamera und mit dem Kit Objektiv 18-55mm.  Wer mehr zu meinen Bildern wissen will, der kann gerne mein kommendes E-Book “Fotografieren im Herbst” kaufen, das über Amazon erhältlich sein wird. Dort gebe ich verschiedene Tipps und Tricks gerade zu dem Thema Nebelfotografie, welches das Schwerpunktthema diese E-Books sein wird. Erhältlich wird es Anfang des Jahres 2016 sein. Aber genug Eigenwerbung gemacht, hier sind nun die Bilder die Ende November – Anfang Dezember auf dem Kappelberg gemacht habe.

Der Nebelwald am Morgen. Der Kappelberg bei Fellbach
Der Nebelwald am Morgen. Der Kappelberg bei Fellbach
Der Nebelwald - auf dem Kappelberg am Esslinger Tor
Der Nebelwald – auf dem Kappelberg am Esslinger Tor
Der Württemberg im Nebel. Rotenberg und die Grabkapelle im Nebel
Der Württemberg im Nebel. Rotenberg und die Grabkapelle im Nebel
Nebelwelten
Nebelwelten
Der mystische Nebelwald Herbst / Winter 2015
Der mystische Nebelwald

Makro Objektiv vs. normales Objektiv – Ein Vergleich der beiden Objektiven bei der Makrofotografie

Vor ein paar Tagen war ich wieder einmal im Wald  unterwegs um herbstliche Bilder zu fotografieren. Eigentlich wollte ich Nebelbilder fotografieren, aber da war ich dann doch etwas zu spät dran. Der Nebel hatte sich schon weitgehend verzogen. Aber trotzdem fand ich doch noch ein paar andere Dinge, die ich fotografieren konnte. Denn diesmal fand ich doch etwas mehr Pilze als in den letzten Wochen. Das Problem war nur dieses, dass ich vergessen hatte mein Makroobjektiv mit ein zupacken.

Normalerweise habe ich immer alle Arten von Objektiven mit auf meinen Foto-touren. Doch diesmal wollte ich doch Gewicht sparen und mich rein auf die Landschaftsfotografie konzentrieren. Man sieht, die Natur ist unberechenbar und daher sollte immer dafür ausgerüstet sein. Es kommt öfters anders als man denkt. Aber alles kein Problem, denn ich hatte ja noch mein Zoom und mein Teleobjektiv mit dabei.

Mit dem Canon EF-S 18-55 STM  (KIT Objektiv) hatte ich bis jetzt noch keine Nahaufnahmen gemacht. Also dachte ich, dass ich die Aufnahmen mit diesem probieren sollte. Zudem war die gegebene Situation doch etwas ungeschickter um das Teleobjektiv zu verwenden. Wer meinen Blog schon kennt der weiß, dass ich  ja schon öfters mit diesem Objektiv Pilze fotografiert habe. Das Kit Objektiv hat zudem ja auch  einen Makro Bereich und von daher probierte ich das einfach einmal aus.

Um es gleich von Vorne weg zu nehmen, ich bin mit der Abbildungsleistung dieses Objektiv nicht zu frieden. Es ist ok, aber es gibt doch deutlich bessere Objektive. Für den Preis, ist aber ok, was es leistet und zum Filmen ist es auch völlig in Ordnung. Nur das man wirklich keine Spitzenqualität erwarten. Dies hat sich dann auch in den Nahaufnahmen bestätigt.

Die Problematik ist nicht unbedingt die Schärfe, die ich eh durch das Fokus Stacking Verfahren verbessert habe, nein es geht um das Bokeh. Also um den  Hintergrund. Als ich die Bilder erst mal durchgeschaut hatte, staunte ich nicht schlecht. Wenn man von dem Makro verwöhnt ist oder von den Teleobjektiv Aufnahmen, dann fehlen einem erst einmal die Worte. Der Hintergrund ist nicht schön weich gezeichnet oder  besser gesagt weich verzeichnet, nein es schaut eher aus wie ein harter, rauschender Pixelbrei. Man erkennt einfach  dadurch, die  geringere Abbildungsleistung des Kit Objektivs, im direkten Vergleich zu einem Makro Objektiv.

Pilz Makro Aufnahme mit dem Kit Objektiv.
Pilz Makro Aufnahme mit dem Kit Objektiv.

Ok, man kann bei dem Bild sagen, dass dieser nicht im Telebereich fotografiert wurde und es dadurch zu diesen Hintergrund kam. Wenn man aber trotzdem in einer 100 Prozentigen Ansicht das Bild anschaut, so erkennt man doch den “härteren” Hintergrund. Dies würde auch bei einer 55mm Telestellung genau so der Fall sein. Die Pilze an sich sind relativ  gut und scharf abgebildet. Vergleicht man aber das Bild mit einem Makro Objektiv, so sieht man schon deutlich den Unterschied in der Abbildungsleistung.

Pilz Focus Stack
Der direkte Vergleich mit einem Makro Objektiv

Der Hintergrund ist deutlich feiner und weicher als mit der Aufnahme von dem Kit Objektiv. Die nachfolgenden Bildern zeigen noch einmal im Detail den Unterschied zwischen den beiden Objektiven und dessen Abbildungsleistung im Nahbereich.

Vergrößerung der Makroaufnahme mit dem Kit Objektiv.
Vergrößerung der Makroaufnahme mit dem Kit Objektiv.
Vergrößerung der Makroaufnahme mit dem Makro-Objektiv.
Vergrößerung der Makroaufnahme mit dem Makro-Objektiv.

 

Auf der linken Seite sieht man einen vergrößerten Bildausschnitt einer Aufnahme, die mit dem Kit Objektiv erstellt wurde. Man sieht in der Vergrößerung nun deutlich, wie unschön das Bokeh ist. Vergleicht man dies jetzt mit der rechten Aufnahme, die mit einem Makro Objektiv erstellt wurde, so kann man doch einen weicheren Hintergrund erkennen.

Die Vorteile eines Makro Objektivs gegenüber eines Zoom liegen eigentlich auf der Hand. Dies sind:

  • Lichtstärker
  • besitzt eine höhere Abbildungsleistung
  • deutlich bessere Schärfe
  • feineres Bokeh
  • höherer Abbildungsmaßstab
  • geringere Naheinstellungsgrenze

Es sollte ja auch klar sein, das ein Makro Objektiv für Nahaufnahmen konstruiert wurde. Zoom Objektive sind dann doch die Allrounder, die viel können aber doch keine Experten sind. In der Not kann man aber trotzdem Bilder damit machen. Nur sollte man keine hohen Qualitätsansprüche, wie bei einem Makro Objektiv, haben. Man muss eben diese Abstriche doch in Kauf nehmen. Mit etwas Aufwand lässt sich aber so ein Hintergrund auch noch bearbeiten und weicher zeichnen. Wenn man dies getan hat, so kann man auch noch eine gute Aufnahme als Resultat heraus bekommen. Doch sollte man hier doch sehr sorgfältig arbeiten um so ein zufriedenstellendes Resultat zu erhalten.

Ein weich gezeichneter Hintergrund kann die Bildqualität noch deutlich verbessern und die harten Pixeln verschwinden lassen.
Ein weich gezeichneter Hintergrund kann die Bildqualität noch deutlich verbessern und die harten Pixeln verschwinden lassen.

 

 

Tiere im Frühjahr 2015 – Graugänse Nachwuchs

Der Winter ist vorbei und die Tiere im Frühjahr beginnen so langsam , sich von ihrem Winterschlaf zu erholen und aktiver zu werden. Oder sie reisen wieder vom Süden her in die heimischen Gefilde. Diese Jahreszeit ist wieder perfekt für Fotografen, wenn diese aus ihrem eigenen Winterschlaf erwachen und raus in die Natur gehen, um zu fotografieren. Das Wetter wird wieder wärmer, die Natur erwacht und man es gibt wieder zahlreiche Motive, die man nun fotografieren kann.

Wie jedes Jahr, habe ich auch dieses Jahr, wieder nach den Jungtieren der verschiedenen Wasservögeln  am Max Eyth See ausschau gehalten. Wie in den vergangen Jahren zuvor, hatte ich auch diese Jahr wieder das Glück, von den Graugänsen die Jungtiere fotografieren zu können. Im Gegensatz zum letzten Jahr, wo ich etwas zu spät dort unten war, habe ich dieses Jahr doch mehr Glück gehabt. Man kann sagen, dass ich den richtigen Moment erwischt habe.

Aber nicht nur der Graugänse Nachwuchs wurde fotografiert, sondern auch zwei Eichhörnchen. Diese zwei musste ich einfach fotografieren. Wer diesen Blog kennt, der weiß, dass Eichhörnchen bei mir des öfteren fotografiert werden. Die zwei Eichhörnchen haben sich von mir auch nicht groß stören lassen, so dass ich in Ruhe einige Aufnahmen von ihnen machen konnte.

Bei der Ausrüstung habe ich auf das Canon EF 70-300mm und die Canon EOS 70D verwendet. Dies hat vollkommen für die Fotografien ausgereicht. Man sollte nur darauf achten, die richtigen Einstellung zu verwenden und die Sonne im Rücken zu haben. Schon sollte es ohne Probleme mit den Bildern klappen.

Wenn man in den Schatten der Bäume kommt oder in das Gegenlicht gerät, so sollte man immer auf seine Einstellung achten. Wenn man eine neuer Kamera besitzt, so sollte man sich auch nicht scheuen, die ISO Werte zu erhöhen. Wichtig ist nur das man nicht zu kurz belichtet, um so Bewegungsunschärfe in die Aufnahme zu bekommen. Gerade Teleobjektive verzeihen einem so etwas nicht. Notfalls sollte man zu einem Einbein-Stativ greifen, um Flexibel genug zu bleiben.

Bitte setzt keinen  Blitz bei Tieren ein! Indirektes blitzen wäre noch ok, aber nicht direkt in voller Leistung! Das kann die Tiere erschrecken oder ihr Augenlicht schädigen! Die Aufnahme wird durch den Blitz eh nur scheiße werden, dank dem harten Licht. Daher setzt lieber auf das vorhandene Licht.

Wer Tiere im Frühjahr fotografieren möchte, der kann auch alternativ in einen Zoo gehen. Dort wird es auch sicherlich den einen oder anderen Nachwuchs zu dieser Jahreszeit  geben, so wie auch zahlreiche andere Motive. Viel Spaß beim fotografieren!

 Graugänse Nachwuchs am Max Eyth See

 

Eichhörnchen am Max Eyth See

 

partielle Sonnenfinsternis 2015 | Naturfotografie

1999 war die letzte Sonnenfinsternis hier in unseren Breitengrade. Dieses Naturspektakel wurde aber von einem Wolkenband sabotiert, das genau zu dem Zeitpunkt über Stuttgart ziehen musste. Am 20.3.2015 war es nun wieder soweit und es gab wieder eine Sonnenfinsternis. Leider war es nur eine partielle und keine vollständige Verfinsterung. Egal,  es wart trotzdem toll an zu sehen auch wenn es hier bei mir in Fellbach nur ca 70 Prozent der Sonne verdeckt war. Dafür hatten unsere Nordlichter wohl mehr Pech gehabt, wegen dem Nebel der es zu diesem Zeitpunkt gab.

Insgesamt habe ich 161 Bilder von diesem Naturereignis gemacht gemacht, mit dem eigentlichen Ziel eine Timelapse zu erstellen. Die Timelapse wird aber noch etwas aufwendiger werden, da ich erst alle Bilder zuschneiden und zueinander ausrichten muss. Da resultiert aus den unterschiedlichen Einstellung die ich während der Aufnahme machen musste. Die Erde dreht sich ja um die Sonne also hat man eine Rotationsbewegung und daher bewegt sich (von uns aus gesehen) die Sonne in eine Bahn. Daher ist es eine kleine Fleißarbeit diese Bilder zueinander aus zu richten. Wenn man das nicht machen würde, würden bei der Timelpase nervige Ruckler entstehen. Dies ist sehr nervig, wenn man so etwas betrachten müsste.

Jetzt möchte ich euch mal meine Sonnenfinsternis 2015 Bilder präsentieren.

Sonnenfinsternis 2015 die Phasen des Transit.
Sonnenfinsternis 2015 die Phasen des Transit.

 

 

Aufgenommen wurden die Bilder mit einer Canon 70D und mit meinem alten Canon EF-S 55-250mm Teleobjektiv. Dieses Teleobjektiv kam aus folgenden Grund zum Einsatz. Die Filtergewinde meiner anderen Objektive sind einfach zu groß. Logischerweise passen diese dann nur auf mein 55-250mm Teleobjektiv. Aber alles nur halb so schlimm. Wenn man den Crop-Faktor von 1,6 dazu multipliziert, so erhält man dann eine Brennweite von 400mm. Dies ist so ungefähr das Minimum was man für solche Fotografien nehmen sollte.

Bei den Filtern war ich mir nicht sicher ob diese wirklich dafür geeignet sind. Ja, ich hatte bedenken,dass meine Canon 70D schaden nehmen könnte. Zwar hatte ich den Haida Pro II MC NC3.0 1000x drauf geschraubt, aber in diversen Foren und Seiten habe ich gelesen, dass man ND4-5 mit einem Faktor von 100.000 nehmen sollte. Kurzerhand habe ich mich dazu entschieden etwas zu tun, was man jetzt nicht unbedingt beim normalen Landschaft-Fotografieren tun sollte. Mehrere Filter übereinander schrauben. Das Risiko wollte ich so weit wie möglich reduzieren, dass sich mein Sensor verabschiedet oder Schäden nimmt. Daher habe ich zu dem Haida noch meinen HOYA ND8 Filter mit drauf geschraubt. Um aber noch etwas ganz sicher zu sein entschied ich mich auch noch einen Polfilter mit drauf zu schrauben, der auch etwas Licht schluckt. Im Ganzen hat das doch sehr gut funktioniert ohne das meine Kamera Schaden genommen hat. Richtige Filter für Astro Fotografien sind trotzdem vorzuziehen, damit man wirklich alle Schäden an der Kamera ausschließen kann.