Merkurtransit 9.5.2016

Es war mal wieder soweit, dass ein seltenes astronomische Ereignis statt fand und diesmal war es der Merkurtransit. Dieses Ereignis ist sogar noch seltener auf der Erde zu beobachten als eine Sonnenfinsternis. Diesmal konnte man diesen sehr gut von Deutschland aus beobachten. Nur ein paar Wolken trübten die Aussichten doch ein wenig. Gegen später zog das Wolkenband dann doch noch zu, so dass ich von meinen Standpunkt aus, die letzten drei Stunden des Transits nicht beobachten bzw. dokumentieren konnte.

Ein paar Fakten zu dem Merkurtransit

Eigentlich ist es ja nichts ungewöhnlich, das der Planet Merkur alle ungefähre 88 Tage unseren Heimatstern die Sonne umrundet. Die Planeten Konstellation nun mal wieder so, dass der Planet Merkur, die Erde und die Sonne sich auf einer optischen Linie befindet. Dies ermöglicht,  man von der Erde aus den Transit des Merkurs um die Sonne beobachten kann. Das kurze Zeitfenster für diese Beobachten betrug sieben Stunden, was aus der Astronomischen Sicht her doch recht kurz ist. Für uns auf der Erde ergab sich aber doch viel Zeit, den Merkur mit Hilfe eines Teleskop zu beobachten. Der nächste Merkurtranist ist hier in Deutschland im Jahr 2032 wieder zu sehen.

Es mag für den einen oder anderen etwas unspektakulär erscheinen, da der Merkur nur als Stecknadelkopf großer Punkt auf der Sonne zu erkennen ist. Aber es gibt einen sehr guten Einblick wie groß die Sonne überhaupt ist und welche Dimensionen das Universum an sich hat.  Dies zeigt für mich, wie klein wir im Prinzip doch sind.

Für meine Aufnahmen verwendetet  ich ein 300mm Objektiv an einer Canon 70D . Mit dieser Kamera konnte ich den ASP-C Cropfaktor von 1,6 für eine zusätzliche Vergrößerung mit verwenden. Umgerechnet auf das Kleinbild Format hatte ich dann eine effektive Brennweite von 480mm. Dies hat dann auch  sehr gut ausgereicht um die Sonne und den Merkur fotografieren zu können. Mittels Photoshop musste ich den Bereich natürlich noch zurecht schneiden um einen größeren Bildausschnitt zu erhalten.

Wichtige Aspekte die man bei der Aufnahme berücksichtigen muss

Was unbedingt wichtig ist und auf gar keinen Fall nicht gemacht werden darf ist direkt in das Sonnenlicht zu blicken! Egal mit bloßem Auge oder mit einem Objektiv, Fernglas oder Teleskop! Dies führt definitiv zur Erblindung was auch nicht mehr reparabel ist. Das ganze wirkt durch Objektive usw. wie ein Art Laser, weil das Licht gebündelt wird und die Netzhaut im Auge versenkt bzw. verbrannt wird.  Wenn man die Sonne fotografieren möchte, so sollte man sich eine spezielle Sonnenfilter Folie besorgen! Meine Folie, die ich für die Aufnahmen verwendet habe, ist von Baader Planetarium und speziell für Objektive geeignet. Für eine Din A4 Folie, mit dem ND Faktor von 5, zahlt man um die 30€. Dazu kann man sich noch selber eine Halterung bauen (Anleitung ist mit der Folie beigelegt) oder man kann sich auch so eine fertige Halterung kaufen.

Die Folie sollte mit sehr viel Sorgfalt behandelt werden und auf keinen Fall beschädigt werden! Sonst kann ein kleines Loch euren Kamera Sensor beschädigen. Wenn die Folie vor dem Objektiv montiert ist, so solltet ihr auch nicht direkt durch den Sucher schauen sondern nutzt die LiveView Funktion eurer Kameras. Diese Folien sind zwar für Objektive geeignet aber nicht für die Augen, wie ihr es vielleicht von den Sonnenfinsternis-Brillen her kennt. Euer Augenlicht ist wichtiger als irgend ein Bild! Mit dem LiveView und der Zoomfunktion kann man zudem sehr gut manuell die Sonne fokussieren. Das der Autofokus in so einer Situation nicht wirklich funktioniert, sollte jedem selber klar sein. Desweiteren muss die Kamera auf ein Stativ montieren, sonst klappt das mit dem manuellen fokussieren auch nicht . Bei meinen Aufnahmen habe ich zwischen einer Blende 8 und 11 variiert und die Belichtungszeit so eingestellt, dass  die Sonne nicht überstrahlt. Für die Aufnahme habe ich das RAW Format gewählt, um so bei der Nachbearbeitung der Bilder genügend Spielraum zu haben, falls die Aufnahme doch zu hell oder zu dunkel wurde.

Ein anderes Phänomen trat noch auf

 Halo Effekt
Ein Halo Effekt am Himmel

Neben dem Transit bemerkte ich zufällig noch einen Kreis um die Sonne herum. Es war ein Halo Effekt den ich noch zusätzlich fotografieren konnte. Leider konnte ich nicht sehen ob es ein Kreisrunder war, da die örtlichen Gegebenheiten mir nur einen Blick auf den unteren Teil gewährt haben. Die Bilder mussten auch schnell gehen, da der Halo Effekt schnell wieder verschwunden war. Aber trotzdem konnte ich noch den unteren Teil noch dokumentarisch festhalten.

Wie Anfangs schon geschrieben konnte ich die letzten drei Stunden bei dem Merkurtransit nicht dokumentieren, da die Sicht durch die Wolken versperrt war. Dafür habe ich den Anfang, also Eintritt in die Sonnenscheibe und den Mittelpunkt der Überquerung festhalten können.

Totale Mondfinsternis am 28.9.2015

Totale Mondfinsternis am 28.9.2015, die Erde lebt immer noch. Es gab keine Apokalypse, kein Weltuntergang, keine Vernichtung und sonstigen Humbug der so verzapft wurde. Es war recht toll anzusehen, wie der Erdschatten den Mond verdeckt hat. Der letzte Blutmond wurde damals, dank einem schönen Wolkenband verdeckt, so das ich diesen nicht fotografieren konnte.

Auch wenn der Zeitpunkt sehr ungünstig war, also zwischen 5Uhr morgens, so habe ich mich doch dazu entschieden die Phase bis zu dem Zenit zu dokumentieren. Man merkt doch, dass man keine 20 mehr ist und die Nacht durchmachen kann. Die Sicht um Stuttgart war sehr gut und es war doch etwas kalt. Warm eingepackt inkl. warmen Tee ging das Ganze aber doch, das man die Nacht ohne größere Schäden überstehen konnte.

Eigentlich wollte ich den Aufgehenden Mond, der ja auch ein Supermond war mit fotografieren. Aber genau da musste sich auch wieder ein Wolkenband im Osten bzw. am Horizont festsetzen. Also wieder ein super Zeitpunkt erwischt, denn hinter dem Wolkenband war der Himmel recht klar. Es gab ein paar kleiner Wölkchen aber die wären nicht schlimm gewesen. Etwas enttäuscht war ich gerade dabei das ganze abzubrechen und wollte mich auf den Heimweg machen.

Aufgehender Mond 27.9.2015
Aufgehender Mond 27.9.2015

Da hat der Mond doch noch eine Lücke gefunden, was ich mir nicht entgingen lies. Hastig baute ich das Stativ wieder auf und montiere die Kamera darauf. Lief alles wunderbar, richtige Einstellungen gefunden, optimale Schärfe eingestellt und ab ging es mit einer Intervall Aufnahme.

 

Die Aufnahmen haben dann doch etwas entschädigt für den verpassten Mondaufgang.  Aber,  ich wusste ja, dass am nächsten Tag die tatsächliche Vollmondphase ist, also habe ich den Mondaufgang dann an dem Tag gefilmt Da war der Himmel ohne Wolken und die Position war auch toll, da endlich mal keine Stromleitungen im Bild waren. Nun weiter mit den Blutmond Aufnahmen.

Um ca. 20:45 machte ich eine weiter Aufnahme von dem Vollmond, der gerade hinter Wolken etwas verhangen war. Dies gab wieder eine sehr mystische Vollmondstimmung. Daher habe ich das Bild auch etwas in der Tonung bläulicher gemacht, um so diesen Effekt etwas mehr hervor zu heben.

Mond hinter Wolken
Mond hinter Wolken

Mit dem Beginn der Blutmondphase, also als der Transit des Erschatten den Mond traf, war der Himmel sternenklar. Keine einzige Wolke am Himmel! Also Perfekter ging es nicht. Die ganzen Phasen habe ich in ein einzelnes Bild hinein kopiert, so das man diese sehr gut betrachten kann. Der Blutmond an sich, stellte sich fotografier technisch doch als eine Herausforderung dar. Bis jetzt hatte ich noch keine Gelegenheit gehabt, so ein Ereignis zu fotografieren und wusste auch nicht, welche Einstellungen mich erwarten würden.

Die Belichtungszeit musste ich dann so einstellen, das ich keine Nachzieher von dem Mond bekomme und somit das Bild unscharf ist. Da ich über kein Stativ oder Kopf verfüge der die Bewegung der Sterne bzw. des Mond automatisch mitzieht, musste ich etwas improvisieren. Blende auf , ISO hoch und schauen das ich unter 2s bleibe. Ein Wert zwischen 0,8s war doch der optimale Wert bei einer ISO Zahl von 1250. Die Problematik an der ganze Sache war dann folgende.

Blutmond Zenit Phase
Blutmond Zenit Phase

Ein hoher ISO Wert bedeutet mehr rauschen. Mein Teleobjektiv hat eine Anfangsblende, bei 300mm, von 5.6. Mehr ISO hätte mehr rauschen bedeutet und die Qualität wäre noch schlechter geworden. Grund dafür ist das Restlicht, das von der Erde auf den Mond reflektiert wird und wieder zurück kommt. Durch die Erdatmosphäre werden die kurzwelligen, roten Lichtwellen gebrochen. Der Grund warum der Mond rot erscheint. Rotes Licht neigt generell zum rauschen. Wer das nicht glaub sollte es mal probieren. Dazu kommt noch die Wärmestrahlung der Städte, also die Hintergrundstrahlung durch Kunstlicht und die Luftverschmutzung in der Atmosphäre. All dies sind Probleme, die die Qualität eines Blutmondes schmälern. Dazu kommt noch, das bei roten Licht der Kontrast verblasst. Nimmt man das alles zusammen, so hat man dann das Resultat, was bei meinen Fotografieren heraus gekommen ist.

Blutmondphasen bis zum Zenit
Blutmondphasen bis zum Zenit

Es gibt Möglichkeiten, dass man das Ganze über Filtertechnik kompensiert. Aber solche Filter sind recht teuer und man sollte wirklich überlegen ob dies einem das Wert ist. Am Besten wäre es gewesen in die Berge zu fahren, wo es so gut wie keine Zivilisation gibt und es richtig dunkel wäre.

Ich bin soweit zufrieden mit den Bildern. Es war das erste mal das ich bewusst so einen Mond beobachten konnte. Nur für einen Supermond war er mir doch etwas zu klein. Wäre die totale Mondfinsternis früher gewesen, so wäre das Ereignis noch spektakulärer gewesen. Meine 300mm Brennweite war dann doch etwas stark an der Grenze um den Mond optimal zu  erwischen. Wie heißt es so schön, mehr geht immer, wenn man auch das passende Kleingeld dazu hat. 2018 ist die nächste Mondfinsternis, bis dahin wird aufgerüstet!

Die Milchstraße

Dieses Jahr habe ich mich doch einmal an das Thema der Astrofotografie gewagt. Wer meinen Blog kennt, der weiß, dass ich den Mond schon seit Anfang an immer ein Teil meiner Fotografie war. Nun, wollte ich doch noch einen Schritt weiter gehen und den Sternenhimmel bzw. die Milchstraße fotografieren.

Letzen Monat habe ich mit einem befreundeten Fotografen (Matthias Gröner) an

Perseiden Schauer August 2015
Perseiden Schauer August 2015

das Thema gewagt. Der Perseiden-Schauer erreichte Mitte August den Höhepunkt und diese Ereignis nahmen wir als Anlass, uns einmal in dem Bereich Astrofotografie zu wagen. Matthias, der hauptsächlich im Bereich der Tierfotografie unterwegs ist, war auch sehr daran interessiert, sich in diesem Bereich mal weiter zu bilden.

Aller Anfang ist schwer, so ist es auch mit der Astrofotografie. Es ist schon erstaunlich was man alles so beachten muss. So habe ich davor einige Blog Einträge und ein Buch zu dem Thema konsumiert. Auch mit dem Thema bzw. dem Programm Deep Sky Stacking  setzte ich mich auseinander und probierte einige Aufnahmen zu erstellen. Dies war aber eher ein mittelmäßiger Erfolg, da die Luftverschmutzung und Hintergrundstrahlung in den Ballungunsräumen eine wirklich gute Aufnahme verhindert.

Wenn man den Himmel bzw. den Nachthimmel fotografieren möchte, so sollte man doch wohin fahren, wo es wirklich dunkel ist. Etwas weiter weg von Großstädten, also auf das Land, an die Nord- oder Ostsee oder in die Berge verspricht einfach einen besseren Erfolg. Dort gibt es weniger Wärmestrahlung (Hintergrundstrahlung) die eine Nachtaufnahme einfach nur stört.

Milchstraße bei 28mm Brennweite
Milchstraße bei 28mm Brennweite

Eine Lichtstarke Linse (Objektiv) sollte man auf alle Fälle haben. Natürlich sollte es ein Weitwinkel Objektiv sein, um so mehr von dem Himmel mit auf das Bild zu bekommen. Gerade dann wenn man die Milchstraße fotografieren möchte, sollte man ein schauen, das man einem Brennweiten Bereich von 10mm -28mm fotografiert. Alles andere würde den Ausschnitt zu sehr verkleinern und man würde dich Milchstraße nicht mehr ganz in das Bild hinein bekommen.

Wenn man einen ASP-C Sensor hat, so sollte man immer den Crop Faktor von 1,5-1,6 (je nach Kamera Modell) beachten. Oder man hat einen Four-Third Sensor, wie es bei den DSLM Kameras der Fall ist, so sollte man den Faktor 2,0 zu der Brennweite multiplizieren um so die tatsächliche Brennweite (auf Kleinbild Format gerechnet) zu erhalten. Für meine Aufnahme habe ich eine 18-55mm Linse verwendet und mit eine Brennweite von 18mm eingestellt. Effektiv hatte ich aber, durch den Crop Faktor, eine Brennweite von nur ~28mm. Also fehlte mir doch einiges an Brennweite und eine große Fläche ablichten zu können. Aber es sei schon mal soviel gesagt, dass es trotzdem reicht, dass man die Milchstraße fotografieren kann. Nicht wirklich optimal aber es reicht doch.

Wie schon geschrieben, so sollte das Objektiv auf alle Fälle Lichtstark sein. Meine maximale Offenblende von 3,5, bei meinen verwendeten Objektiv, reichte für die bisherigen Aufnahmen völlig aus. Besser ist es aber immer, wenn man die Blende noch etwas öffnen kann. So kann einfach mehr Licht auf den Sensor fallen. Eine Blende von 2,8 bildet dabei eine sehr gute Basis und man findet auch eine große Auswahl an Objektiven, der verschiedenen Hersteller. Das Tokina AT-X 11-16mm f/2,8 Pro DX II Ultraweitwinkelzoom-Objektiv wäre eins meiner  Favoriten, welches ich mir vielleicht noch mit in meine Ausrüstung aufnehmen werde. Aber auch andere Hersteller, haben recht gute Objektive mit in ihrem Portfolio. Ein Vergleich der verschiedenen Hersteller bzw. der Objektive schadet nie etwas. Eine gute Abbildungsleistung sollte neben der Lichtstärke, ein weiteres entscheidendes Kriterium, für dem Kauf sein.

Wer kein Lichtstarkes Objektiv besitzt, der kann auch die ISO Zahl weiter erhöhen. Bei neueren Kamera-Modellen ist es wirklich kein Problem mehr, die ISO Zahl hoch zu stellen. Bei den Milchstraßen Bildern habe ich eine ISO Zahl von 6400 gewählt und die Aufnahme ist völlig ok. Man die Milchstraße erkenne und das ist ja Sinn und Zweck einer solchen Aufnahme. Wer da meint ein scharfes Bild bekommen zu können , den muss ich hier leider enttäuschen. Es gibt Programme wie das Deep Sky Stacking, womit man das rauschen sehr gut herausgerechnet bekommt, aber da muss man dann von einer Stelle mehre Aufnahmen machen und dieses dann miteinander verrechnen lassen. Zudem eignet sich dieses Programm nicht so gut für die Milchstraße.

Bei meinen Milchstraßen Aufnahmen, habe ich aber eine andere Technik angewandt, die man von der Panorama Technik her kennt. Der Stack sollte einen breiteren Blickwinkel von der Milchstraße ermöglichen um so das Defizit in der Brennweite, durch den ASP-C Sensor, zu kompensieren. Dies geht wunderbar, aber man sollte es mit dem gesamten Aufnahmewinkel nicht übertreiben, da man sonst ein sehr verzerrtes Bild bekommt. Es verhält, wie schon geschrieben,  genau so wie wenn man eine Panorama Landschaftsaufnahme erstellt.

Der letzte Punkt, den ich noch ansprechen möchte,  ist das fokussieren. Es geht nur manuell, denn der Autofokus würde nie die weit entfernten Sterne nicht scharf stellen können. Daher muss der Autofokus auf “Manuell” gestellt werden. Versuche dies über den Live View scharf zu stellen wird auch nicht funktionieren, da einfach zu wenig Licht durch kommt um wirklich etwas zu erkennen. Bei meinen ersten Aufnahmen bin ich auch ziemlich verzweifelt, denn ich habe am Anfang keine “scharfe” Aufnahme hinbekommen. Man muss sich doch sehr langsam herantasten, indem man das Objektiv auf Unendlich oder Anschlag stellt, dann eine Aufnahme macht, kontrolliert und dann die Schärfe korrigiert. Wer ein STM Objektiv hat, der ist im Nachteil. Diese haben leider keinen Anschlag mehr und somit ist es doch nochmals ein Tick aufwendiger, die richtige Schärfe einzustellen. Wenn man dann die richtige Schärfe gefunden hat, der sollte darauf achten, dass man ja nicht mehr an den Schärfering am Objektiv heran kommt. Sonst muss man die Schärfe wieder einstellen.

Das man ein Stativ und einen Kabelauslöser für die Aufnahmen verwendet, sollte schon von vorne rein klar sein.

Zum Abschluss noch paar Fakten, wann man die Milchstraße am Besten hier in unseren Breitengraden sieht. Im August und im September, sieht man diese am Besten. Man sollte aber immer beachten, dass es immer stockdunkel sein muss um dieses fotografieren zu können. Jedes Licht,  jede Hintergrundstrahlung stellt einen Störfaktor in der Aufnahme dar. Dies kann man zwar durch Filter kompensieren, aber dies würde ein weiterer Kostenfaktor bedeuten. Solche Spezialfilter sind nicht gerade billig. Um das Zentrum der Milchstraße fotografieren zu können, muss auch der Richtige Zeitpunkt gewählt werden. Zwischen 2 Uhr und 3 Uhr Nachts kann man dann dieses auch auf seinen Aufnahmen ablichten. Meine Aufnahmen entstanden um 23 Uhr und zeigen nur einen Seitenarm des Milchstraße und nicht das Zentrum. Aber nicht nur die richtige Uhrzeit ist wichtig sondern auch der richtige Tag. Der Mond ist nachts die größte Lichtquelle und überstrahlt jede Aufnahme die man von der Milchstraße machen will. Daher muss man solche Aufnahmen immer während der Neumondphase planen. Wenn alles geplant ist und das Wetter auch mit spielt, so sollten solche Aufnahmen kein Problem darstellen!

Milchstraße Nördliche Richtung
Milchstraße Nördliche Richtung f/3,5, 25sek, ISO 6400 , 18mm (28,8 kb)
Milchstraße Südliche Richtung f/3,5, 25sek, ISO 6400 , 18mm (28,8 kb)
Milchstraße Südliche Richtung f/3,5, 25sek, ISO 6400 , 18mm (28,8 kb)

 

 

partielle Sonnenfinsternis 2015 | Naturfotografie

1999 war die letzte Sonnenfinsternis hier in unseren Breitengrade. Dieses Naturspektakel wurde aber von einem Wolkenband sabotiert, das genau zu dem Zeitpunkt über Stuttgart ziehen musste. Am 20.3.2015 war es nun wieder soweit und es gab wieder eine Sonnenfinsternis. Leider war es nur eine partielle und keine vollständige Verfinsterung. Egal,  es wart trotzdem toll an zu sehen auch wenn es hier bei mir in Fellbach nur ca 70 Prozent der Sonne verdeckt war. Dafür hatten unsere Nordlichter wohl mehr Pech gehabt, wegen dem Nebel der es zu diesem Zeitpunkt gab.

Insgesamt habe ich 161 Bilder von diesem Naturereignis gemacht gemacht, mit dem eigentlichen Ziel eine Timelapse zu erstellen. Die Timelapse wird aber noch etwas aufwendiger werden, da ich erst alle Bilder zuschneiden und zueinander ausrichten muss. Da resultiert aus den unterschiedlichen Einstellung die ich während der Aufnahme machen musste. Die Erde dreht sich ja um die Sonne also hat man eine Rotationsbewegung und daher bewegt sich (von uns aus gesehen) die Sonne in eine Bahn. Daher ist es eine kleine Fleißarbeit diese Bilder zueinander aus zu richten. Wenn man das nicht machen würde, würden bei der Timelpase nervige Ruckler entstehen. Dies ist sehr nervig, wenn man so etwas betrachten müsste.

Jetzt möchte ich euch mal meine Sonnenfinsternis 2015 Bilder präsentieren.

Sonnenfinsternis 2015 die Phasen des Transit.
Sonnenfinsternis 2015 die Phasen des Transit.

 

 

Aufgenommen wurden die Bilder mit einer Canon 70D und mit meinem alten Canon EF-S 55-250mm Teleobjektiv. Dieses Teleobjektiv kam aus folgenden Grund zum Einsatz. Die Filtergewinde meiner anderen Objektive sind einfach zu groß. Logischerweise passen diese dann nur auf mein 55-250mm Teleobjektiv. Aber alles nur halb so schlimm. Wenn man den Crop-Faktor von 1,6 dazu multipliziert, so erhält man dann eine Brennweite von 400mm. Dies ist so ungefähr das Minimum was man für solche Fotografien nehmen sollte.

Bei den Filtern war ich mir nicht sicher ob diese wirklich dafür geeignet sind. Ja, ich hatte bedenken,dass meine Canon 70D schaden nehmen könnte. Zwar hatte ich den Haida Pro II MC NC3.0 1000x drauf geschraubt, aber in diversen Foren und Seiten habe ich gelesen, dass man ND4-5 mit einem Faktor von 100.000 nehmen sollte. Kurzerhand habe ich mich dazu entschieden etwas zu tun, was man jetzt nicht unbedingt beim normalen Landschaft-Fotografieren tun sollte. Mehrere Filter übereinander schrauben. Das Risiko wollte ich so weit wie möglich reduzieren, dass sich mein Sensor verabschiedet oder Schäden nimmt. Daher habe ich zu dem Haida noch meinen HOYA ND8 Filter mit drauf geschraubt. Um aber noch etwas ganz sicher zu sein entschied ich mich auch noch einen Polfilter mit drauf zu schrauben, der auch etwas Licht schluckt. Im Ganzen hat das doch sehr gut funktioniert ohne das meine Kamera Schaden genommen hat. Richtige Filter für Astro Fotografien sind trotzdem vorzuziehen, damit man wirklich alle Schäden an der Kamera ausschließen kann.

 

Supermond August 2014

Am 10.8.2014 war es mal wieder soweit und es gab wieder einen Supermond. Das Wort Supermond kommt aus den Kontext heraus, dass der Mond 1x im Jahr eine relativ nahe Umlaufbahn zur Erde hat. Das heißt der Mond war 50.000 km näher an der Erde dran als sonst. Aber das Wetter ist in diesem Sommer sehr unbeständig. Am Sonntag wurde natürlich noch eine Unwetterwarnung des deutschen Wetterdienst herausgegeben, die natürlich auch über Baden Württemberg zogen. Daher konnte ich den Mondaufgang diesmal nicht fotografieren, weil zu dem Zeitpunkt das Unwetter über Fellbach zog. Dazu kam noch eine geschlossene Wolkendecke die weiter Aufnahmen unmöglich machten. Doch hatte ich kurz vor Mitternacht noch Glück gehabt und es tat sich doch noch eine Lücke in den Wolken auf.

So hab ich die Chance genutzt und ein paar Aufnahmen von dem Supermond machen können. Die Beste Aufnahme war diese, wo der Mond durch die Wolken geschienen hat und eine sehr mystische Nachtstimmung am Firmament erzeugt hat.

Supermond 2014
Supermond 2014 – f/5.6 , 1/50s , ISO 400 @300mm

Aufgenommen wurde das Bild mit der Canon EOS 70D DSLR Kamera und dem Canon EF 70-300mm 1:4-5,6 L IS USM Objektiv .

Supermond gefilmt

Da die 70D im Gegensatz zu meiner alten 450D nun auch filmen kann, nutze ich die Gelegenheit und filmte die Szenerie. Aber auch das filmen will gelernt sein und man fühlt sich wie an den Anfangszeiten zurück versetzt. Daher hat der Film diverse Wackler und Helligkeitsschwankungen, weil ich versucht habe manuell nachzuregeln.

Besucht meinen YouTube Kanal um mehr von meinen Filmen wie z.B. Timelapse aufnahmen oder meinen Photoshop Tutorials zu sehen.

Wer weiter Aufnahmen von dem Mond sehen möchte, die ich gemacht habe, kann hier unter diesem Link die  verschiedenen Bilder betrachten.