Die neue Photoshop CC Version – ein kurzer Überblick

Wie schon aus der Presse bekannt, ist die neue Version von Adobe Photoshop (PS) nun erschienen. Adobe hat sich mit der neuesten Version von der Versionsnummerierung verabschiedet und benennt sein Produkt nur noch als Photoshop CC. Das CC steht für Creative Cloud, das neue Vertriebsmodell von Adobe. Dies bedeutet, dass man die Produkte nur noch aus dem Internet herunterladen kann und mieten kann. Was bedeutet das? Es gibt keine physischen Datenträger/ Medien mehr zu kaufen mit den bunten Staubfänger (genannt Kartonagen), sondern man erhalt dies nur noch digital als Download.

Was bedeutet dies, dass ich die Software nur noch mieten kann?

Wie schon erwähnt hat Adobe seinen Vertrieb und seine Vermarktung verändert und bietet seine Software nur noch zum mieten, in Form eines Abonnement, an. Kurz und knapp gesagt, wenn das Abo ausgelaufen ist, kann man das Programm nicht mehr nutzen. Dies war bzw. ist bei den alten Versionen nicht der Fall.

Im Gegenzug bietet Adobe sein Photoshop günstiger an, als wenn man den physischen Datenträger bei dem Händler seines Vertrauens gekauft hat (im Vergleich zu den Vorgänger Versionen). Aktuell kostet das Jahres-Abo um die 25€ im Monat (Preise können variieren) für Photoshop CC. Das wär dann in einem Jahr um die 300€, die man für das Programm zahlen müsste. Wenn man die Vorgänger Version CS6 betrachtet,  kostete diese beim Erscheinen über 1000€ (heute noch um die 900€). Die Frage ob man nun monatlich bereit ist die 25€ aufzuwenden oder nicht, muss sich jeder selber beantworten. Lightroom und Photoshop Elements wird es weiterhin als physischen Datenträger zu kaufen geben. Früher oder später wird man wohl doch genötigt werden auf das Abo Model von Adobe umzusteigen. Im Gegenzug bietet Adobe auch kontinuierlich Updates an und die Möglichkeit seine Daten online zu speichern.

Die Frage die sich sicherlich jeder stellen wird: Was gibt es neues und lohnt sich überhaupt ein Wechsel auf die neue Version? Um die Frage kurz vorweg zu nehmen, ein Umstieg lohnt sich nicht wirklich wenn man die CS6 Version schon hat. Die Änderungen an sich sind nicht so signifikant, dass ein Wechsel von Nöten sei. Selbst die Benutzeroberfläche wurde von der Version CS 6 übernommen. Allgemein wurde mehr für den Bereich Fotografie getan, mit ein paar netten Features. Hier stell ich mal die wesentlichen Neuerungen in Photoshop CC vor, die für Fotografen von Interesse sein könnten:

  • Wackelreduzierung

Mit dem Tool der Wackelreduzierung sollen durch Bewegungsunschärfe verwackelte Bilder korrigiert werden. Durch die Analyse und Korrektur der Aufnahme soll die Bildschärfe wieder hergestellt werden. Dies mag ein nettes Feature sein, aber im Prinzip gilt – unscharfe Aufnahmen sollten in die Mülltonne wandern anstatt zu retten. Außer es sei wirklich eine so super Aufnahme, die man sonst nur 1x in seinem Leben macht. Ich persönlich würde es eher als nette Spielerei ansehen.

  • Selektiver Scharfzeichner

Dieser Scharfzeichnungsfilter wurde komplett von den Adobe Programmieren überarbeitet. Es ist nun möglich die Schärfe so zu optimieren, ohne das ein Rauschen entstehen soll bzw. das Rauschen herausgerechnet bekommt. Ich persönlich habe noch nicht diesen Scharfzeichner verwendet. Meine Wahl war bis jetzt im der Unscharf Maskieren und der Hochpass Filter für die Finale Scharfzeichnung. In den kommenden Tagen werde ich mal diesen Filter genauer anschauen und meine Testergebnisse veröffentlichen.

  • Intelligentes Upsampling

Wer kennt es nicht? Man hat ein Bild das man früher bearbeitet hat und viel zu klein gespeichert hat. Man möchte dies aber gerne z.B. als Poster ausdrucken. Mit dem neuen Upsampling Algorithmus ist es nun in der neuen Photoshop CC Version möglich, Bilder so zu vergrößern ohne Artefakte oder rauschen zu riskieren. Auch dies schreit förmlich nach einem Praxistest…

  • Camera Raw 8 und Ebenen

Ich bin mir nicht so ganz sicher ab welcher Version das genau ging, aber mit Camera Raw 7 und CS 6 war es möglich das Bild von Photoshop wieder in Camera Raw zu öffnen und zu bearbeiten. Alle Einstellungen die man in Camera Raw gemacht hat, wurden dann auf das Bild in PS übertragen. Sprich Camera Raw könnte man als eine Art extra Filter in der Bildbearbeitung verwenden. Dies war in der CS 6 Version noch etwas umständlich, so dass es nun in der neuen PS CC Version als eigener Filter integriert wurde. Ohne großes Tamm Tamm und Workaround. Dies find ich persönlich sehr gut, wenn man doch bei der Entwicklung des Bildes etwas übersehen hat und dies schnell noch mit Camera Raw überarbeiten /korrigieren möchte.

  • Erweiterte Unterstützung von Smart-Objekten

Man kann nun mit Smartobjekte den Verflüssigungsfilter anwenden und so verlustfrei Veränderungen an dem Werk vornehmen. Dies ist eine sehr sinnvolle Neuerung, da der Filter Verflüssigen immer destruktiv gearbeitet hat. Eine schon längst überfälliges Feature das Adobe nun in Photoshop CC integriert hat.

 

Weitere Neuerungen in der Photoshop CC Version sind:

  • Tools der Extended-Version
  • Editierbare Rechtecke mit abgerundeten Ecken
  • Gezielte Auswahl von Formen und Pfaden
  • Optimiertes Malen in 3D

 

Alle Neuerungen in der neuen Photoshop Version findet ihr auch unter dem folgenden Link

Die Testversion von Photoshop CC habe ich schon mal auf meinen Rechner geladen und werde in den kommenden Tagen mal ein paar Test starten. Mal sehen was die neuen Features so können. Wie schon am Anfang gesagt, lohnt sich ein Umstieg nicht wirklich wenn man die Version CS6 besitzt. Wirkliche Neuerungen blieben aus (bis auf die ständig Nutzung des RAW Konverters in PS)  und die meisten neuen Features kann man auch noch mit seiner alten gewohnten Methode bearbeiten. Ich persönlich bleibe bei der Photoshop Version CS6, da ich diese mir noch nicht vor allzu langer Zeit zugelegt habe und ich auch keinen Grund sehe auf die neue Version umzusteigen.

Noch ein kleiner Einschub: um das Programm nutzen zu können, muss man 1x im Monat online gehen. Ansonsten kann man PS CC auch offline nutzen. Eine ständige Verbindung ist nicht notwendig.