digital Compositing: the Mountain Tower

Seine Photoshop Künste im Bereich digital Compositing sollte man einfach nicht vernachlässigen. Ständiges üben ist doch recht wichtig, dass man seien Fähigkeiten im Umgang mit diesem Programm behält. Viel zu schnell vergisst man doch was und man muss sich dann erst wieder mühevoll wieder einarbeiten. Daher empfehle ich, dass man immer mit dem Programm üben soll. Nur so perfektioniert man seine Techniken!

Mein letztes Compositing ist auch schon wieder einen guten Monat her und daher entschloss ich mich wieder eins zu erstellen. Diesmal wollte ich etwas düsteres, ausdrucksvolleres erstellen.  Schwarzweiß, was mit Bergen und Nebel. Das war mein erster Gedanken für das Projekt. Danach ging es dann auf die Suche nach geeigneten “Stock” Bildern. Fündig wurde ich dann bei der Plattform Deviantart, die auch sonst meine Quelle der Stockbilder, für meine digital Compositings, ist.

Das Bild ging eigentlich recht schnell. Berge bzw. Felsen freistellen und sie vorab in die richtige Position bringen. Für den Hintergrund verwendete ich zwei Wolkenbilder, die ich paar Tage vorher noch fotografiert habe. Diese legte ich dann übereinander und lies sie ineinanderkopieren. Da ich das Bild ja monochromatisch haben wollte, entsättigte ich das Ganze mit einer Schwarzweiß Einstellungsebene. Also Die Wolken wie auch die Felsen bzw. Berge.

Bei dem Turm wählte ich ein eigenes Stockbild, das ich vor paar Jahren in Geißlingen fotografiert habe. Der Turm wurde freigestellt und danach habe ich den unteren Bereich des Turms verlängert. Eine schnelle und einfache Methode ist dies, das man ein Stuck der Turmmauer mit dem Rechteckauswahlwerkzeug auswählt, diese dann kopiert und unten als separate Ebene an den Turm einfügt. Den Übergang maskiert man dann noch mit einem weichen Pinsel mit einer geringen Deckkraft. So kann man dann Schritt für Schritt den Übergang richtig hin modellieren.

Wenn die Felsen zu kurz sind oder wie es hier der Fall war, dass Bäume im Bild mit dabei waren, so kann man den Kopierstempel benutzen. Damit lässt sich auch eine Struktur auftragen, wenn z.B. das Bild schon selbst unscharfe Bereich sind, die nicht schön wirken. So könnt ihr auch ohne Probleme den Felsen auch verlängern. Wie schon oben genannt, maskiert ihr dann die Übergange aus, um so einen sauberen Übergang zu bekommen.

making of Mountain Tower
making of Mountain Tower

Die maskieren Technik wendete ich auch noch an den ganzen Kanten von dem Turm Felsen an, um so einen feineren Übergang in den Nebel zu schaffen. So integrieren sich die Objekte besser in den Hintergrund. Der Rest ist dann nur noch Dodge & Burn Technik, Kanten abdunkeln und mittels Einstellungsebenen den richtigen Kontrast einstellen.

Den Lichtkegel kann man mittels einer Füllfläche mit weißer Farbe, Bewegungsunschärfe und Gauscher Weichzeichner Filter erstellen. Diesen positioniert man dann so hin, wie es einem persönlich gefällt. Mit den Einstellungsebenen weiches Licht und strahlenden Licht kann man diesen Effekt noch verstärken. In meinem Bild habe ich den Lichtstrahl dupliziert und dann mit den Einstellungsebenen und mit der Deckkraft die Stärke des Lichts angepasst.

Zeitlich gesehen saß ich an dem Bild einen Abend lang. Es war jetzt auch kein aufwendiges digital Compositing, aber es war mal wieder etwas anderes. Viel Spaß mit euren Bildern, vielleicht konnte ich euch ein wenig für Eure Werke inspirieren.

digital Compositing- the Mountain Tower
digital Compositing- the Mountain Tower

Werbung in eigener Sache – Naturbilder Magazin

Ab heute, dem 1.6.2016 startet ein neues Projekt von mir das Naturbilder Magazin . Wie der Name schon erraten lässt, wird der Schwerpunkt dieses Online Magazins, die Naturfotografie beinhalten.

Diese Magazin hatte ich schon im letzten Jahr 2015 geplant, aber konnte es jetzt erst technisch und zeitlich umsetzen. Zusammen mit Matthias Gröner, mit dem ich ja schon öfters unterwegs bin, werden wir die Redaktion stellen. Am Anfang  werden erst einmal nur unsere eigenen Bilder veröffentlichen und diese mit recherchierten Inhalten aufbereiten. Ziel diese Magazin ist es zusätzliche Informationen zu den Bildern den Lesern liefen, interessante Informationen und sozusagen den Bildern eine Geschichte geben.

Die technische Seite wird auch nicht zu kurz kommen. Wir werden unsere Wissen mit den Lesern teilen, mit was wir fotografieren und wie das Bild zustanden gekommen ist. Dabei liegt der Fokus mehr auf Bild wie es wirkt und nicht auf technische Vermessungen. Wir sind kein Labor, wir sind Fotografen und da zählt der subjektive Eindruck des Bildes und nicht irgendwelche Zahlen. Wer sich für so etwas interessiert kann gerne auf andere Seiten von Kollegen nachschauen, die sich darauf spezialisiert haben.

Das Naturbilder Magazin wird auch auf mehrere Sozialen Medien Kanälen vertreten sein. Wir sind auf folgenden Kanälen vertreten:

Facebook

Instagram #nabima

Twitter

YouTube

Wer mag darf uns gerne folgen! Für die Zukunft haben wir auch schon einiges geplant, wie Wettbewerbe, Foto des Monats usw. . Dies wird aber noch etwas dauern, bis sich das alles realisieren lässt. Denn ohne eine aktive und große Stammleserschaft wirkt ein Wettbewerb doch etwas fehl am Platz.

Auf alle Fälle freue ich mich auf dieses neue Projekt “Naturbilder Magazin” und hoffe auf viele Leser!

Die nächsten Projekte die ich jetzt in Angriff nehme wird sich im Bereich des Fotografie- Trainings und der Bildbearbeitung mit Photoshop zu tun haben. Diese Plattformen müssen aber jetzt erst noch technisch realisiert werden und die Inhalte erstellt werden. Also dies könnte noch etwas länger dauern, aber es wird kommen!

 

 

Merkurtransit 9.5.2016

Es war mal wieder soweit, dass ein seltenes astronomische Ereignis statt fand und diesmal war es der Merkurtransit. Dieses Ereignis ist sogar noch seltener auf der Erde zu beobachten als eine Sonnenfinsternis. Diesmal konnte man diesen sehr gut von Deutschland aus beobachten. Nur ein paar Wolken trübten die Aussichten doch ein wenig. Gegen später zog das Wolkenband dann doch noch zu, so dass ich von meinen Standpunkt aus, die letzten drei Stunden des Transits nicht beobachten bzw. dokumentieren konnte.

Ein paar Fakten zu dem Merkurtransit

Eigentlich ist es ja nichts ungewöhnlich, das der Planet Merkur alle ungefähre 88 Tage unseren Heimatstern die Sonne umrundet. Die Planeten Konstellation nun mal wieder so, dass der Planet Merkur, die Erde und die Sonne sich auf einer optischen Linie befindet. Dies ermöglicht,  man von der Erde aus den Transit des Merkurs um die Sonne beobachten kann. Das kurze Zeitfenster für diese Beobachten betrug sieben Stunden, was aus der Astronomischen Sicht her doch recht kurz ist. Für uns auf der Erde ergab sich aber doch viel Zeit, den Merkur mit Hilfe eines Teleskop zu beobachten. Der nächste Merkurtranist ist hier in Deutschland im Jahr 2032 wieder zu sehen.

Es mag für den einen oder anderen etwas unspektakulär erscheinen, da der Merkur nur als Stecknadelkopf großer Punkt auf der Sonne zu erkennen ist. Aber es gibt einen sehr guten Einblick wie groß die Sonne überhaupt ist und welche Dimensionen das Universum an sich hat.  Dies zeigt für mich, wie klein wir im Prinzip doch sind.

Für meine Aufnahmen verwendetet  ich ein 300mm Objektiv an einer Canon 70D . Mit dieser Kamera konnte ich den ASP-C Cropfaktor von 1,6 für eine zusätzliche Vergrößerung mit verwenden. Umgerechnet auf das Kleinbild Format hatte ich dann eine effektive Brennweite von 480mm. Dies hat dann auch  sehr gut ausgereicht um die Sonne und den Merkur fotografieren zu können. Mittels Photoshop musste ich den Bereich natürlich noch zurecht schneiden um einen größeren Bildausschnitt zu erhalten.

Wichtige Aspekte die man bei der Aufnahme berücksichtigen muss

Was unbedingt wichtig ist und auf gar keinen Fall nicht gemacht werden darf ist direkt in das Sonnenlicht zu blicken! Egal mit bloßem Auge oder mit einem Objektiv, Fernglas oder Teleskop! Dies führt definitiv zur Erblindung was auch nicht mehr reparabel ist. Das ganze wirkt durch Objektive usw. wie ein Art Laser, weil das Licht gebündelt wird und die Netzhaut im Auge versenkt bzw. verbrannt wird.  Wenn man die Sonne fotografieren möchte, so sollte man sich eine spezielle Sonnenfilter Folie besorgen! Meine Folie, die ich für die Aufnahmen verwendet habe, ist von Baader Planetarium und speziell für Objektive geeignet. Für eine Din A4 Folie, mit dem ND Faktor von 5, zahlt man um die 30€. Dazu kann man sich noch selber eine Halterung bauen (Anleitung ist mit der Folie beigelegt) oder man kann sich auch so eine fertige Halterung kaufen.

Die Folie sollte mit sehr viel Sorgfalt behandelt werden und auf keinen Fall beschädigt werden! Sonst kann ein kleines Loch euren Kamera Sensor beschädigen. Wenn die Folie vor dem Objektiv montiert ist, so solltet ihr auch nicht direkt durch den Sucher schauen sondern nutzt die LiveView Funktion eurer Kameras. Diese Folien sind zwar für Objektive geeignet aber nicht für die Augen, wie ihr es vielleicht von den Sonnenfinsternis-Brillen her kennt. Euer Augenlicht ist wichtiger als irgend ein Bild! Mit dem LiveView und der Zoomfunktion kann man zudem sehr gut manuell die Sonne fokussieren. Das der Autofokus in so einer Situation nicht wirklich funktioniert, sollte jedem selber klar sein. Desweiteren muss die Kamera auf ein Stativ montieren, sonst klappt das mit dem manuellen fokussieren auch nicht . Bei meinen Aufnahmen habe ich zwischen einer Blende 8 und 11 variiert und die Belichtungszeit so eingestellt, dass  die Sonne nicht überstrahlt. Für die Aufnahme habe ich das RAW Format gewählt, um so bei der Nachbearbeitung der Bilder genügend Spielraum zu haben, falls die Aufnahme doch zu hell oder zu dunkel wurde.

Ein anderes Phänomen trat noch auf

 Halo Effekt
Ein Halo Effekt am Himmel

Neben dem Transit bemerkte ich zufällig noch einen Kreis um die Sonne herum. Es war ein Halo Effekt den ich noch zusätzlich fotografieren konnte. Leider konnte ich nicht sehen ob es ein Kreisrunder war, da die örtlichen Gegebenheiten mir nur einen Blick auf den unteren Teil gewährt haben. Die Bilder mussten auch schnell gehen, da der Halo Effekt schnell wieder verschwunden war. Aber trotzdem konnte ich noch den unteren Teil noch dokumentarisch festhalten.

Wie Anfangs schon geschrieben konnte ich die letzten drei Stunden bei dem Merkurtransit nicht dokumentieren, da die Sicht durch die Wolken versperrt war. Dafür habe ich den Anfang, also Eintritt in die Sonnenscheibe und den Mittelpunkt der Überquerung festhalten können.

Digitale Komposition: Nachts im Wald

Nachts im Wald sieht die Welt wieder anders aus. Man denkt es würde alles schlafen und ruhen aber weit gefehlt. Wenn die Dunkelheit hereinbricht erwacht, so erwacht der Wald in einem ganz anderen Form die man sonst so kennt. Wer vielleicht einmal Nachts tief im Wald unterwegs war, der hat vielleicht schon einmal Lichter in weiter Ferne gesehen? Sind es vielleicht  Kobolde?  Feen? oder gar Waldgeister die ihr Unwesen dort treiben? Nein es sind Schnecken die mit ihren Scheinwerfern sich den Weg über den Waldboden bahnen!

Natürlich ist das Quatsch was ich da schreibe. Es war nur die Idee die ich hinter dem neusten digitalen Compositing verfolgt habe. Vor kurzem habe ich eine Schnecke fotografiert und eines dieser Bilder als ein Stock-Bild  veröffentlicht. Dabei kam mir schon der Gedanke,  dieses Schnecken Bild selber für ein Projekt zu verwenden. Die anderen Bilder für das Projekt waren auch schnell zusammen gesucht. Ein Wald Hintergrund und ein Bild von einem  Pilz, fertig. Bei dem zusammenstellen der Bilder kam mir dann immer weitere Ideen, was ich machen möchte. Das ist bei mir immer so, dass sich die Ideen mit der Bearbeitung des Bildes mit entwickelt. Daher kann es auch sein, dass ich Vorstellungen die ich am Anfang hatte, wieder verwerfe und neue Ideen ausprobiere und integriere.

Aus einem eher psychodelischen Look ala Alice im Wunderland, dass ich am Anfang des Projektes geplant habe, entschied ich mich dann doch um. Das Ganze sollte eine Nachtszene ergeben mit dem Schwerpunkt der Illumination. In ein paar wenigen Schritten wandelte ich den Hintergrund, mittels Photoshop, in eine Nachtszene um. Dies geht wunderbar mittels einer Tonwert-, Schwarzweiß, und der Color Lookup Ebene. So kann man mit wenigen Handgriffen eine Tag-Szene in eine Nacht-Szene umwandeln. Das Folgende Bild zeigt den vorher und Nachher Unterschied.

Umwandlung von einer Tagszene in eine Nachtszene
Umwandlung von einer Tagszene in eine Nachtszene

Auf dieser Grundlage baute ich dann das gesamte Bild auf. Aus meiner eigenen Stockbilder Sammlung verwendete ich noch einen Pilz, welchen ich dann  freigestellt habe und in dem Bild platziere. Die Schnecke hatte ich schon vorher freigestellt und so konnte ich sie ohne weiteres auf dem Pilz in das Bild integrieren. Der Rest war dann nur noch Fleißarbeit. Masken verbessern, Farbeinstellungen vornehmen, Schatten und Schattierungen reinmalen um die Objekte in das Bild zu integrieren. Wer wissen will wie das geht, der kann gerne mal auf meinem YouTube Kanals vorbei schauen. Dort habe ich einige Videos zu diesem Thema produziert.

Als dies erledigte wurde habe ich die FX, also die Effekte, in das Bild hineingemalt. Wie ich schon erwähnte habe, kamen mir während der Bearbeitung,  verschiedenen Ideen zu dem Bild. Da das Projekt im Themenbereich Fantasie bzw. Surreales lag, entschied ich mich, dass die Schnecke Scheinwerfer bekommen sollte. Also malte ich diese in das Bild hinein. Bei dem Vorher Nachher Vergleich, kam mir eine andere Idee, dass man die Scheinwerfer auch an und aus schalten könnte. Daher bastelte ich dazu ein animiertes Gif, welches auch gut den Unterschied zeigt, wie gemaltes Licht auf das Bild wirken kann.

Animiertes Gif von den Scheinwerfern der Schnecke
Animiertes Gif von den Scheinwerfern der Schnecke

Manchmal muss auch sowas sein um nicht zu sehr verkrampft an der Arbeit zu sitzen. Ach ja, das Dach auf dem Schneckenhaus hatte ich auch noch drauf gesetzt, um dem Flair von Fantasie / Surrealem noch etwas mehr Ausdruck zu geben. Das eigentlich schwierigste an dem ganzen Bild, war das Dach. Dies richtig auf das Schneckenhaus zu setzen, so das es auch von der Flucht her passt, war doch etwas mühseliger als gedacht . Dem restlichen Schneckenhaus verpasste ich dann noch eine Steintextur, damit es doch etwas Struktur bekam. Die glatte Oberfläche von dem originalen Schneckenhaus sah dann mit dem Dach doch etwas komisch aus.  So wurde das Dach dann auch richtig richtig in das Bild integriert und der etwas komisch wirkenden Übergang verschwand. Wenn schon ein Haus dann ein richtiges aus Stein!

Der Rest war dann nur noch eine Effekt Sache wie Schattierung, D&B, Weichzeichner und vieles mehr, damit es dann den finalen Look bekam. An diesem digitalen Compositing saß ich ungefähr 8h-9h, über ein Wochenende verteilt. Wie ich schon im vorherigen Absatz geschrieben habe, war die größte Herausforderung, das Dach mit dem Fenster (was auch am meisten Zeit in Anspruch genommen hatte). Wenn euch das Bild gefallen hat, so könnt ich auch gerne mal meine andere digitalen Compositionen mit Photoshop, hier auf meinem Blog, anschauen. Zu guter Letzt gibt es natürlich noch das finale Resultat “Nachts im Wald” zu bewundern.

Digitale Kompositing: Nachts im Wald
Digitale Kompositing: Nachts im Wald

Jungtiere im Frühjahr: Graugänse Nachwuchs 2106 am Max Eyth See

Alle Jahre wieder ist es soweit, dass die Graugänse am Max Eyth See in Stuttgart ihren Nachwuchs bekommen. Anfang April wurde schon der Startschuss gegeben, als das erste Graugänse Paar ihren Nachwuchs der Öffentlichkeit präsentierten. Die stolzen Eltern wurde dabei von den anderen Gänse auf dem Wasser auf jeden Schritt begleitet. Es sah fast so aus, als ob sie eine Art Schutzwall bildetet, um so den ersten Nachwuchs gegenüber Feinde zu schützen. Vielleicht war es auch einfach nur die Begeisterung oder die Bewunderung, dass die ersten Jungtiere nun da waren. Für einen außenstehenden Betrachter bietet so  ein Verhalten   immer einen gewissen Interpretationsspielraum. Aber trotzdem ist es immer wieder erstaunlich so ein Verhalten anzusehen, denn man kann auch gewisse parallelen zu anderen Spezies erkennen.

Die Zeit und die Gunst muss man nutzen und so konnte ich r schon einmal die erste Fotografien von den Graugänse Jungtieren machen. Leider  war aber das Intermezzo etwas kurz und die Eltern sind mit ihren Jungtieren weiter gezogen. Natürlich an einen Ort wo man nicht besondern gut fotografieren konnte. Aber dies ist nun mal, wenn man in der Natur fotografiert. Mit solchen Situationen muss man leben. Aus der Erfahrung ehr wusste ich, dass ich noch 1 bis 2 Wochen warten musste, bis die nächsten Jungtiere zu sehen sind. Wetter bedingt musste ich dann doch volle zwei Wochen warten, bis sich die Wetterlage wieder gebesserte hatte. Doch das Warten hat sich dann doch gelohnt denn es gab, wie erhofft, dann doch mehrere Elterntiere mit Nachwuchs.

Aufgenommen habe ich die Bilder mit einem Teleobjektiv um so noch genügen Abstand zu den Elterntiere zu halten. Nicht jedes Elterntier ist begeistert, vor allen die jungen Ganter mögen es gar nicht, wenn man sich ihrem Nachwuchs nähert. Abstand und Geduld gehören im Allgemeinen ebenso dazu, wenn man  Tiere fotografieren möchte. Zudem sollte man wissen, dass diese Tier am Max Eyth See in Stuttgart, sich in den letzten Jahren an den Menschen gewöhnt haben. Daher kann man doch etwas näher ran, als es sonst in der Natur möglich ist. Ein Teleobjektiv mit einer Anfangsbrennweite von 200-300mm reicht schon in den meisten Fällen schon gut aus, um die Tiere ohne Probleme (auch einzeln) ablichten zu können. Ansonsten sollte man viel Platz auf seiner Speicherkarte haben, schauen das der Akku voll geladen ist, Zeit und Geduld mitbringen und viele Bilder von den den Kleinen machen. Schnell werden sie groß und sind dann nicht mehr so possierlich wie an ihren Anfangstage. Danach muss man wieder ein ganzes Jahr warten, bis die Graugänse wieder Jungtiere haben. Aber dies ist ja nicht nur bei diesen Tieren so, sondern bei den anderen Tieren auch, die nur im Frühjahr ihren Nachwuchs bekommen.

 

 

Motive die man im Frühling fotografieren kann

Der Frühling beginnt laut Kalender am 20.3.  wenn die Tag und Nacht gleiche ist. Dies ist der Zeitpunkt,  wenn  der Tag genau so lang ist wie die Nacht. Man kann sich dann allmählich von dem Winter verabschieden und sich auf die neuen vielen Motive freuen, die man wieder fotografieren kann. Jede Jahreszeit bietet ihre eigen Motive bzw. hat ihre Reize, aber der Frühling ist neben dem Herbst eines der farbenprächtigen Zeiten. Die ganzen Pflanzen wie Blumen und Bäume beginnen in den unterschiedlichsten Farben zu blühen. Es ähnelt ja schon einen Wettbewerb, in welcher Pracht die verschiedenen Pflanzen leuchten um Insekten für die Bestäubung anzulocken. Bei den Tieren ist die Winterruhe vorüber, das heißt die Tiere werden wieder aktiver und die anderen kehren wieder aus ihrem Winterquartier zurück. Für jeden Natur und Tierfotografen eine sehr tolle Zeit um all die verschiedenen Impressionen festhalten zu können.

Die Zeit zwischen Februar und März ist meines Erachtens immer wieder eine fotografische Durststrecke. Wenn ich auf mein Bilderarchive blicke, bestätigt sich das auch immer wieder aufs neuste. Diese Zeit bietet in der Natur die wenigsten Motive und durch das kalte, nasse Wetter ist man doch eher unmotivierter hinaus zu gehen um welche zu suchen. Dies soll jetzt nicht heißen, dass es gar keine Motive gibt die man fotografieren könnte, doch sind sie eher rarer. Im März fängt es allmählich an, dass die Natur so langsam erwacht. Aus diesem Grund möchte ich jetzt ein paar Tipps zu den Motiven geben, die man im Frühling fotografieren kann und welches Objektiv dafür geeignet ist.

Bäume, Blumen,  Blüten

Fotografieren bedeutet auch oftmals kreativ zu sein und man sollte sich seine  Bild Kompositionen gut überlegen. Einfaches “knipsen” kann jeder und wirkt auch für die meisten eher langweilig. Denn dann kommt dieser Effekt zum Vorschein, das man dies ja schon zu oft gesehen hat und die Bilder nicht wirklich Beachtung finden, wenn man sie veröffentlicht. So sollte man, wenn man die ersten Blumen fotografiert darauf achten, dass man eine andere Perspektive einnimmt. Gerade Motive wie Schneeglöckchen,Krokus oder Osterglocken wirken von oben nach unten Fotografiert nicht wirklich spannend.  Meine Empfehlung ist diese, dass man diese Motive einfach von einem anderen Blickwinkel fotografierten sollte. Nicht wie schon erwähnt schräg von oben herab, sondern eher tief und flach, so dass man auf einer

Krokus im Frühling - die ersten Blüten
Krokus im Frühling – die ersten Blüten

horizontalen Linie zu den diese Blumen bzw. Blüten ist. Die Bildwirkung ist dadurch eine ganz andere und diese wirkt für den Betrachter wieder ganz anders  Für die Aufnahmen kann man entweder ein Makro Objektiv verwenden oder ein Teleobjektiv  verwenden, um so die Blumen von dem Hintergrund besser freistellen zu können. Experimentierfreudige können aber auch zu einem Weitwinkel Objektiv greifen und sich so mal austoben. Für solche Aufnahmen gibt es eigentlich keine Einschränkungen. Es kommt darauf an wie experimentier Freudig und kreativ man selber ist.

Aber nicht nur Blumen sind die ersten Frühjahrs-Motive sondern auch die ersten Blüten von  Bäumen wie Schlehen oder Kirsche. Auch hier kann man seiner eigenen Kreativität freien Lauf lassen. Ob man mit einem Weitwinkelobjektiv den ganzen Baum in die Bildszene setzen möchte (Landschaftsfotografie) oder nur die Blüte mit einer Nahaufnahme (Makrofotografie) ablichten möchte, es sollte für jeden etwas dabei sein.

Rapsfeld mit freigestelltem Hintergrund. Einzelne Wolken geben dem Hintergrund eine Dynamik
Beispiel Rapsfeld mit freigestelltem Hintergrund. Einzelne Wolken geben dem Hintergrund eine  zusätzliche Dynamik

Meine Empfehlung für Bäume ist diese, dass man sich einen schönen sonnigen Tag heraussucht, weil durch das Blau in dem Himmel sich die Blüten der Bäume besser hervorheben. Vereinzelte Wolken bieten ebenso ein gutes Hintergrundmotiv, wobei diese dann nicht mit dem Baum schneiden sollte. Die Blüten würden durch den hohen Weissanteil der Wolken an Kontrast verlieren und sich nicht mehr von Hintergrund hervorheben. Gerde in der Landschaftsfotografie ist es wichtig das man einen guten Kontrast zu dem fotografierten Objekt und dem Hintergrund erhält. Zudem empfiehlt sich auch der Einsatz eines Polfilters um den Hintergrund und die Farben Kontrastreicher darstellen zu können.

Empfohlene Objektive für Bäume, Blumen, Blüte

  • Teleobjektiv
  • Makroobjektiv
  • Weitwinkel

Tiere, Insekten, Amphibien

Auch Tiere bzw. auch die Insekten erwachen nun aus ihrem Winterschlaf/ Winterruhe und Zugvögel kehren wieder aus ihrem Winterquartier zurück. So langsam füllt sich wieder die Flora und Fauna und man findet neben den ersten Blumen auch schon Insekten wie Bienen und Schmetterlinge, die den Nektar sammeln. Aber so richtig los geht es dann, wenn dann alles blüht. Daher sollte bzw. muss man sich doch etwas gedulden bis man diese Motive fotografieren kann. Bei den Schmetterlingen dauert es im Allgemeinen eh  immer etwas länger, bis die meisten wieder aus dem Süden zurück gekommen sind. Die ersten sind eigentlich fast immer die Zitronenfalter, die man herumflattern sieht. Kurz danach kommen dann nach und nach auch die restlichen Falter.

Aber nicht nur Insekten kann man im Frühjahr fotografieren, sondern auch Jungtiere. Gerade im Frühjahr gibt es immer viel Nachwuchs. Sei es bei Ziegen, Schafen, Pferde, Eseln oder auch Vögeln, die Liste kann man

erster Graugänse Nachwuchs Frühling 2016 am Max Eyth See Stuttgart
Graugänse Nachwuchs im Frühling

noch weiter führen. Anfang Mitte April gibt es den ersten Graugänse Nachwuchs. Diesen fotografiere ich seit seit ein paar Jahren immer im Frühjahr. Das Gute daran ist, dass die Tiere(an dem Ort wo ich sie immer fotografiere) an Menschen gewöhnt sind und man daher doch etwas näher an sie heran kann. Natürlich sollte man Allgemein immer einen gebührenden Abstand einhalten und die Eltern nicht in unnötige Panik versetzen. Denn dies kann sich auch schnell in Aggressionen umschlagen, denn die Eltern verteidigen ihren Nachwuchs. Ein Teleobjektiv mit einer höheren Brennweite, ist in diesem Fall immer die Bessere und vernünftigere Wahl.

Erdkröten Paarung im Frühling
Erdkröten Paarung im Frühling

Im Frühjahr ist auch Laichzeit, sprich die Amphibien gehen auf Wanderschaft. Daher ist die Chance gut, Kröten, Frösche, Salamander zu sehen und diese dann abzulichten. Auch hier kann man zum Beispiel eine Nahaufnahme von dem Laich machen, oder von den Kröten die Huckepack durch die Landschaft hüpfen oder im Teich schwimmen. Aber hier sollte man darauf achten die Tiere nicht zu stören oder gar auf sie drauf zu treten.

Empfohlene Objektive für Tiere, Insekten, Amphibien

  • Teleobjektiv
  • Makroobjektiv

Weiter unzählige Ideen die man mit Frühling verbinden kann

Wer kreativ ist, der findet sicherlich noch unzählige andere Ideen, die er zum fotografieren verwenden kann. Zu Ostern könnte man eine Bildkomposition mit Ostereiern oder einem “Osterhasen” erstellen oder man geht raus in die Natur und macht ein normales Fotoshooting mit einem Model. Es wird sich sicherlich die eine oder andere Idee geben, die man umsetzen kann. Allgemein sollte aber auch darauf achten, das man seine Ausrüstung stehts trocken und sauber hält. Der Frühling ist alles andere als ein schöner, warmer Frühjahrstag. Es gibt oft verschiedene Wetterlagen von Schnee bis Eis, von Hitze bis Gewitter und selbst sogar Sahara Sand. Aus diesem Grund sollte man, wie auch im Herbst, darauf achten, das die Kamera und das Objektiv nicht diesen Witterungen direkt ausgesetzt ist. Verpackt es am Besten in einen wasserabweisenden Rucksack oder nehmt eine Fototasche und schützt so diese so vor Schäden. und Verschmutzung. Was immer nützlich ist, ist ein Mikrofasertuch um die Linse am Objektiv und die Kamera zu reinigen. Denn jeder kennt es und Allergiker freut sich über diese Ereignis im Frühjahr – den Pollenflug. Diese können sich auch wunderbar über die Linse absetzen und einen ungewollten Film darauf bilden. 

Ansonsten raus aus der Bude, die Beine wieder bewegen, den Kreislauf in Schwung bringen und fotografieren was das Zeug hält – der Winterschlaf ist nun vorüber!

Gute Bilder und gutes Licht!

 

Photoshop Time – digital Compositing Winter

Es ist doch schon wieder eine Weile her, dass ich ein digital Compositing mit Photoshop erstellt habe. Aus diesem Grund wurde es doch mal wieder höchste Zeit mich an den Rechner zu setzen und ein neues digitales Bild zu erstellen. Momentan sieht es im fotografischen Bereich doch etwas mau. Es gibt nicht wirklich viele Motive und es regnet ständig.  Daher kann man diese Zeit nutzen um seine Bildbearbeitungsskills in Photoshop zu verbessern.

Passend zur der jetzigen Jahreszeit habe ich mich für ein Wintermotiv entschieden. Berge, Tannen und Schnee waren der Grundgedanke, den ich in dem Bild verarbeiten wollte. Manche machen sich skizzen wie was aussehen sollte, aber bei meinen Arbeiten habe ich die Vorstellung immer im Kopf. Ab und zu mache ich mir aber auch ein paar Skizzen, gerade dann wenn mehrere Motive mit in das Bild sollen. Allgemein kann ich aber empfehlen, dass ihr ein Scribble (Skizze) anfertigt. Es gibt euch eine grobe Vorstellung wie das Bild aussehen könnte, wo die Motive gesetzt werden, wie die Perspektive ist und wo das Licht herkommt. Wenn ihr einen Kundenauftrag habt, also keine freie Arbeit, so solltest ihr immer ein Scribble anfertigen. Denn so könnt ihr mit eurem Kunden besprechen wie etwas auszusehen hat und was von vornherein nicht gewünscht ist. So besteht auch nicht die Gefahr, dass man völlig andere Vorstellungen verfolgt als es gewünscht ist. Bei freien Arbeiten ist, wie schon geschrieben, es euch selber überlassen wie ihr das macht.

Die Verwendung von Stock Bilder

Für diese Arbeit, mit dem gewählten Titel “Winter”, habe ich auf der Deviantart Plattform nach Stock Bildern gesucht. Klar gibt es noch genug andere Stock Agenturen, bei denen ihr Bilder suchen könnt. Bei der Deviantart Community bin ich aber ein aktives Mitglied und habe dort auch einen Künstler Account wie auch einen Stock Account. Wenn ihr von solchen Plattformen oder Bilder Agenturen (z.B. Fotolia, Getty usw.) verwendet, so achtet auch auf die Regeln, Lizenzen und AGBs. Nicht das ihr irgendwelche Urheberrechte verletzt und gegebenenfalls abgemahnt werdet. Bei meinen verwendeten Bildern wurde ich bei sogenannte freie Bilder fündig. Das bedeutet, dass die Fotografen ihre Bilder frei zur Verfügung stellen, mit der Bedingung, dass man sie dann erwähnt und verlinkt.

Um das gleich mal vorweg zu nehmen, verweise ich an dieser Stelle den “Stock Use” auf meine Deviantart Seite mit dem Bild. Dort verweise ich auf die jeweiligen Fotografen und man kann dort auch die Stock Bilder finden, die ich für dieses Compositing verwendet habe.

Ein kurzes Wort zur Bearbeitung

So ein Bild, in diesem Stil, zu erstellen sollte eigentlich für jeden nicht die große Herausforderung darstellen. Wichtig ist nur, dass man weiß wie Bilder freistellt und maskiert werden. Wenn man dies beherrscht, so hat man bei digitalen Compositings schon mal einen wichtigen Teil geschafft. Wer das noch nicht kann oder gerne wissen möchte wie das funktioniert, der kann gerne meinen YouTube Kanal besuchen. Dort habe ich ein paar Video Tutorials zum Thema Bildbearbeitung hochgeladen. Ansonsten verwendetet ich für das Bild, in Photoshop, ein paar Pinsel (selber gemachte und in Photoshop vorhandene) und Einstellungsebenen. Zum finalisieren habe ich noch die NikCollection verwendet. Aber diese haben in diesem Bild eine eher untergeordnete Rolle gespielt. Diese wurden nur zur Feinjustierung der Farben und Sättigung eingesetzt. Die Bearbeitungszeit lag bei ca. 10h. Ganz genau habe ich nicht auf die Zeit geachtet, daher könnten es auch 1-2h mehr gewesen sein.

Wichtig ist nur das ihr sauber freistellt und am Ende auch nochmals reinzoomt und mögliche Bearbeitungsfehler verbessert. Die Übergänge sind immer die anfälligsten Fehlerquellen! Markiert dies am Besten mit einer markanten Farbe auf einer leeren Ebene. So könnt ich die Fehler auch noch später verbessern oder am anderen Tag. Ein kleiner aber sehr guter Tipp zum Schluss. Wenn ihr das Bild fertig habt, speichert es, geht vom Rechner weg, macht was anderes, lasst es ruhen. Schlaft eine Nacht darüber und schaut es dann wieder an! Es ist immer wieder fatal, wenn man stundenlang vor dem Rechner hockt und diese “Bildschirm-Blindheit” anfängt. Die Konzentration lässt nach, die objektive Sicht und ganz schnell kann es sein, dass man an dem Bild zuviel macht. Daher macht immer wieder eine Pause.

Das digital Compositing – Winter

Das meiste habe ich ja schon geschrieben und viel mehr fällt mir auch gerade nicht mehr ein, was ich noch dazu schreiben kann. Daher habe ich ein “Making of” Video erstellt, bei denen man die groben Einzelschritte sehen kann.

Zuguter Letzt gibt es noch das finale Bild, welches ich in einem 16:9 Format geschnitten habe. Wenn ihr mehr Bilder zum Thema digital Compositing sehen wollt, so schaut doch hier auf meinem Blog vorbei oder schaut doch bei meiner Facebook Seite die Alben an.

Winter digital Compositing mit Photoshop erstellt
Winter digital Compositing mit Photoshop erstellt

Nachtrag

Bei dem erstellen des “Making of” Videos fand ein Zwischenschritt  (bevor die Effekte reingemalt wurden) meine Beachtung. Diese Szene fand bzw. finde ich auch recht gut. Es wirkt natürlich anders als das fertige Bild, eher wie ein kalter, grauer Wintertag. Auch in seiner Weise atmosphärisch aber eben anders. Daher möchte ich diese Bild an dieser Stelle noch nachreichen. Jeder kann selbe entscheiden, welches von den beiden Bildern er nun besser findet. Meiner Meinung nach sind beide Bilder auf ihre Weise gut. Das eine dramatischer, das andere atmosphärischer. Man sieht hier an diesem Beispiel recht gut, wie gut man durch einfache Bildbearbeitung bzw. hinzufügen von Effekten, das Bild in seiner Bildsprache verändern kann.

 

Winter - ohne FX digital Compositing mit Photoshop
Winter – ohne FX digital Compositing mit Photoshop

 

Uracher Wasserfall und Hohenurach im Winter

Der Winter ist nun endlich da und dies bedeutet, dass frostige Temperaturen und  Schnee dominieren die Landschaft. Die bedeutet, das  es  das perfekte Wetter ist, um raus zu gehen und im Winter zu fotografieren. Mein Plan war es, den gefrorenen Uracher Wasserfall bei Bad Urach zu fotografieren.  Im meinem letzten Blog Eintrag, hatte ich ja schon einige Tipps und Tricks zum Thema fotografieren im Winter aufgeschrieben. In diesem Beitrag kann man nachlesen, auf was man alles achten sollte, wenn man bei Schnee und Eis fotografiert.

Gerade ein Mikrofaser Tuch kann Goldwert sein. Dieses kam jetzt am Uracher Wasserfall doch öfters zum Einsatz als ich gedacht hatte. Nicht nur wegen dem Spritzwasser von dem Wasserfall, das war ich ja schon gewohnt, sondern weil sich zusätzlich meine Linse sehr schnell beschlagen hatte. Mein eigener Atmen war Schuld an dieser Miesere.

Aufnahme mit beschlagener Linse
Aufnahme mit beschlagener Linse

Zudem hatte ich dies noch recht spät bemerkt und wunderte mich Anfangs über etwas komische Aufnahmen, die dann entstanden sind. Diese sahen dann eher wie Nebelbilder unter 50m Sichtweite aus. Auf dem Bild sieht man so eine Aufnahme.  Zuerst dachte ich an eine Überbelichtung aber die Tonwertkurve war ok. Erst danach bemerkte ich, dass sich die Linse  beschlagen hatte. Passiert leider im Winter. Also sollte man sich im Hinterkopf immer behalten, die Linse vor jeder Aufnahme kurz zu kontrollieren oder einfach so nochmals zur Sicherheit darüberwischen.

Für die Winterbilder habe ich mir , wie Anfangs schon geschrieben, den Uracher Wasserfall ausgesucht. Diesen hatte ich zwar schön öfters fotografiert, aber nicht im Winter. Auf verschiedenen Seiten im Internet sah ich schon, wie dieser zu dieser Jahreszeit aussehen kann. Im letzten Winter hatte ich den Zeitpunkt verpasst, diesen gefroren fotografieren zu können. Dieses Jahr war das Zeitfenster auch wieder sehr knapp bemessen, da es wieder einmal nur kurz Minusgrade hat. Jeder weiß, das Wasser seine Zeit braucht um zu gefrieren. So ist es auch bei fließendem Wasser, dass es doch einen längeren Zeitraum braucht, bis es zufiert und sich Eis und Eiszapfen bilden können. Das heißt soviel, das man nicht sofort losziehen um solche Eis-Kaskaden fotografieren zu können. Nein, es braucht dann doch noch einen gewissen Zeitraum bis sich diese Eisstrukturen sich bilden. Wenn es anhaltender Forst gibt, so dürfte es vielleicht schon nach einer Woche die ersten Strukturen sich bilden. Die ist aber auch immer immer Lage- und Gebietsabhängig.

Wenn man die Geduld aufbringen kann, das Wetter mitspielt und auch den richtigen Zeitpunkt erwischt, so sollte eigentlich nichts mehr im Weg stehen um solche Bilder zu fertigen. Ok, man braucht dann noch so einen Wasserfall oder so gefrorene Wasserkaskaden. Aber da muss man entweder das Glück haben, in der Nähe zu wohnen oder doch sich auf den Weg machen dort hinzufahren wo es so etwas gibt.

Uracher Wasserfall im Winter

Bei meinen Bildern vom Uracher Wasserfall habe ich mich für eine Langzeitbelichtung entschieden. Da im Gegensatz zum Herbst (als ich 2015 dort war) diesmal mehr Wasser floss und der Wasserfall nicht ganz gefroren war, entschied ich mich für diese Methode. Sie lässt das Wasser einfach weicher aussehen und es ergibt eine schönere Bildwirkung. Für die Langzeitbelichtung habe ich meinen bewährten und oft benutzen Haida PRO II MC ND3.0 1000x Filter benutzt. Durch den Schnee war es sogar möglich unter 30sek zu belichten. Dieser hat , trotz bewölktem Himmel genügen Licht reflektiert, so dass ich ohne weiteres auch über den LiveView scharf stellen konnte (bei den meisten Aufnahmen). Normalerweise ist das nicht unbedingt der Fall, wenn ich mit diesem Filter Bilder mache. Aber man lernt ja nie aus und es war dann auch bequemer. So musste ich nicht immer den Filter abschrauben, scharfstellen, wieder auf das Objektiv drauf schrauben und hoffen, dass sich nicht der Fokus verstellt hat.

Natürlich wurden wieder für die Bilder ein stabiles Stativ  und ein Kabelauslöser verwendet. Dies sollte einfach selbstverständlich sein, dass wenn man solche Langzeitbelichtungs Aufnahmen macht,  man  auch das richtige Equipment verwendet. Als Objektiv habe ich das Standard Zoom Canon 18-55mm STM verwendet, das ganz ok ist. Es hat zwar seine Schwächen in der Abbildungsleistung, aber man kann trotzdem gut damit arbeiten. Nachteilig ist der Crop Faktor, den man bei eine ASP-C Kamera im Weitwinkel Bereich hat.  So kommt man umgerechnet auf das Kleinbild Format auf eine Brennweite (bei 18mm) von ca. 28mm. Mit so etwas muss man leben oder man kauft sich eine anderes Objektiv oder eine Vollformat Kamera. Die Qual der Wahl sozusagen. Aber nun zu den Bildern von dem gefrorenen Uracher Wasserfall.  Aufgenommen im Winter 20.01. 2016 bei Bad Urach.

Burgruine Hohenurach

Nachdem die Bilder von dem Uracher Wasserfall gefertigt wurden, entschied ich mich noch für einen Abstecher zur Ruine Hohenurach. Diese war in den vergangen Jahren immer wieder geplant, aber Zeitlich reichte es nie. Denn der Weg ging immer vom Gütersteiner Wasserfall über das Hochplateau der schwäbischen Alb hinunter zum Uracher Wasserfall. Da ich diese mal den Gütersteiner Wasserfall ausgelassen hatte (es war doch recht glatt), war also genug Zeit für einen Abstecher auf die Ruine Hohenurach. Dort hatte ich ja schon früher einige Bilder gemacht, aber auch noch nie im Winter. Der Aufstieg im Schnee war doch recht mühselig und forderte doch etwas mehr an Kondition als ich dachte. Die Mühe hatte sich dennoch gelohnt, es gab einen tollen Ausblick auf den Rutschen, den Uracher Wasserfall und auf die Stadt Bad Urach.

Die Ruine ist momentan teilweise gesperrt, denn  sie wird instant gehalten. Der Forst schadet dem Gemäuer und daher besteht die Gefahr, dass sich Teile der Mauer lösen können. Dies ist nicht nur eine Gefahr für Wanderer und Besucher der Ruine, sondern würde auch einen weiteren Verfall dieser bedeuten. Daher sieht man auch auf meinen Bilder die “Baustellen” auf der Ruine. Bei diesen Bildern habe ich mich für Panorama Aufnahmen entscheiden. Diese geben einfach den besten Überblick in der Ruine selbst und  natürlich von der Ruine in die Umgebende Landschaft. Als kleine Spielerei habe ich noch mittels Photoshop Bad Urach als Miniatur Welt dargestellt. Dies geht ja recht schnell mit dem Tilt-Shift Filter in Photoshop.

Tipps und Tricks für bessere Winter Fotografien

Jetzt kann man endlich sagen, dass der Winter nun Endlich da ist. Es hat ja schon ziemlich lange gedauert, bis es endlich wieder geschneit hat. Nach den frühlings haften Temperaturen im Dezember und etwas herbstlich wirkenden Wochen Anfang Januar, ist er nun endlich da. Eigentlich hatte ich schon Zweifel daran, ob wir überhaupt noch frostige Temperaturen und vor allem Schnee bekommen würden. Aber es scheint ja, das sich der Winter diesmal etwas länger aufhalten wird, wie es in den letzten Jahren es der Fall war. Da gab es ja auch immer nur ein kurzes Zeitfenster, wo es geschneit hat und dieser auch liegen blieb. Leider muss man auch diesmal wieder davon ausgehen, dass sich der Schnee nicht lange halten wird. Aus diesem Grund sollte man  jetzt schnell sein und diese Zeit zum fotografieren nutzen, solange der diese noch da ist.

Es gibt wie zu jeder Jahreszeit auch im Winter einiges beim fotografieren zu beachten. Daher möchte ich kurz ein paar Tipps geben, damit eure Fotografieren im Winter garantiert was werden. Diese Tipps sind so allgemein wie möglich gehalten, dass diese auf jede Kamera übertragbar sind. Man braucht also keine Profi Kamera  oder eine hochwertige Ausrüstung um diese Tipps umsetzen zu können.

Tipp Nr. 1  – die Belichtung im Winter

Im Winter richtig zu belichten stellt einen immer wieder vor eine gewisse Herausforderung. Gerade bei Schneelandschaften hat man immer den Malus, dass der Schnee Licht reflektiert. Dadurch kommt der Belichtungsmesser der Kamera so oder immer durcheinander, so dass er bei der Belichtungskorrektur Anzeige immer einen unterbelichteten Wert angezeigt. Daher sollte man, falls man sich in  dem Automatik Modus befindet, auf den manuellen Modus umstellen und die Belichtung so korrigieren. Wichtig ist nur, dass man auf keinen Fall es übertreiben sollte, weil sonst ist das Bild überbelichtet! Aus diesem Grund sollte man sich in kleinen Schritten an einen Wert herantasten welcher auch der ein optimales Bildergebnis

Eine +1 EV Überbelichtung wie es auf der Belichtungsskala zu sehen ist
Eine +1 EV Überbelichtung wie es auf der Belichtungsskala zu sehen ist

verspricht. Das heißt aber auch , dass man nach jeder Aufnahme nachschauen und kontrollieren muss, ob das Bild etwas geworden ist.  Einen Wert zwischen +0,5 EV und +1 EV  sollte bei der Belichtungskorrektur  in der Regel vollkommen ausreichen. Anderes schaut es wieder aus, wie schon geschrieben, wenn die Sonne scheint und der Schnee so zusagen überstrahlt. Dann sollte man entweder Abblenden oder die Belichtungszeit verkürzen.

 Tipp Nr.2 – Stativ verwenden

Manchmal steht man doch vor der Situation, dass selbst der Bildstabilisator und die Erhöhung der ISO Zahl kein gutes Resultat mehr liefern. Dann ist es einfach nicht mehr möglich Freihand zu fotografieren. Würde man die ISO Zahl immer weiter erhöhen, so wird das Bildrauschen immer deutlicher sichtbar und so sinkt auch unweigerlich die Bildqualität. Alternativ kann man die Blende weiter öffnen aber so verliert man auch wiederum Tiefenschärfe.  Dies macht sich dann eher bei Landschaftsfotografien bemerkbar. Also bleibt ja nur noch eins übrig, dass man die Belichtungszeit verlängert. Eine längere Belichtungszeit bedeutet, dass mehr Lichtinformationen auf den Sensor treffen und man so eine Unterbelichtung der Fotografie vermeidet. Der Nachteil ist dieser, dass es ab einer Belichtungszeit von ungefähr 1/50s fast nicht mehr möglich, ist frei aus der Hand zu fotografieren. Im Winter ist es eh nochmals schwieriger, da die Kälte und das Laufen durch den Schnee physisch noch mehr  von einem abverlangt. Die sogenannte Bewegungsunschärfe würde sich dann in den Aufnahmen sichtbar machen. Bewegungsunschärfe bedeutet soviel, dass das Bild einfach verwackelt ist. Daher ist der Einsatz eines Stativs, gerade bei schlechten Lichtverhältnissen, sinnvoll um so eine gute Bildqualität zu erreichen. Zusätzlich sollte man immer einen Kabelauslöser verwenden, wenn man ein Stativ verwendet. So minimiert jegliche Eventualität, dass das Bild doch noch  verwackeln würde.

Schneelandschaft - Fotografiert mit einem Stativ um so eine Bewegungsunschärfe bei längeren Belichtungszeiten zu vermeiden
Schneelandschaft Wald- Fotografiert mit einem Stativ um so eine Bewegungsunschärfe bei längeren Belichtungszeiten zu vermeiden

Tipp Nr.3 – HDR Aufnahme

Alternativ kann man auch eine HDR Aufnahme erstellen. Diese Methode eignet sich fast immer für solche Situationen, wenn viel Licht und Schatten mit im Spiel sind und der Belichtungssensor überfordert ist. Wenn man eine HDR Aufnahme macht so sollte man die Aufnahme mit einem Stativ machen, damit auch keine Unschärfe in den Aufnahmen entstehen oder Fehler bei der späteren Bearbeitung erscheinen,  wenn man sich z.B. während der Aufnahme bewegt hat. Mit einem Stativ kann man sich einer hohe Qualität sicher sein. Aktuelle Kamera-Modelle können ja  in der Kamera schon selbst HDR Aufnahmen verarbeiten und diese dann fertig  bearbeitet ausgeben. Also braucht man jetzt nicht unbedingt ein Bildbearbeitungsprogramm dafür, um das HDR später zusammenzufügen und anschließend zu bearbeiten. Bei manchen Kameras muss man aber erst auf das JPG  Format umstellen, um so die HDR Funktion aktivieren zu können. Also so kenne ich das zumindest von meiner eigenen Kamera. Ansonsten kann man ja noch das  Bracketing  (AEB) (Belichtungsreihe)aktivieren, um so eine HDR Aufnahme zu fertigen. Diese Belichtungsreihen kann man anschließend als ein HDR Bild, mittels einer Bildbearbeitungssoftware,  dann  zusammenzufügen. Das Bracketing macht im Prinzip das gleiche wie beim fertigen HDR. Der Unterschied ist aber dieser, dass man das HDR Bild anschließend noch selber zusammenfügen und bearbeiten muss. Der Vorteil bei der Bracketing Methode ist dieser, dass man auch im RAW fotografieren kann und gegebenenfalls, mittels RAW Konverter, noch nachjustieren kann.

Tipp Nr.4 – Verwendung von Filtern

Es gibt ja verschiedene Filter die man beim Fotografieren verwenden kann. Für fast jede Situation gibt es immer einen speziellen Filter den man verwenden kann. Bei der Landschaftsfotografie, wo Himmel und Wolken eine Rolle spielen, eignet sich immer die Verwendung eines Pol-Filters. Dieser gibt nicht nur den Wolken wieder Zeichnung (dämpf so zusagen die Überbelichtung ab) sondern man kann den Filter so einstellen (durch drehen), dass man die Blautöne kräftiger erscheinen lässt. Weiter kann man, gerade wenn im Schnee fotografiert und die Sonne scheint, einen Graufilter verwenden. Je nach Stärke schluckt dieser ca. 1-2 Blenden oder mehr und so kann man doch der Überbelichtung zusätzlich entgegenwirken. Diese Art von Filter hat aber den Nachteil, dass das gestammte Bild abgedunkelt wird. Aber auch dafür gibt es einen Lösung mit dem sogenannten Grauverlaufsfilter. Vereinfacht erklärt ist es so, dass eine Seite des Filters “dunkel” beschichtet ist und die andere Seite durchsichtig ist.  Wenn man z.B. nur den Himmel abdunkel will, weil man die Belichtung auf den Schnee einstellt, so kann man mit diesen bessere Ergebnisse erzielen. Man nimmer die “dunkle” Seite des Filters für den Himmel. So wird der Himmel nicht überbelichtet, man erhält in den Wolken Zeichnung und die Schneelandschaft ist trotzdem richtig belichtet. Bei Filtern sollte man aber immer auf die Qualität achten, damit kein Farbstich in das Bild mit hineinbekommt oder hässliche Reinfektionen entstehen. Falls sie Brillenträger sind, kennen sie diese Situation mit ihren Gläsern und so sollten man auch darauf achten hochwertige Filter zu verwenden.

TIP Nr.5 – Allgemeine Tipps

Eigentlich könnte man fast ein Buch damit füllen, auf was man noch alles beim Fotografieren im Winter achten sollte.  Aber Zeit ist ja Geld und beides hat man in der Regel nicht. Daher fasse ich das Ganze einfach mal kurz in einer Aufzählen zusammen. Dies lässt sich auch etwas besser merken, anstatt noch mehr dazu zu schreiben.

Auf was man noch achten sollte, wenn man im Winter fotografiert:

  • Den immer Akku voll laden, da er sich in der Kälte schneller entlädt
  • Einen Ersatz Akku am Besten in der Hosentasche mitnehmen
  • Bei Schneefall Kamera mit einer Abdeckung schützen
  • Mikrofaser Tuch mitnehmen um Feuchtigkeit schnell zu beseitigen
  • Bei Nichtgebrauch – Kamera in der Tasche verstauen
  • Nicht Blitzen – da die kristalline Form des Schnees hässlich reflektiert
  • Manuell über den Live View und  Zoom Lupe fokussieren
  • Zieht euch warm an,  um so lange in der Kälte fotografieren zu können
  • Wasserfeste Schuhe mit einer dicken Sohle sind immer wichtig!
  • Nehmt was zu trinken mit – Kälte kann schlimmer sein als Hitze!
  • In RAW fotografieren um korrigieren zu können

 

Auf dem oberen Bilder Vergleich seht ihr, dass ihr mittels einer RAW Aufnahme, ohne weiteres eine Unterbelichtung noch gut korrigieren könnt. Es ist zwar kein Allheilmittel für falsch belichtete Aufnahmen, aber es kann euch doch noch eure Aufnahme retten.

Wenn ihr das alles soweit beachtet, kann eigentlich nichts mehr im Weg stehen, wenn man im Winter fotografieren möchte. Ein Punkt auf den ihr aber achten solltest: Wenn ihr wieder daheim seit, dann lasst die Kamera einfach für paar Stunden im Raum liegen. Damit kann die Kamera in Ruhe trockenen und die Feuchtigkeit kann der Elektronik nicht schaden. Die Warme Luft lässt die kalte Luft in der Kamera und auf dem Objektiv kondensieren. Bitte auch nicht auf einen Heizkörper legen! Es reicht vollkommen wenn die Kamera auf ein Tuch/ Handtuch liegt und so für 1-2h trocknet.

Falls ihr euch noch fragen solltet, welche Objektive man verwenden für die Winter Aufnahmen verwenden soll, so ist das völlig eurer Kreativität überlassen. Ihr könnt ein Makroobjektiv verwenden um Eiszapfen oder Schneeflocken zu fotografieren oder ein normales Weitwinkel um die Schneelandschaften abbilden zu können. Alles ist erlaubt, es liegt nur an euch! Probiert es einfach einmal aus.

Wenn ihr noch nach Ideen sucht, so schaut doch einfach mal meine Bilder an, was man im Winter so alles fotografieren kann. Seit ich zu Fotografieren begonnen habe, nutze ich die Jahreszeit um unterschiedliche Motive zu fotografieren. Als Beispiel kann ich die hier schon erwähnten Makrofotografien von Eis und Schneeflocken, Personen Shootings, Waldlandschaften, Texturen, gefrorenen Bachtäler, Wasserfälle und Tiere nennen. Schaut doch einfach meine Bilder einmal an. Viel Spaß bei euren Winterbildern!

Naturschutzgebiet Wental – Felsenmeer

Anfang November wurde das schon längere Zeit geplante Ziel “Naturschutzgebiet Wental – Felsenmeer ” endlich in Angriff genommen. Dieses Gebiet hatte ich einmal in einer Reportage über die Schwäbische Ostalb gesehen und wollte unbedingt dort einmal hin. Es hat doch etwas gedauert bis ich dies verwirklichen konnte, aber es hat sich alle male gelohnt. So eine Landschaft fotografiert man doch lieber im Herbst, nicht nur wegen den Farben sondern aus anderen Gründen. Das hohe Gras ist soweit verschwunden, dass man störende hohe Grashalme mit auf dem Bild hat und die Sonne steht nicht so weit oben. Dadurch bekommt man kein so hartes Licht, was gerade bei Landschaftsfotografien viel zu überbelichtet wirken würde.

Aber jede Jahreszeit bietet seine Besonderheiten, zumal das Wental als Biotop auch eine Vielzahl an unterschiedlichen Pflanzen und Tieren bietet. Für mich als Landschafts- und Naturfotografie ist der Herbst einfach die schönere Jahreszeit um zu fotografieren. Leider war an diesem Tag, als ich zu dem Felsenmeer gefahren bin, kein Nebel. Die bizarren Felsformationen in dichten Nebel, hätten sicherlich eine sehr dichte Atmosphäre und Bildstimmung geboten.  Aber auch so war diese Landschaft recht toll zu betrachten und natürlich zu fotografieren.

Bei dem Felsenmeer befindet direkt ein größer Parkplatz, so dass man bequem seine Fotografie Ausrüstung mit sich nehmen kann ohne weit laufen zu müssen. Das Gebiet ist nur zum Teil begehbar, aber es gibt ausgewiesene Freizeitflächen, wo man ohne weiteres fotografieren kann. Man sollte aber, gerade im Frühling  bis Sommer, nicht unbedingt den Weg verlassen, da auf dem Magerrasen seltene Pflanzen wachsen. Man sollte doch etwas Rücksicht auf die Natur nehmen und nicht um jeden Preis eine “besondere” Aufnahme zu  erhalten.

Wer dort fotografieren möchte, dem empfehle ich ein Stativ, ein Weitwinkel- und ein Teleobjektiv. Einen Polfilter ist zu empfehlen da bei einer Weitwinkel Aufnahme den Himmel noch mit drauf bekommt. Einen Kabelauslöser sollte man so oder so für seine Aufnahmen benutzen. Bei meinen Aufnahmen, die ich am Felsenmeer gemacht habe, hatte ich mich für Panorama Aufnahmen entschieden. Da ich mit einem 18-55mm Objektiv fotografiert habe, hatte ich durch den Crop Faktor einen eingeschränkteren Blickwinkel (ca. 28mm umrechnet auf das Kleinbildformat). Um das weitläufige Areal besser zu fotografieren, sind Panorama Aufnahmen besser geeignet. Einen Nodalpunktadapter habe ich nicht verwendet, nur mein allseits beliebtes Manfrotto Stativ mit Panorama Kugelkopf. Zusammengefügt und bearbeitet habe ich die Panorama Bilder mit Adobe Photoshop.


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